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Autor: Markus Goebel | 18.05.2010 - 11:14 | (6)

UNO-Untersuchung: Mobilfunkanbieter zufrieden mit ergebnisloser Hirntumor-Studie

Die weltgrößte UNO-Studie über Gefahren der Handy-Benutzung hat zwar kaum Ergebnisse geliefert, aber die Mobilfunkunternehmen freuen sich trotzdem darüber. Bei der zehnjährige Befragung von 13.000 Patienten mit Gehirntumoren und von gesunden Personen wurde kein erhöhtes Krebsrisiko nachgewiesen.

UNO-Untersuchung: Mobilfunkanbieter zufrieden mit ergebnisloser Hirntumor-Studie

Der Weltverband der Mobilfunkunternehmen, GSM Association (GSMA), begrüßt die Ergebnisse der UNO-Studie über Gehirntumore durch Handys. Sie konnte zwar nicht nachweisen, dass Mobilfunk ungefährlich ist, aber es wurde auch kein erhöhtes Risiko festgestellt. Die Interphone-Studie  wurde von der Mobilfunkbranche gemeinsam mit Regierungen und nationalen Gesundheitsbehörden finanziert und sollte eigentlich Klarheit bringen.

"Die allgemeine Schlussfolgerung eines nicht erhöhten Risikos steht in Übereinstimmung mit den zahlreichen bestehenden Forschungen und vielen Expertengutachten, die durchweg zu dem Ergebnis kommen, dass von Funksignalen, die den internationalen Sicherheitsempfehlungen entsprechen, kein belegtes Gesundheitsrisiko ausgeht", interpretiert der Leiter des Bereiches Forschung und Nachhaltigkeit bei der GSMA, Jack Rowley, die Ergebnisse der Studie. Es sei auch wichtig zu beachten, dass die internationalen Sicherheitsempfehlungen für Mobiltelefone im September 2009 geprüft und tauglich als Schutz aller Personen vor Gesundheitsrisiken befunden wurden. Tumore des Nervensystems seien sowieso selten. Obwohl jedes Jahr 175.000 Personen weltweit daran erkrankten, seien das nur zwei Prozent aller Krebsgeschwulste.

"Keine Sorge!", sagen die Mobilfunkanbieter.

In Deutschland bewerten die Mobilfunkunternehmen die Untersuchung ähnlich. "Als bislang umfassendste epidemiologische Studie zur Frage nach einem möglichen Risiko durch Handynutzung an einem Tumor im Kopfbereich zu erkranken, kommt der Interphone-Studie eine hohe Bedeutung zu", sagt Dagmar Wiebusch, Geschäftsführerin des Informationszentrum Mobilfunk (IZMF), das von den vier deutschen Netzbetreibern getragen wird. "Sie bedeutet eine weitere Bestätigung, dass der Gebrauch von Mobiltelefonen kein erhöhtes Gesundheitsrisiko mit sich bringt." Die Interphone-Studie wurde von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) koordiniert und ist bislang ist die größte internationale Untersuchung über das Thema. Für das Studienprojekt wurden seit Oktober 2000 insgesamt 13.000 Handy-Nutzer aus 13 Ländern befragt.

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Quelle: Tumor
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Kommentare
  1. 19.05.10 11:18 DanaFones (Member)

    Ich denke auch, dass wir Genaueres wirklich erst in ein paar Jahrzehnten wissen werden. Schließlich hieß es auch, dass in der Studie über die jüngste Zielgruppe der Handybesitzer, die Kinder, noch weitere Untersuchungen durchgeführt werden müssen. Unsere Kleinen sind diejenigen, die am meisten telefonieren.
    Was auch beachtet werden sollte: Die Studie ging über die letzten 10 Jahre (wenn mich nicht alles täuscht). In diesem Zeitraum hat sich unser Telefonverhalten jedoch noch mal stark geändert. Würde jetzt nochmal eine Studie über die nächsten 10 Jahre laufen, würde das Ergebnis vielleicht wieder ganz anders aussehen.

    Gruß
    Dana

  2. 18.05.10 12:30 cookieman (Moderator)

    Faszinierend finde ich immer wieder das jeder überall telefonieren oder surfen möchte....

  3. 18.05.10 12:16 Anonymous (Gast)

    falls es auswirkungen haben sollte, werden wir das wohl erst in ein paar jahzehnten feststellen, handys gibt es ja noch nicht sooo lange und günstige Flats für wirkliche vieltelefonierer ebenfalls.


    aber das diese aßgeier von mobilfunkanbieter damit zufrieden sind, habe ich mir schon fast gedacht.

  4. 18.05.10 11:39 the_black_dragon (Advanced Handy Master)

    "Mobilfunkanbieter zufrieden mit ergebnisloser Hirntumor-Studie"

    echt??? die sind zufrieden damit? hätt ich net gedacht!!! :O
    ich dachte die machen nen riesen aufruhr gegen das ergebnis weil sie beweisen wollen wie schädlich ihre handynetze sind und dass sie milliarden in umrüstungen investieren müssen -.-

  5. 18.05.10 11:37 Tamashii (Advanced Member)

    Ganz bestimmt.
    Es gibt doch zu jedem Scheiß eine Studie mit jedem Ergebnis, dass man möchte...

  6. 18.05.10 11:17 Anonymous (Gast)
    iTumor

    Gibt es eigentlich schon eine Studie zum Zusammenhang von iPhone-Besitz und Hirntumor?

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