Breitband Internet soll bis 2013 flächendeckend in Europa ausgebaut sein. Bis 2020 soll jeder Haushalt mit mindestens 30 MBit/s im Internet surfen können. In Deutschland soll Breitband Internet sogar schon 2010 jedem Haushalt zur Verfügung stehen, die geplante Bandbreite ist allerdings gering.
Breitband Internet soll nach den Plänen der EU-Kommissarin für Telekommunikation und Informationstechnologie, Neelie Kroes, bis 2013 europaweit allen Haushalten zur Verfügung stehen. Das geht aus einem Arbeitspapier der Kommissarin hervor, das im April 2010 veröffentlicht werden soll, schreibt das Handelsblatt. Breitband Internet soll demnach bis 2020 mit einer Bandbreite von mindestens 30 MBit/s für jeden europäischen Bürger nutzbar sein, jeder zweite Haushalt soll Breitband Internet mit mehr als 100 MBit/s erhalten. Über die für 2013 geplante Bandbreite gibt es keine Informationen.
Der Ausbau von Breitband Internet ist allerdings auf staatliche Gelder angewiesen. Besonders in ländlichen Regionen mit einer geringen Einwohnerdichte rentiert sich der Ausbau eines kostspieligen Glasfasernetzes für die Netzbetreiber nicht. Allein für den deutschen Markt rechnen Experten mit Kosten zwischen 30 bis 50 Milliarden Euro für den flächendeckenden Ausbau eines Glasfasernetzes, die Deutsche Telekom investierte in den vergangenen zehn Jahren allein rund zehn Milliarden Euro in Breitband Internet via Glasfasernetz. Für den weiteren Ausbau müssen deshalb finanzielle Mittel von der EU und den einzelnen Ländern bereitgestellt werden. Nach Plänen der Bundesregierung sollen bereits 2010 alle bundesdeutschen Haushalte mit einer Geschwindigkeit von mindestens 1 MBit/s Breitband Internet nutzen können, in den kommenden vier Jahren soll die Bandbreite für drei Viertel der Bevölkerung auf 50 MBit/s ausgebaut werden.