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Autor:
Markus Goebel
| | 21

Wegen iPhone und iPad 3G: Nokia verklagt wieder Apple

Der Platzhirsch Nokia will sein Territorium im Mobilfunkmarkt mit allen Mitteln verteidigen. Deswegen verklagt er erneut den Handy-Neuling Apple. Das iPad 3G und die iPhones des kalifornischen Herstellers sollen fünf wichtige Patente von Nokia verletzen.

Wegen iPhone und iPad 3G: Nokia verklagt wieder Apple

Nokia hat erneut Apple verklagt. In seiner Klage vor dem Bundesgericht im US-Staat Wisconsin behauptet der finnische Handy-Hersteller, dass Apple mit den iPhones und dem iPad 3G fünf wichtige Patente verletzt. Dies ist bereits der zweite Gerichtsprozess der von Nokia gegen die kalifornische Firma angestrengt wird. Im Oktober hatten die Finnen eine Klage im US-Bundesstaat Delaware eingereicht, bei der es um zehn Patente für die Funktechniken GSM, UMTS und WLAN ging.

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Apple revanchierte sich darauf hin im Dezember mit einer Gegenklage, deren Inhalt aber nicht veröffentlicht wurde. "Andere Wettbewerber müssen ihre eigenen Technologien entwickeln, statt sie von uns zu stehlen", sagte damals der Chefjustiziar von Apple, Bruce Sewell. Um welche Patente es geht, verriet Apple bis heute nicht.

iPad 3G: Neuer Zankapfel im Streit zwischen Nokia und Apple. | Foto: Apple

iPad 3G: Neuer Zankapfel im Streit zwischen Nokia und Apple. | Foto: Apple

In der neuen Nokia-Klageschrift geht es um Techniken für die Übertragung von Sprache und Daten, die Benutzung von Standortdaten in Handy-Software und um Verbesserungen für Antennen, welche die Leistung erhöhen und den Bau von kleineren Geräten ermöglichen. Diese patentierten Innovationen seien wichtig für Nokias Erfolg.

"Nokia war der führende Entwickler von vielen Schlüsseltechnologien in Mobilgeräten", sagt Nokias oberster Patent-Manager Paul Melin. "Wir gehen diesen Schritt, um die Ergebnisse unserer Pionierarbeit zu schützen und der rechtswidrigen Nutzung von Nokias Innovationen ein Ende zu bereiten."

In den vergangenen 20 Jahren habe der Hersteller 40 Milliarden Euro in seine Entwicklungen investiert und dabei 11.000 Patente zugesprochen bekommen. Der Branchenneuling Apple, der Nokia durch den Erfolg seines iPhone schwer zusetzt, kann sich also noch auf einiges gefasst machen.

Mehr zum Thema: iPad, iPhone, GSM, Smartphone, Smartphones, UMTS, Smartphone-Markt, Tablet-Markt

Quelle: Nokia

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Kommentare
  1. 03.01.11 14:29 hansdampf (Gast)
    wenn man sonst nichts mehr bringt...

    ...dann verklagt man eben die Konkurrenz. Ich bin weisgott kein Apfeljünger und werde es auch nie werden.

    Patentrechte müssen eingehalten werden, keine Frage. Und sollte dem so sein dass Apple diese verletzt hat, so sollen sie auch ordentlich zur Kasse gebeten werden.

    Aber statt mal ein wirklich Innovatives Produkt auf den markt zu bringen und so seinem groß angekündigtem vorhaben (stärker ins Premiumsegment vorzustoßen) VORALLEM ABER den Kundenanforderungen gerecht zu werden, kommt nur Müll aus Finnland.

    Während die Konkurrenz mit schnellen Highend-Boliden aufwartet bringt Nokia einen grobpixeligen, lahmen und völlig am Ziel vorbei entwickelten Kasten alá N8 raus. Dazu noch noch mit Symbian, wo sich einem schon bei dem Namen allein schon die Fussnägel hochrollen.

    Grottiger browser, kaum Arbeitsspeicher und nur wenige Apps. Da würde mir, wäre das mein neues "Topprodukt", auch allmählich der Arsch auf Grundeis gehen.

    Ich kann kaum glauben dass ich früher mal ein richtiger Nokiafan war.

    Mit ihrer Klage gewinnen sie jedenfalls keine Marktanteile zurück.

  2. 10.05.10 17:56 $Pinhead Boy$ (Advanced Member)

    Ich denke Nokia wird schon seine Gründe haben! Glaube auch irgendwie das Apple bei der Gegenklage damals gebluff hat! Ist nämlich komisch das Nokia so ziemlich alle Patente nennt gegen die Apple verstoßen soll, aber Apple hingegen bringt keinen einzigen Grund für eine Gegenklage vor! Zumindest nicht öffentlich!

  3. 10.05.10 17:01 Klosterfritze (Gast)

    Dana: Ja, Nokia ist NOCH Marktführer. Aber der Fall wird richtig weh tun, wenn sich die Jungs nicht bald mal darüber klarwerden, was zählt: Gute Hard- UND Software. In den letzten paar Jahren ging die Verarbeitungsqualität bei Nokia dermaßen den Abhang runter, dass es nur so schepperte. Dafür konzentrierten sich die Finnen auf die Software - gut. Bei Samsung genau umgekehrt: Exzellente Hardware, deren Softwarefehler nach dem Kauf NIE korrigiert werden.
    Und jetzt fängt Nokia mit dem nächsten Schwachsinn an: Akkutausch beim N8 nur noch mit dem Schraubenzieher. Fast so blöde wie bei Apple; da darf man wegen des fest verbauten Akkus jedes Gerät nach anderthalb Jahren (danach sind LiIon-Akkus ausgelutscht) wegschmeißen.
    Es ist einfach nicht nachvollziehbar, wie man in Finnland mit offenen Augen und 100 Patentanwälten im Gepäck ins Verderben rennt.

  4. 10.05.10 15:47 DanaFones (Member)

    Ich sehe das genau so wie mein Vor-Vor-Redner. Wenn Apple wirklich Patente von Nokia verletzt hat, dann ist es nur rechtens, wenn Apple dafür auch zahlt. Das müssen alle anderen schließlich auch: Lizenzen kaufen. Es wäre wirklich eine bodenlose Frechheit, wenn Apple Techniken, an denen Nokia Ewigkeiten gearbeitet hat, für sich beansprucht und womöglich noch den Apfel draufsetzt.

    Davon mal abgesehen ist Nokia immer noch Marktführer. Diese Schwarzmalerei von wegen "Nokia geht den Bach hinunter" ist noch ein wenig verfrüht.

    Gruß
    Dana

  5. 10.05.10 14:50 Anonymous (Gast)

    Wer klaut oder Patentrechte verletzt, der muss, soweit man ihm den Verstoß nachweisen kann, auch zur Verantwortung gezogen werden- ohne wenn und aber! Das ist ein rechtlich grundsätzlicher Fakt. Diese Tatsache zu ignorieren, blos weil die Streitpartein Apple bzw. Nokia sind, ist realitätsfremd!

  6. 10.05.10 14:21 Unknownymous (Gast)

    Um ehrlich zu sein, erfindet Apple sehr wohl viele Finge. Hauptsächlich betrifft dies aber Ergonomie/Bedienung also eher softwareseitig. Ich würde mal behaupten, dass das auch nicht unwichtig ist und so Geschichten wie die clevere Nutzung von Multitouch sind durchaus lobenswert.
    Nokias Patente betreffen Datenverarbeitung und Hardware und da hat Nokia auch ein Recht drauf, je nachdem obs wirklich kopiert wurde oder nur zufällig ähnlich entwickelt wurde, weil man heutzutage schon gucken muss, dass man den Löffel net verbiegt um Uri Gellers Löffelbiege-Patent nicht zu brechen ^^.

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