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Autor: Rene Melzer | 12.03.2010 - 16:27 | (14)

Totale Kontrolle: Das Handy zur Überwachung der Mitarbeiter

Der japanische Mobilfunk-Gigant KDDI hat ein System entwickelt, mit dem selbst die kleinsten Bewegungen des Handynutzers aufgezeichnet und an die Zentrale geschickt werden können. Das System greift dazu auf die Bewegungssensoren zu, die mittlerweile in vielen Handys integriert sind. Der Netzbetreiber plant, das System an Unternehmen zu verkaufen, die damit die Effizienz ihrer Mitarbeiter steigern können.

Totale Kontrolle: Das Handy zur Überwachung der Mitarbeiter

Der japanische Mobilfunk-Gigant KDDI hat ein System entwickelt, mit dem selbst die kleinsten Bewegungen des Handynutzers aufgezeichnet und an die Zentrale geschickt werden können. Das System greift dazu auf die Bewegungssensoren zu, die mittlerweile in vielen Handys integriert sind. Die dazugehörige Software kann unter anderem erkennen, ob der Mensch geht, Treppen steigt oder sogar, ob er gerade den Boden putzt. KDDI sieht als Zielgruppe für das System Unternehmen oder Arbeitsagenturen, schreibt die britische BBC News.

Der Mobilfunkanbieter betont besonders die neuen Möglichkeiten der Effizienzsteigerung. Mit dem System könne man die Arbeit von Angestellten besser analysieren und mit den gewonnenen Daten Arbeitsabläufe kostengünstiger gestalten. Es erlaubt aber auch die zentrale Überwachung von Mitarbeitern, die außerhalb des Büros arbeiten, etwa Putzkräfte oder Sicherheitsleute.

Zentrale Überwachung der Mitarbeiter: Mit KDDI jetzt möglich

KDDI gibt zu, dass es Probleme wegen der Privatsphäre der Mitarbeiter geben könnte. "Arbeitgeber sollten darauf bestehen, dass Arbeitnehmer eine Vereinbarung unterschreiben, bevor sie ein solches System starten", so Hiroyuki Yokoyama, Leiter der Forschungsabteilung Web Data Research bei KKDI.

Das Unternehmen sehe die Lösung jedoch mehr als ein fürsorgliches, bemutterndes System und nicht als Big-Brother-Plattform, die ihre Bürger überwacht. Kritiker sind anderer Meinung: "Das ist, als ob man Menschen wie Maschinen behandelt, wie Vieh, dass überwacht wird", meint Kazuo Hizumi, Anwalt für Menschenrechte zu BBC News. "Neue Technologien sollten dazu genutzt werden, das Leben der Menschen zu verbessern, nicht um sie auszuspionieren."

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Lesen Sie alle 14 Kommentare in unser Community.
Kommentare
  1. 15.02.11 18:45 Anonymous (Gast)
    bt info

    cool

  2. 26.03.10 16:57 Laconda (Gast)

    Klasse! Jetzt weiß ich was ich meiner Frau zum Geburtstag schenke... ;-)
    (...und wo bekommt man die Software dazu?)

  3. 15.03.10 12:51 Ovi (Gast)
    besser

    Arbeitnehmer sollten bestehen dass ein solches SYSTEM NICHT eingesetzt wird..
    Leider sitzt man meistens am kurzen HEBEL und es werden doch solche LEUTE unterschreiben..
    Sowieso in JAPAN wo es anscheinend eine MODERNE SKLAVEREI Metalität bei den Firmen gibt..

  4. 15.03.10 12:37 Anonymous (Gast)

    kontrolle ist gut vertrauen ist bessa

  5. 14.03.10 16:37 Toepfermaren (Newcomer)

    Die Idee an sich ist ja nicht schlecht, aber ist wieder mal eher was für einen James Bond-Film, auch wenn es in der Realität dann doch funktioniert.Sicher gibt es in jedem Unternehmen ein, zwei Leute die man am besten den ganzen Tag überwachen sollte, nur sollte man sowas sollte man als Arbeitgeber nur im äußersten Falle machen. Wie will man da eigentlich nachweisen, das man das Handy NICHT zur Überwachung einsetzt ?

  6. 14.03.10 12:30 Droid (Gast)
    Stasi 3.0

    Oder was?

    Irgendwo hört der Spaß auf.
    Freiwillig ohne irgendwelche einbußen bei nicht Teilnahme im Unternehmen ist sowas ja noch grad ma aktzeptabel... aber zwangsweise Mitarbeiter damit auszustatten wäre echt das Letzte...

    Ich hab mehr und mehr das Gefühl das in der Heutigen Zivilisation die Menschlichkeit vernichtet werden soll...

    Und wenn ich das hier Lese:
    "Zielgruppe für das System Unternehmen oder Arbeitsagenturen"

    Arbeitsagenturen? Für ALG Empfänger damit man sie immer überwachen kann und weis wann sie sich wo befinden? .... Warum verpasst man denen nicht gleich Elektronische Fußfesseln ........

    Oder für die Mitarbeiter da? die von den Vorgesetzen eh schon drangsaliert udn gemobbt werden so das sie psychische Probleme bekommen.


    Nein sow eis dann auch der Arbeitgeber wann welcher Mitarbeiter mit wem gesprochen hat, oder welcher mit wem ein tächtelmächtel hatte, wann war Frau Kunz eigentlich auf Klo und wielange saß Herr Hinz im Büro.

    War der Mitarbeiter wirklich Punkt 8Uhr im Büro oder erst 8:02Uhr ?

    Vertrauensbruch ist sowas...

    Aber wie gesagt, wenns Freiwillig ist, dann gehts ja.... ich will ja auch nicht das jeder alle meine Buzzes bei Google sieht oder meinen Latitude Standort und bestimme selber wer es sieht... so könnte man es auch mit diesem Feature handhaben, oder einfach den Informationsgeber in der Schublade liegen lassen oder vergessen aufzuladen ;)


    Kranke Gesellschaft.

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