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Autor: Markus Goebel | 25.05.2010 - 10:19 | (3)

LTE: E-Plus will Funkzellen von Konkurrenten mieten

E-Plus möchte nun doch noch Zugriff auf die begehrten Funkfrequenzen der Digitalen Dividende bekommen. Dafür will Deutschlands drittgrößter Netzbetreiber ein Hintertürchen nutzen. Sie sollen einfach von der Konkurrenz gemietet werden, sagt CEO Thorsten Dirks.

LTE: E-Plus will Funkzellen von Konkurrenten mieten

E-Plus will Funkspektrum bei seinen Konkurrenten anmieten, um doch noch Zugriff auf die begehrten LTE-Frequenzen bei 800 Megahertz zu bekommen. Das berichtet die Nachrichtenagentur Bloomberg. Bei der Frequenzauktion, die am Donnerstag endete, war E-Plus in diesem Sendebereich leer ausgegangen.

Mehr als 500 Millionen Euro wollte der Netzbetreiber nicht ausgeben, um eins der sechs Pakete aus der sogenannten Digitalen Dividende zu ersteigern. Deshalb ließ E-Plus den Konkurrenten O2, Deutsche Telekom und Vodafone am Ende der Auktion den Vortritt. Ob das eine kluge Entscheidung war, muss sich noch herausstellen. Auf jeden Fall spart sie vorerst viel Geld. Während alle anderen Auktionsteilnehmer mehr 1,3 Milliarden Euro investierten, muss E-Plus nur 283,6 Millionen bezahlen.

Jetzt signalisiert Deutschlands drittgrößter Netzbetreiber, dass er gern mit seinen Rivalen kooperieren möchten. Man wolle Funkfrequenzen in Gebieten mieten, wo E-Plus keine ordentliche Netzabdeckung hat. Bei der Auktion ersteigerte E-Plus neue Frequenzen im GSM-Band von 1,8 Gigahertz, im UMTS-Bereich von 2,0 Gigahertz und bei der Frequenz um 2,6 Gigahertz, die meistens für Wimax oder LTE genutzt wird. Sie lassen sich für beliebige Breitbandtechniken nutzen, aber sie können nicht alle weißen Flecken auf dem Land abdecken.

Antenne von E-Plus. | Foto: E-Plus

Antenne von E-Plus. | Foto: E-Plus

Bei der Miete komme es jetzt vor allem auf den richtigen Preis an, sagte CEO Thorsten Dirks der Nachrichtenagentur. E-Plus versorge bereits 90 Prozent der deutschen Bevölkerung mit mobilen Datendiensten über EDGE, UMTS oder HSPA und "für die restlichen Prozent suchen wir eine Netzwerkkooperation für den richtigen Preis". Sein Unternehmen sei absolut auf Deutschland konzentriert, es sei der wichtigste Markt außerhalb der Niederlande, wo die Mutterfirma KPN herkommt.

"Wenn sie auf uns zukommen, werden wir auf jeden Fall mit ihnen reden", sagte Niek Jan van Damme, Vorstandsmitglied der Deutschen Telekom AG, im Interview mit Bloomberg. Sein Unternehmen habe schon oft gezeigt, dass es offen für Kooperationen ist. Deutschlands kleinster Netzbetreiber O2 hatte beispielsweise jahrelang das Netz von T-Mobile mitgenutzt.

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Quelle: Bloomberg
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Kommentare
  1. 25.05.10 13:31 Markus Goebel (Member)
    @ comfreak

    Man kann LTE auf allen bisher genannten Frequenzen betreiben: 800, 900, 1.800 und 2.100. Technisch ist das problemlos möglich. Selbst mit 700 Megahertz und 3.600 gab es schon Testreihen.

    Die Bundesnetzagentur hat erlaubt, dass jeder Anbieter frei entscheiden darf, welche Funktechnik er auf den neu ersteigerten Frequenzen verwendet.

    LTE ist natürlich besonders attraktiv mit 800 Megahertz, weil man damit gut das flache Land versorgen kann. Das ist auch der einzige Bereich, für den sich E-Plus Frequenzen mieten müsste. In den anderen Frequenzbändern haben sie genug eigene Sendelizenzen.

  2. 25.05.10 10:35 Anonymous (Gast)

  3. 25.05.10 10:31 comfreak (Gast)
    800 MHz und LTE?

    Also ihr widersprecht euch aber grob selbst in eurem Artikel oben. Die Frequenzen um 800 MHz sind die der sogen "digitalen Dividende" und die LTE Frequenzen sind die um 2,6 GHz. Ersteres will Eplus per Miete erhalten um die GSM Versorgung auf dem Land zuverbessern, letzteres haben sie ja nun selbst ersteigert und werden LTE selbst ausbauen können. Aber euch trifft (außer beim Abschreiben) keine Schuld: der Bloomberg Artikel den ihr als Quelle nutzt ist schlecht geschrieben und recherchiert.

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