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Autor: Markus Goebel | 30.04.2010 - 17:05 | (17)

Schelte vom Experten: Warum Palm versagte und an HP verkaufen musste

Der Verkauf von Palm ist keine Erfolgsmeldung. Höchstens für ein paar Spekulanten, die sich am 5. Dezember 2008 eindeckten, als die Aktie des Smartphone-Herstellers ihren absoluten Tiefpunkt von 1,42 Dollar erreichte. Hewlett-Packard (HP) muss jetzt zwar 5,70 Dollar pro Aktie hinlegen, was viermal mehr ist als damals, aber dennoch ist der Kaufpreis von 1,2 Milliarden US-Dollar ein Schnäppchen aus dem Schlussverkauf.

Schelte vom Experten: Warum Palm versagte und an HP verkaufen musste

Der Verkauf von Palm ist keine Erfolgsmeldung. Höchstens für ein paar Spekulanten, die sich am 5. Dezember 2008 eindeckten, als die Aktie des Smartphone-Herstellers ihren absoluten Tiefpunkt von 1,42 Dollar erreichte. Hewlett-Packard (HP) muss jetzt zwar 5,70 Dollar pro Aktie hinlegen, was viermal mehr ist als damals, aber dennoch ist der Kaufpreis von 1,2 Milliarden US-Dollar ein Schnäppchen aus dem Schlussverkauf. Vor vier Jahren standen die Palm-Aktien noch bei 23,98 US-Dollar und HP hätte mindestens sechs Milliarden US-Dollar für die Firma zahlen müssen. Dafür hätten sie nicht einmal das webOS bekommen, das damals noch nicht entwickelt war und heute Palms größte Stärke ist.

"Palm war auf dem Weg in die Pleite", schreibt der ehemalige Forbes-Reporter Dan Frommer in seiner Kolumne für die Website Business Insider "und HP hat sie gerettet, weil sie denken, dass WebOS Windows killen kann." Seiner Einschätzung schiebt er noch ein ironisches "Viel Glück!" nach, bevor er seine zehn Gründe aufzählt "warum Palm versagt hat und an HP verkaufen musste". Unter seinem letzten CEO, Jon Rubinstein, sei Palm ein Misserfolg gewesen. Die Entwicklung des WebOS sei zwar eine ordentliche Techniker-Arbeit gewesen, aber alles andere kam zu spät und war zu wenig.

Palm Pre mit Touchstone | Foto: Palm

War nicht so schön, wie erwartet: Palm Pre mit Touchstone | Foto: Palm

Seine Wiedergeburt durch das neue Betriebssystem habe Palm von Anfang an vermasselt, indem sie sich exklusiv an den drittgrößten amerikanischen Mobilfunkanbieter Sprint banden, dem die Kunden in Scharen davon laufen. Die beiden Großen, Verizon und AT&T, seien wahrscheinlich nicht interessiert gewesen, aber dennoch war die Exklusivbindung zu lang. Spätestens das zweite Gerät, Palm Pixi, hätte bei einem anderen Anbieter erscheinen müssen und das Weihnachtsgeschäft hätte Palm total vergeigt. Verizon konzentrierte damals alle Werbung auf das Motorola Droid, obwohl sie auch Palm-Handys im Angebot hatten, und AT&T konzentrierte sich natürlich auf sein iPhone.

Doch nicht nur Netzbetreiber seien Schuld gewesen. Palm hätte selbst niemals ordentlich rübergebracht, warum jemand ihre neuen Handys kaufen soll, anstatt sich für iPhones, Blackberrys oder Android-Geräte zu entscheiden. Das Palm Pre habe irgendetwas benötigt, das besser ist als bei der Konkurrenz. Aber das habe es nicht gegeben. Eigentlich wollte Palm das Gerät als High-End positionieren und entsprechend viel Geld dafür verlangen. "Aber das Pre war einfach nicht so schön, wie erwartet", schreibt Frommer. Gerade seine Hardware-Tastatur, die eigentlich der große Vorteil gegenüber dem iPhone sein sollte, sei besonders schlecht gewesen. Die größte Lachnummer war dann, als der Gizmodo-Blogger Jason Chen die scharfe Unterkante des Palm Pre verwendete, um damit Käse zu schneiden.

Im weiteren Verlauf seiner Standpauke lässt der Experte sich über die unverständlichen Werbespots, die mangelnde Unterstützung für Software-Entwickler und den unnötigen Zickenkrieg mit Apple über die Synchronisierung mit iTunes aus. Das lang erwartete Palm Pixi bezeichnet er als "besonders lahmes Nachfolgmodell" und kritisiert, dass Palm niemals ein Gerät auf den Markt brachte, dass dem iPod Touch entspricht. Mit so einem "coolen Spielzeug" hätten sie besonders Jugendliche und "Hacker-Typen" anlocken können, denen ein Mobilfunkvertrag bei Sprint zu teuer ist. Gerade Palm, mit seiner langen Geschichte von PDA-Computern ohne Mobilfunk, hätte solche Geräte bauen müssen.

Für die  peinlichsten Auftritte seien aber die Investoren verantwortlich gewesen, besonders Roger McNamee von Elevation Partners. Der habe sich einfach dämlich verhalten, als er im März 2009 behauptete, dass ab 29. Juni jeder iPhone-Besitzer sein Apple-Handy einmottet und gegen ein Palm Pre eintauscht. In Wirklichkeit seien die meisten Nutzer auf das neue iPhone 3GS umgestiegen und Palm musste eine offizielle Börsenmitteilung herausgeben, mit der sie sich von den "übertriebenen Vorhersagen" ihres Investors distanzierten.

Selbst Bono bekommt sein Fett weg in der Zehn-Punkte-Liste von Dan Frommer: Der Sänger von U2 ist einer der wichtigsten Teilhaber von Elevation Partners, aber die Welttournee 2009 ließ er von Blackberry sponsern, "statt seinen Ruhm zu nutzen, um das Palm Pre cool zu machen". Sogar Fernsehwerbung habe er für die Konkurrenz gemacht. Er muss also nicht wundern, wenn sein Geld sich nicht vermehrt hat.

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Kommentare
  1. 10.06.10 22:00 Anonymous (Gast)

    Also ich schneide am liebsten mit meiner Playstation 3 Käse^^

  2. 02.05.10 12:56 me<anonüüm (Gast)
    @anonymous der @jax geschriebn hat

    bist du voll man ? xD
    hd2 resistiv ...

    es ist doch dafür in die geschichte eingegangen als erstes windows mobile mit multitouch und kapazitiven touch ... und du kommt mir hier mit resistiv xDD

    alter komm mal aus deiner höhle raus und schau dich um bevor du jemanden mit deinem stein-wissen versuchst umzuknocken :D

  3. 01.05.10 01:19 sr-ha (Advanced Member)

    informier dich besser mal bevor du hier was schreibst.

    das HTC HD2 hat nen Kapazitiven screen.

  4. 30.04.10 23:03 Anonymous (Gast)
    @ jax667

    [QUOTE=AreaMobile Redaktion;1022418]Der Verkauf von Palm ist keine Erfolgsmeldung. Höchstens für ein paar Spekulanten, die sich am 5. Dezember 2008 eindeckten, als die Aktie des Smartphone-Herstellers ihren absoluten Tiefpunkt von 1,42 Dollar erreichte. Hewlett-Packard (HP) muss jetzt zwar 5,70 Dollar pro Aktie hinlegen, was viermal mehr ist als damals, aber dennoch ist der Kaufpreis von 1,2 Milliarden US-Dollar ein Schnäppchen aus dem Schlussverkauf.[...]

    Lesen Sie den Beitrag: Schelte vom Experten: Warum Palm versagte und an HP verkaufen musste auf AreaMobile.[/QUOTE]

    das htc hd2 hat einen resistiven touchscreen und keinen kapazitiven. allerdings haben sie es hinbekommen aud diesem resistiven trotzdem multitouch einzurichten. das war wirklich neu.

  5. 30.04.10 22:48 Anonymous (Gast)
    ...

    endlich hat es am geschafft eine positive nachricht von plam so umzubauen das es alles nur negativ ist... bravo. macht ruhig weiter mit euren einseitigen apple journalismus.

  6. 30.04.10 22:19 Anonymous (Gast)

    ...ja das video is von iGizmodo, das sagt eigentlich schon alles...

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