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Autor: Andreas Seeger | 04.03.2010 - 11:55 | (58)

Patentkrieg: Google unterstützt HTC gegen Apple

Im Patentstreit zwischen HTC und Apple hat Google seine Unterstützung für HTC signalisiert. Damit stellt sich der Entwickler des Android-Betriebssystems klar hinter seinen wichtigsten Smartphone-Produzenten und die Fronten in dem neuen Handy-Krieg sind klar abgesteckt: auf der einen Seite Apple mit dem iPhone und auf der anderen Seite Google mit den verbündeten Geräteherstellern.

Patentkrieg: Google unterstützt HTC gegen Apple

Im Patentstreit zwischen HTC und Apple hat Google seine Unterstützung für HTC signalisiert. Wie diese Unterstützung aussehen wird, ließ der Internetriese aber offen. Doch der Entwickler des Android-Betriebssystems stellt sich damit klar hinter seinen wichtigsten Smartphone-Produzenten und die Fronten in dem neuen Handy-Krieg sind klar abgesteckt: auf der einen Seite Apple mit dem iPhone und auf der anderen Seite Google mit den verbündeten Geräteherstellern. 

Insgesamt 20 Patente soll HTC verletzt haben, so der Vorwurf von Apple. Der iPhone-Hersteller hat daher eine Klage vor einem US-Gericht eingereicht. Der taiwanische Smartphone-Spezialist weist diese Vorwürfe entschieden zurück und betont, dass er alle seine Technologien selbst entwickelt. Jetzt hat Google über einen Unternehmenssprecher verkündet, dass "wir keine Partei in diesem Rechtsstreit sind. Nichtsdestotrotz stehen wir hinter unserem Android-Betriebssystem und hinter den Partnern, die uns dabei helfen, es zu entwickeln."

HTC Desire (Android OS) und HTC HD2 (Windows Mobile): Beide Modelle können mit Multitouch gesteuert werden | Foto: HTC/areamobile

HTC Desire (Android OS) und HTC HD2 (Windows Mobile): Beide Modelle können mit Multitouch gesteuert werden | Foto: HTC/areamobile

Damit bezieht Google eine klare Position. Beobachter sind sich ohnehin darin einig, dass Apple mit seiner Klage gegen HTC einen Stellvertreterkrieg anzettelt. Tatsächlich will das Unternehmen Google und dessen Smartphone-Betriebssystem Android treffen. Der Suchmaschinenbetreiber hatte Anfang Februar ein Firmware-Update veröffentlicht, dass sein Modell Nexus One Multitouch-fähig macht. Die Unterstützung steckte bereits seit Beginn im System, wurde von Google aber bislang per Software blockiert. Nach inoffiziellen Angaben, geschah das auf Wunsch von Apple. Das war jedoch noch zu einer Zeit, als Apple und Google die besten Freunde waren. Die scheint jetzt endgültig vorbei: aus Partnern sind erbitterte Konkurrenten geworden.

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Kommentare
  1. 05.03.10 09:14 iRaS (Gast)

    Na gut dann war Mac OS eben eigener Code. Trotzdem gibt es Multitasking schon wesentlich länger als 1996 und wurde nicht erst von Apple erfunden.

    Wir halten fest: Apple lässt sich Ideen patentieren die nichtmal die eigenen sind, klagt aber erst als sie eine Konkurenz wahrnehmen die ihnen zu groß wird und verklagt dann auf Patentverletzung aller Patente die so oder so ähnlich in Android 2.x vorkommen. Aber sie verklagen nicht den "Entwickler" des Betriebssystems (Google) sondern den OEM Hersteller. Ich denke mehr als die hälfte der Patente sind ungültig und für den Rest Google verantwortlich.

  2. 05.03.10 01:22 MoritzUK (Member)

    @iRaS

    Sorry da habe ich mich tatsächlich verlesen. Aber das macht deine Aussage immer noch nicht richtig:
    Mac OS can be divided into two families:

    The Mac OS Classic family, which was based on Apple's own code
    The Mac OS X operating system, developed from the Mac OS Classic family, and NeXTSTEP, which was UNIX-based.
    Source: http://en.wikipedia.org/wiki/Mac_os

    Und das HTC nicht Multitasking auf die Geräte packt ist mir auch klar. Aber es bringt Apple nichts Google zu verklagen, da diese das Android nicht verkaufen (also würde die Klage abgeschmettert). HTC hingegen verkauft das Handy + OS und ist daher anklagbar.

    Ich hoffe das hilft. Und falls du Wikipedia nicht traust:
    http://www.britannica.com/EBchecked/topic/1499644/Mac-OS
    http://www.britannica.com/EBchecked/topic/1500145/Mac-OS-X

    Ich denke seriöser kannst du es nicht bekommen (Britannica ist zumindest mein Lieblings Nachschlagewerk).

  3. 05.03.10 00:46 iRaS (Gast)

    Sorry, ich will echt keinen Kinderstreit, aber: Wer lesen kann ist klar im Vorteil. Ich schrieb Mac OS, nicht Mac OS X. Mac OS (oder damals Macintosh) bassiert immer schon auf einem UNIX Kernel. Und dieser konnte schon vor der Umprogrammierung von Apple Multitasking.

    Und noch was: Multitasking kommt nicht von HTC auf die Geräte sondern von Microsoft und Google. Aber das ist was anderes.

    Wenn du so skurrile Behauptungen anstellst, dann bitte mit einem Quellverweis, sonst schwindet deine Glaubwürdigkeit extrem.

  4. 04.03.10 23:59 MoritzUK (Member)

    @iRaS

    Bitte erst selbst informieren. Zu derzeit gab es Mac OS X noch nicht. Das dürfte damals Macintosh 8 oder 9 gewesen sein. Das dürfte nicht auf Unix basiert gewesen sein. Aber auch wenn Mac OS X auf UNIX basiert sind große teile des Kernels von Apple selbstgeschrieben.
    Des weiteren kann man auch in der USA sich nicht Ideen patentieren lassen, aber man muss auch einen Weg zur Ausführung beschreiben. Logischerweise wird der nicht vollständig dem öffentlichen einsichtlichen Patent hinzugefügt.
    Weiterhin hat Apple das Multitasking, das in den Patent beschrieben worden ist sehr wohl entwickelt und damals auch in ihrer Software verwendet.

    Also erst mal lesen dann schreiben.

  5. 04.03.10 23:13 iRaS (Gast)

    @MoritzUK:
    Es spielt keine Rolle wann die Patente eingereicht wurden. Apple hat weder Multitasking noch Eventhandler erfunden. Im gegenteil verwendet Apple mit Mac OS seit jeher einen UNIX kernel der dies ermöglicht. Nur weil sie es irgendwann als Patent eingereicht haben sind sie nicht die erfinder und die Patente damit nach anderen Rechtsauffassungen als die USA nicht gültig.

    Die ganzen leute die sagen "hört auf von Apple zu kopieren" sollten sich lieber mal über das angeblich kopierte Informieren.

    Und neben bei: Ich weiß ja nicht wie das Patentrecht in den USA aussieht, aber in der EU ist es so, dass Patente irgendwann auslaufen (20 bis maximal 25 Jahre). Ebenso ist im Patent Gesetzt verankert, dass ein Patent nur für Erfindungen die neu sind, auf einer erfinderischen Tätigkeit beruhen und gewerblich anwendbar sind (§1 Abs. 1 PatG).

    Und ich wiederhole mich ja ungern, aber Ideen können in hierzulande nicht patentiert werden. Oder wie klingt das: Jemand hat die Idee ein Auto zu bauen, dass weniger als 1 Liter Sprit auf 100 Kilometern verbraucht und dabei trotzdem 4 Personen mit Gepäck bei einer Steigung von 20% befördert, und meldet diese als Patent an. 10 Jahre Später erfindet tatsächlich jemand ein Auto dass diese Bedingungen erfüllt und muss dem glücklichen jetzt einen großteil des Gewinns bezahlen um damit auch Geld zu verdienen. Schon irgendwie 3st, oder?

  6. 04.03.10 19:33 Lustikus (Gast)

    ipad braucht ne fette werbung. wir alle sehen das gerade hier bei area zb. irgendwie muss sich doch das ipad durchsetzen. kostenlos werbung machen fürs ipad ist auch cool. jobs kann gut marketing führen. flopppad von apfel lol

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