Die UMTS Netzabdeckung in Deutschland soll verbessert werden. Zu diesem Zweck werden seit heute frei gewordene Mobilfunk-Breitband-Frequenzen versteigert.
Die UMTS Netzabdeckung ist ein Bereich, um den die Mobilfunkanbieter noch heftig kämpfen. Seit heute wird dieser Kampf erneut mit Geld ausgetragen, denn die größte Versteigerung von Handy-Breitband-Frequenzen, die in Deutschland jemals stattgefunden hat, startet am heutigen Tag. Dabei sollen die Frequenzen in den Bereichen 800 Mhz, 1,8 Ghz, 2 Ghz sowie 2,6 Ghz zum Verkauf stehen. Durch die erhöhte UMTS Netzabdeckung erhoffen sich die vier Ntzbetreiber T-Mobile, Vodafone, o2 und E-Plus neue Kunden an sich zu binden. Das Spektrum der zu versteigernden Frequenzen ist dabei höher, als diejenigen, die heutzutage bereits insgesamt genutzt werden. Mit dem Kauf einer Breitband-Frequenz verpflichtet sich ein Anbieter allerdings auch, die UMTS-Netzabdeckung auch in noch nicht erschlossenen Territorien weiter voranzutreiben.
Doch durch diese Verpflichtung zur verbesserten UMTS-Netzabdeckung entstehen auch riesige Chancen, so Behördenpräsident Matthias Kurth: "Derjenige, der für das mobile Internet als Erster das beste und schnellste Netz baut, wird auch die meisten Kunden gewinnen oder abwerben", so Kurth gegenüber der Welt am Sonntag. Im Blickpunkt der Versteigerung stehen wohl die 800 Mhz Frequenzen, welche eine besonders hohe Reichweite erlauben. Freigeworden sind sie durch die Abschaltung des analogen Rundfunks. Den weitaus höheren Anteil haben jedoch die Gigahertz-Spektren, von denen die 2,6 Ghz Frequenz vor allem in Hinsicht auf zukünftige Mobilfunknetze die besten Voraussetzungen schafft. Ein ähnlicher Umsatzrekord für den Staat, wie er bei der letzten Versteigerung im Jahr 2000 erzielt wurde (damals waren es ca. 50 Milliarden Euro), wird dieses Mal nicht erwartet. Trotzdem: Endnutzer freuen sich schon jetzt auf eine bessere UMTS-Netzabdeckung.
LTE wird rocken!