Der Handy-Weltmarktführer Nokia hat heute seine Zahlen für das erste Geschäftsquartal 2010 vorgelegt. Das Unternehmen bleibt deutlich unter den Erwartungen der Anleger. Nach Bekanntgabe der Zahlen stürzte die Nokia-Aktie um 10 Prozent ab.
Der Handy-Weltmarktführer Nokia hat heute seine Geschäftszahlen für das erste Quartal 2010 vorgelegt. Das Unternehmen bleibt deutlich unter den Erwartungen der Anleger. Nach Bekanntgabe der Zahlen stürzte die Nokia-Aktie um 10 Prozent ab.
Von Januar bis März 2010 hat Nokia einen Umsatz von 9,5 Milliarden Euro erzielt, der Gewinn betrug 349 Millionen Euro. Das ist mehr, als im Vorjahreszeitraum, aber weniger als von Analysten erwartet. Sie hatten mit 410 Millionen Euro Gewinn gerechnet. Zum Vergleich: Apple verdiente im selben Zeitraum mehr als drei Milliarden US-Dollar.
In den ersten drei Monaten des Jahres konnte Nokia 108 Millionen Handys zu einem Durchschnittspreis von 62 Euro verkaufen - vor einem Jahr waren es 92 Millionen Geräte, die für durchschnittlich 65 Euro verkauft wurden. Im zweiten Quartal 2010 geht das Unternehmen davon aus, dass der Preis - und damit auch der Gewinn pro Handy - weiter fällt. "Der Konkurrenzdruck im High-End-Bereich bei mobilen Geräten ist weiter stark und die Marktbedingungen im Infrastrukturbereich sind weiterhin schwierig.", erklärte Unternehmenschef Kallasvuo bei der Präsentation der Geschäftszahlen. Deutlich wird, dass Nokia diesem Druck vor allem über den Preis begegnen will.
Positiv hob Kallasvuo die kostenlose Handy-Navigation mit Ovi Karten hervor, die sein Unternehmen seit Januar 2010 anbietet. Sie sei von den Kunden außerordentlich gut angenommen worden. Bereits 10 Millionen Handy-Nutzer weltweit hätten sich den Dienst auf ihr Nokia-Smartphone geladen.
Für das Gesamtjahr 2010 geht Nokia von einem gleichbleibenden Marktanteil auf dem Handymarkt aus.
"Da hat es Apple mit einem Gerät, einer Zielgruppe, und einem System sehr viel einfacher gelöst."
100% agree!
das gesamtkonzept des unkomplizierten geht einfach sehr sehr gut auf
ich werde mir in den nächsten 5 jahren NICHTS mehr von nokia holen, weder ein handy von denen noch ein handy mit den ihr betriebssystem
350€ zum fenster rausgeschmissen...good bye nokia!
Was daran verwirrend ist?
Ich zitier dich einfach mal...
"Denn erstens hat Nokia nur 2 Betriebssysteme: Symbian und Maemo. Ersteres gibt es in einer touchscreenfähigen Version (Symbian 5th Edition) und einer nicht-touchscreenfähigen Variante (Symbian 3rd Edition) und letzteres wird von MeeGo ersetzt, das eine Kombination aus Intels ebenfalls auf Linux basierendes Moblin und Nokias Maemo ist."
Und nochmal aufgeschlüsselt:
Symbian
-ohne Touchunterstützung (3rd)
-mit Touchunterstützung (5th)
Maemo
-wird bald durch MeeGo ersetzt
Da zum Marktstart von Meego aber sicher noch Maemo-Geräte im Handel sein werden steht der potenzielle Nokia-Käufer jetzt vor der Entscheidung zwischen:
Symbian 3rd, Symbian 5th, Maemo und MeeGo.
Das ist dem Durchschnittsbenutzer einfach zu viel.
Was glaubst du wie viele Leute die Unterschiede dieser Systeme kennen?
Und welches das aktuelle ist?
Richtig, die wenigsten. Klar, wir hier wissen das wohl alle. Aber wir sind ein winziger Teil vom Markt.
Der durchschnittliche Handykäufer ist nicht besonders vertraut mit der Materie.
Da hat es Apple mit einem Gerät, einer Zielgruppe, und einem System sehr viel einfacher gelöst.
Das gleiche gilt für Palm.
Ich denke also, Ich habe da keine falsche Vorstellung der Realität, sondern sehe das ganze sehr objektiv und distanziert.
Es ist ja auch nicht, dass ich Nokia etwas schlechtes wünsche. Im Gegenteil ich gönne ihnen jeden Erfolg, aber ich befürchte so wird das nichts.
Es wär doch eigentlich so einfach sich auf eins der beiden (MeeGo hat unglaublich viel Potenzial meiner Meinung nach) Systeme festzulegen, und alle Smartphones damit auszustatten.
Das würde auch zu Kosteneinsparungen und weiteren Synergieeffekten führen.
@Dr. Hasenbein
Ich denke, du hast da eine falsche Vorstellung von der Realität.
Denn erstens hat Nokia nur 2 Betriebssysteme: Symbian und Maemo. Ersteres gibt es in einer touchscreenfähigen Version (Symbian 5th Edition) und einer nicht-touchscreenfähigen Variante (Symbian 3rd Edition) und letzteres wird von MeeGo ersetzt, das eine Kombination aus Intels ebenfalls auf Linux basierendes Moblin und Nokias Maemo ist.
Nokia hat nun schon lange angekündigt, dass es sein Symbian in die nächsten Versionen, nämlich 3,4 und 5 weiter entwickeln möchte. Also hast du MeeGo und Symbian und das ist meiner Meinung nach überhaupt nicht verwirrend.
Die Programme hierfür werden in QT geschrieben, das fächerübergreifend für sowohl MeeGo als auch Symbian fungieren wird und somit muss man nicht speziell für die Plattformen einzeln programmieren. Auch das ist eine gute Idee und vereinfacht die Sache.
Kommen wir nun zu den Geräten. Nokia hat eine C Serie, das die Einsteigerreihe bildet, eine X Serie, die für Musik ausgelegt ist, eine E Serie für den Businessbereich und eine N Serie, die den High End Segment darstellen soll.
Auch das ist übersichtlich gehalten und jeder kann sich hier sein bevorzugtes Handy holen für wenig oder mehr Geld und mit spezieller Ausrichtung.
Symbian & MeeGo und Handys in C, X, E und N Kategorie, was ist daran kompliziert? Im Gegenteil, ich denke, dass andere Hersteller das auch in Erwägung ziehen werden und möglicherweise auch in Sparten unterteilen werden...
Verschlafen? Das sehe ich nicht so.
Ich denke es ist ihnen schon sehr bewusst, dass andere Firmen zur Zeit innovativer sind, aber es ist ja nun mal so...
Nokia ist ein extrem großer Konzern und da ist es schon rein organisatorisch schwer schnelle Entscheidungen zu treffen.
Aber genau das ist es eben, was im Bereich Technik & Elektronik wichtig ist. Schnelle, angemessene Entscheidungen treffen.
Dazu kommt noch der Punkt, dass man anscheinend den roten Faden verloren hat.
Nokia bastelt an so vielen verschiedenen Betriebssystemen, und auch die Flut an mehr oder weniger doch identischen Geräten macht's nicht besser.
Das sind Dinge die, die Kunden verwirren. Und Nokia versäumt es so klare Strukturen zu schaffen.
Sie bräuchten eine Linie, die sie klar vertreten und entwickeln.
Ähnlich wie im Low-End und mittleren Marktsegment. Da weiß man, was man bekommt und was man von dem Gerät erwarten kann.
Und gerade in dem Bereich ist Nokia eine bekannte und bewährte Marke. Und die Leute wissen das zu schätzen, wie die Verkaufszahlen beweisen.
Nur im High-End Bereich (dem profitabelsten Marktteil) herrscht bei Nokia momentan leider das totale Chaos.
@sven 89
Recht hast du 100%. Nokia ruhen sich auf ihren alten Lorbeeren aus und verschlafen alles was an Innovationen gebracht wird komplett. Solange Apple, Microsoft, Google, HTC und weitere Hersteller ihre Produkte so heftig nach vorn pushen wie es jetzt gerade passiert, wird Nokia ihre Marktposition zu 100% verlieren. Egal was Nokia zur Zeit vorstellt, wenn die nicht bald mit neuen High-End Geräten kommen wird es ihnen früher oder später genauso schlecht gehen wie Palm. Leider!
@Dr. Hasenbein
Nun ja, da ist wohl was dran an deinen Erläuterungen...
Aber der durchschnittliche Nutzer muss sich nicht großartig über die Betriebssysteme Gedanken machen, weil die Programme in Qt geschrieben werden und man somit keine Nachteile hat, egal ob Symbian oder MeeGo.
Man kauft also eigentlich nur noch Geräte von Nokia, die einem zusagen, da spielt Symbian 3rd Edition oder 5th Edition oder Symbian 3 oder MeeGo keine Rolle mehr.
Egal, was man kauft, Support und Applikationen gibt es genug...