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Autor: Stefan Schomberg | 09.04.2010 - 10:13 | (27)

iPhone OS 4: Apple startet neues Werbenetzwerk iAd

Apple hat gestern iPhone OS 4 vorgstellt. Die neue Version des Betriebssystems wird auch eine neue Werbeplattform einbinden: iAd. Der iPhone-Hersteller will damit die Werbung auf mobilen Endgeräten revolutionieren. Sie soll interaktiv werden und kaum noch von Apps zu unterscheiden sein. Offenbar wittert Steve Jobs ein neues großes Geschäft, denn er rechnete den anwesenden Journalisten vor, dass man bald jeden Tag eine Milliarde Mal Werbung ausliefern könnte.

iPhone OS 4: Apple startet neues Werbenetzwerk iAd

Gestern hat Apple in seiner Firmenzentrale in Kalifornien das neue iPhone OS 4 vorgestellt. Es bietet nicht nur lang ersehnte Features wie Multitasking, sondern wird auch eine neue Werbeplattform namens iAd einbinden. Die meiste Handy-Werbung sei wirklich schlecht, giftete Steve Jobs gestern auf der Präsentation. Apple will das ändern.

Das Unternehmen will weg von einfachen Werbeeinblendungen und hin zu interaktiven Werbeformen, die wie eine App aussehen. Apple will "Emotion von TV-Werbung mit der Interaktivität von Online-Werbeanzeigen" verknüpfen. Als Beispiel wurde eine fiktive iAd für einen Sportschuh gezeigt. Der Nutzer kann sich darin etwa dessen Entwicklung ansehen und ihn von allen Seiten betrachten - und natürlich auch kaufen. Außerdem soll Werbung in Apps integriert werden. Vollbild-Videos und interaktive Inhalte sollen abgespielt werden, ohne dabei die Anwendung zu verlassen. Der Nutzer kann zu jeder gewünschten Zeit wieder zur App zurückkehren. Eine andere Möglichkeit sind Erinnerungen: nach dem Verlassen der App wird man darauf hingewiesen, dass man Informationen zu einem beworbenen Produkt haben wollte. iAd wird ab Sommer für iPhone 3GS und iPod Touch verfügbar sein, im Herbst dann auch für das iPad.

iAd ermöglicht Entwicklern neue Formen von Apps und neue Einkommensmöglichkeiten, trotzdem kostet es den Nutzer nichts. Kostenlose Apps könnten sich durch Werbung bald selbst finanzieren.

Jobs rechnete vor, welches Potenzial sich Entwicklern damit eröffnet: "Nutzer verbringen durchschnittlich jeden Tag 30 Minuten mit iPhone-Apps. Wenn wir beispielsweise alle drei Minuten eine Anzeige einspielen, sind das zehn Stück pro Tag. Wir werden bald 100 Millionen Geräte im Markt haben. Das wären also pro Tag eine Milliarde Chancen für Anzeigen." Apple wird die Werbeanzeigen selbst verkaufen und auch die Serverkapazitäten bereitstellen. Die Entwickler erhalten branchenübliche 60 Prozent des erzielten Umsatzes, den Rest behält Apple. Wie viele Einnahmen sein Unternehmen damit erwartet, wollte Steve Jobs nicht verraten. "iAd ist kein Komplott von Apple, um schnell reich zu werden". Das Unternehmen wolle damit vielmehr den Entwicklern helfen.

Steve Jobs präsentierte gestern unter anderem auch die neue Werbeplattform iAd | Foto: engadget.com

Mit iAd verschärft Steve Jobs den Wettbewerb mit Google. Der Internet-Riese kaufte unlängst den Werbedienstleister AdMob, an dem auch Apple interessiert war. Gestern sagte der Apple-Chef beinahe trotzig: "Wir wollten AdMob kaufen, doch Google hat es uns vor der Nase weggeschnappt, damit wir es nicht bekommen. Aber wir haben Quattro Wireless und die sind cool!" Apple hatte das Unternehmen aus dem Silicon Valley, das auf innovative Handywerbung spezialisiert ist, Anfang des Jahres gekauft. 

Auf die Frage, ob Apple sich zukünftig zu einem globalen Werbedienstleister entwickeln wird, antwortete Jobs gestern sehr kurz angebunden: "Äh...wir haben nicht vor, eine weltweite Werbeagentur zu werden..."

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Kommentare
  1. 10.04.10 23:57 Anonymous (Gast)

    völlig gestört. Nennt sich Foren-Syndrom.

  2. 10.04.10 20:01 iPad Blog (Gast)
    nun ja

    So ganz mag man die Story vom "nur für Entwickler" nicht glauben. Spätestens mit dem iPad wird die ganze Sache auch für Apple selbst interessant.

  3. 10.04.10 17:53 Anonymous (Gast)

    Krass wie hier ernsthaft über das gesellschaftliches Engagement von Spitzenverdienern und potenziell lebensgefährliche Krankheiten samt ihrer Erkennungsmerkmale diskutiert wird.

    In einem Beitrag über Werbung auf dem iPhone.
    Ich glaub noch weiter kann man kaum vom Thema abkommen.

  4. 09.04.10 12:18 Marketinghoschi. (Youngster)

    Und nicht zu vergessen. Bis auf ein paar Mio. Dollar wird das gesamte Gates Vermögen nach dem Tod von Bill und Melinda in die Stiftung gehen. Das finde ich schon klasse.

    Ob Augenweide oder nicht. Hauptsache glücklich und gesund.

  5. 09.04.10 11:59 Anonymous (Gast)

    Und wieder ist Google einen Schritt voraus.
    Das muss doch wehtun Apple

  6. 09.04.10 11:56 Anonymous (Gast)

    Nein, hässlich ist sie auf keinen Fall! Aber auch keine große Augenweide wenn man ehrlich ist! Die beiden angaschieren sich aber mehr für Hilfsbedürftige Menschen in der Welt! Wie du schon sagst!

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