Mit HD-Video-Streaming und Live-Videokonferenzen demonstriert die Deutsche Telekom auf der Mobilfunkmesse MWC die Möglichkeiten des Mobilfunkstandards LTE über Ländergrenzen hinweg. Doch so vielversprechend die vierte Generation des Mobilfunks ist, erstmal wird das Unternehmen sein Netz mit HSPA+ aufrüsten.
Die Deutsche Telekom demonstriert auf der Mobilfunkmesse Mobile World Congress einen Multi-City-Test mit der nächsten Mobilfunkgeneration Long Term Evolution (LTE). Der Pavillion des Netzbetreibers ist live und via LTE mit Standorten in Bonn und einer mobilen Empfangsanlage in Innsbruck verbunden. Das Unternehmen zeigt das Streaming von HD-Videos, rasante Up- und Downloads von Fotos, Videos oder Text-Dateien in Sozialnetzwerke. Besucher der Messe können außerdem eine Live-Videoschaltung zwischen dem Messestand in Barcelona, einem Auto in Innsbruck und der Zentrale der Deutschen Telekom in Bonn testen.
LTE ist ein Übertragungsstandard der vierten Generation und Nachfolger von UMTS/HSPA. Mit ihm sind theoretisch Bandbreiten von 300 Megabit pro Sekunde im Downlink und 75 Megabit pro Sekunde im Uplink möglich. Der UMTS-Beschleuniger HSDPA schafft dagegen nur maximal 28 Megabit pro Sekunde. Um diese Datenmengen zu versenden und zu empfangen, benötigen Basisstationen und Endgeräte aber neue Antennen. Der Standard ist nicht abwärtskompatibel.
Statt wie bisher große, schwere und mit Elektronik vollgestopfte Einzelanfertigungen zu benutzen, zeigt die Deutsche Telekom in diesem Jahr die Möglichkeiten des neuen Übertragungsstandards anhand handelsüblicher Notebooks und einem LTE-USB-Modem von Samsung. Doch während der Mobilfunk der vierten Generation in Skandinavien bereits genutzt werden kann, wird es in Deutschland wohl noch eine Weile dauern. Zumindest die Deutsche Telekom hat angekündigt, erstmal ihr UMTS-Netz weiter auszubauen. Bis Ende 2010 wird den Kunden des Konzerns HSPA+ mit einer Geschwindigkeit von bis zu 42 Megabit pro Sekunde zur Verfügung stehen, so das Unternehmen.
Die Deutsche Telekom ist bloß noch an diverse Verträge ("Grundversorgung für die gesamte Bevölkerung") gebunden. Die Skandinavier können einfach 'n paar Funkmasten in ein, zwei Städten aufbauen und schon heißt's, in den Ländern wäre LTE vorhanden. Und während 100mbit-Leitungen auch schon lange normal sind, müssen hunderttausende Menschen im Norden der Länder auf Satelliten oder Modem zurückgreifen. Da geht's uns in Deutschland doch recht gut. (Dank der hohen Urbanisierung)
Und solange dort LTE Geschwindigkeit erreicht, die nur leicht oder gar nicht über die Werte von HSDPA hinauskommen, sind diese Erwähnungen auch nicht sonderlich beeindruckend.
Das stimmt so nicht ganz. LTE hat durchaus die Chance größere Flächen abzudecken. Wenn nämlich jetzt im 2. Quartal endlich die Frequenzen aus der Digitalen Dividende an die Mobilfunkbetreiber versteigert werden, können durch die niedrigeren Frequenzen viel höhere Reichweiten erzielt werden.
Schade, sonst hieß es bisher immer T-Mobile würde HSPA+ auslassen und direkt zu LTE aufrüsten.
läppisches UMTS gibts längst noch nicht flächendeckend. Bei der derzeitigen Ausbaugeschwindigkeit würde ich frühestens in 10 Jahren mit flächendeckenden UMTS rechnen. LTE in 20 Jahren vielleicht.
solange die Netzabdeckung mit jeder Generation schlechter wird, und das nicht nur weil nicht jede Sendeanlage umgerüstet wird sondern auch weil der Empfangsradius mit jeder neuen Generation kleiner wird, sehe ich keine Chance auf eine wirkliche Ablösung des alten GSM Netzes mit EDGE Aufsatz
solange die Netzabdeckung mit jeder Generation schlechter wird, und das nicht nur weil nicht jede Sendeanlage umgerüstet wird sondern auch weil der Empfangsradius mit jeder neuen Generation kleiner wird.
...Von einer 100% Abdeckung wird kann bei Weiten keine Rede sein und schlimmer nach, die paar Städte die voll abgedeckt sind, haben dafür eine Auslastung von bis zu 120%.
Somit steht man wieder da und kommt nicht weiter.
Ich persönlich finde es nach wie vor eine Frechheit das diverse Anbieter einen Haufen Geld Monat für Monat vom Kunden einziehen, aber den Ausbau nur schleppend voran treiben und das auch nur für das einfache UMTS Netz.