Die Deutsche Telekom musste bei der Mobilfunkversteigerung sogar noch weniger investieren, als ihr Konkurrent Vodafone. Ihre neuen Frequenzen wird sie vor allem für LTE nutzen, denn mit dem neuen Funkstandard sollen fünf bis zehn Mal höhere Bandbreiten als bisher möglich sein. Das Erlebnis des mobilen Internets werde das gleiche Niveau wie das Surfen zu Hause über DSL erreichen, versprechen die Bonner.
Die Deutsche Telekom ist bei Deutschlands größter Mobilfunkversteigerung billiger weggekommen, als ihr mächtiger Konkurrent Vodafone. Insgesamt gab der Bonner Konzern 1,3 Milliarden Euro aus und sicherte sich damit 96 Megahertz an Spektrum. "Wir sind mit dem Ausgang der Frequenzauktion in Deutschland zufrieden", sagt Niek Jan van Damme, Vorstandsmitglied der Deutschen Telekom AG. "Wir konnten sämtliche Frequenzblöcke ersteigern, die wir für unseren weiteren Netzausbau benötigen."
Damit soll nun der Netzausbau im Mobilfunk vorangetrieben und den Kunden eine bessere Breitbandversorgung ermöglicht werden, vor allem für die stark wachsende Nachfrage nach mobilem Internet seien Kapazitäten erforderlich. Der Erwerb der Frequenzen und der nachfolgende Netzausbau legen nun die Grundlage für die Einführung des neuen Funkstandards LTE (Long Term Evolution), der Bandbreiten von mehr als 100 Megabit pro Sekunde ermöglicht. LTE erzielt deutlich höhere Datenraten als der bisherige UMTS-Standard, der notwendige LTE-Netzausbau ist in den Investitionsplanungen Telekom für Deutschland bereits berücksichtigt.
Internationale Studien rechnen damit, dass der Datenverkehr bis 2013 um den Faktor 60 zunimmt. Künftig würden mit LTE fünf bis zehn Mal höhere Bandbreiten als bisher möglich sein, verspricht die Deutsche Telekom. Für den Kunden werden damit Anwendungen wie IPTV, Online Gaming und Multimedia Services möglich. Das Erlebnis des mobilen Internets werde das gleiche Niveau wie das Surfen zu Hause über DSL erreichen, sagen die Bonner.
Die Telekom hat die Stärken der LTE-Technik bereits mehrfach in der Praxis unter Beweis gestellt. Zuletzt wurden auf der CeBIT mit einer Live-Videoschaltung zwischen dem Messestand und einem fahrenden Auto in Innsbruck grenzüberschreitende mobile Breitbandanwendungen demonstriert. Mobile Videokonferenzen in HD-Qualität zeigten zum Beispiel, wie man sich per Videokonferenz bespricht und gleichzeitig Zugriff auf dieselben Dateien hat.
Im Frequenzbereich der sogenannten Digitalen Dividende, von 790 bis 862 Megahertz, ersteigerte die Deutsche Telekom zwei Blöcke von jeweils zehn Megahertz. Mit diesem Spektrum sollen zunächst ländliche Regionen mit Breitband-Anschlüssen versorgt werden und kurzfristig erste so genannte "weiße Flecken" geschlossen werden. Die Digitale Dividende eignet sich dafür besonders, weil nur wenige Funkstationen benötigt werden. Das neu ersteigerte Spektrum in den übrigen, höheren Frequenzbereichen (1,8 Gigahertz und 2,6 Gigahertz) wird die Deutsche Telekom einsetzen, um ihre Kapazitäten für den steigenden Datenverkehr in den Ballungsgebieten zu erweitern.
Da die Mobilfunkunternehmen die LTE-Frequenzen ja nun viel günstiger bekommen haben als die damals sauteuren UMTS-Frequenzen, hoffe ich, dass LTE-Tarife dann auch entsprechend günstiger werden ...
Das Geld für den DSL-Ausbau kann ja da gewesen sein, allerdings müssen auch die Kommunen einen Teil beisteuern. Und wenn die selbst kein Geld haben, kann eben dort auch nicht Ausgebaut werden.
hab ja keine ahnung aber ich frag mich halt woher nun die telekom das geld nimmt um überall LTE geräte aufzustellen wo doch die ganze zeit auch kein geld da war um die weißen flecken mit dsl zu versorgen???
10 mal mehr Bandbreite und dann sicher noch weniger inklusive Traffic, wie bei den ganzen Firmen so üblich. Also blanke Augenwishcerei weil es ja eh keiner Ausnutzen kann.
wenn sie denn nun auch endlich mal echte Flatrates für Smartphones anbieten und keine die dann gedrosselt werden , wäre dies schon mal ein Schritt in die richtige Richtung.