Die Satellitten-Betreiber Astra und Eutelsat wollen auch Handys mit Fernsehen und Radio versorgen. Ihre Tochterfirma Solaris Mobile bekam jetzt mehrere Lizenzen für die Ausstrahlung der Programme im Standard DVB-SH in Europa zugesprochen.
In Deutschland könnte es bald Satellitenfernsehen fürs Handy geben, das ist in Korea bereits seit einigen Jahren möglich ist. Die Firma Solaris Mobile aus Dublin hat Lizenzen für den Betrieb von Mobile Satellite Services (MSS) mit einer Laufzeit von 18 Jahren für Deutschland, Frankreich und Schweden zugeteilt bekommen. Sie ermöglichen die Übertragung von Sprache und Daten sowie die Ausstrahlung von Fernsehprogrammen und Radiosendern auf mobile Geräte mit dem Übertragungsstandard DVB-SH.
Solaris Mobile ist ein Tochterunternehmen der Satellitenbetreiber SES Astra und Eutelsat. Durch die neuen Lizenzen hat die Firma jetzt sieben Zulassungen in Mitgliedstaaten der Europäischen Union, zu denen auch Finnland, Luxemburg, Italien und Slowenien gehören. "Mit diesen Lizenzen können wir unser Hybridnetz aus terrestrischer und Satelliten-Ausstrahlung aufbauen, um damit die Mobilkommunikation in ganz Europa zu verbessern", sagt der Firmenchef Steve Maine.
Die Abkürzung DVB-SH steht für Digital Video Broadcasting - satellite services to handheld devices, was auf deutsch "Digitaler Videorundfunk über Satellit für Handgeräte" bedeutet. Mit diesem Übertragungsstandard können digitale Rundfunkprogramme mit kleinen Mobilgeräten empfangen werden. Das System besteht aus geostationären Satelliten, die in Ballungszentren mit Repeatern unterstützt werden. Genau wie beim normalen Satellitenempfang muss das Empfangsgerät eine direkte Sicht auf den Satelliten haben. Das erschwert zwar den Empfang in Gebäuden, doch für diesen Fall sollen in Ballungszentren noch Sender mit dem Übertragungsstandard DVB-H bereitstehen. Der Satellitenempfang dient für ländliche Regionen.
Solaris Mobile konnte seine Hybridnetze aufbauen, nachdem sie im Mai 2009 von der Europäischen Kommission ausgewählt wurden, europaweit Dienste in zwei 15-Megahertz-Blöcken des S-Bandes zu betreiben. Das ist ein Frequenzenbereich bei zwei Gigahertz, der für Satelitten und terrestrische Mobildienste reserviert ist. Er liegt gleich neben dem UMTS-Frequenzband für den 3G-Mobilfunk.
Ach Quark. GEZ ist doof ^^
Außerdem, wenn ich ein Handy besitze, egal wie neu es ist, heißt das noch lange nicht das ich damit Fernsehen und/oder Radio empfangen kann. Und GEZ für "neue Medien" muss ich ja nur dann zahlen wenn dies erfüllt wird.
Bald kann jeder der ein Handy besitzt GEZ gleich über die Mobilfunkabrechnung abdrücken.
Das was wieder für GEZ !
Wenns umsonst ist dann ganz nett. Genehmigt.
Kann ich das dann MIt dem nokia n96 empfangen ? das wäre ja mal klasse