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Autor: Rene Melzer | 07.07.2010 - 19:07 | (8)

EU für mehr Freiheit: Abschottungspolitik von Apple soll abgeschafft werden

Ein neuer Aktionsplan der EU könnte die Abschottungspolitik von Apple beenden. Die EU-Kommissarin für Informationsgesellschaft und Medien, Neelie Kroes, hat die Digitale Agenda für Europa vorgestellt, die den Bürgern den Zugang Informations- und Kommunikationstechnologien erleichtern soll.

EU für mehr Freiheit: Abschottungspolitik von Apple soll abgeschafft werden

Ein neuer Aktionsplan der EU könnte die Abschottungspolitik von Apple beenden. Die EU-Kommissarin für Informationsgesellschaft und Medien, Neelie Kroes, hat die Digitale Agenda für Europa vorgestellt, die den Bürgern den Zugang Informations- und Kommunikationstechnologien erleichtern soll. Das 7-Punkte-Papier sieht unter anderem auch vor, die Standardisierung voranzutreiben und die Interoperabilität zu erhöhen, die Zusammenarbeit verschiedener Systeme und Techniken. Darin heißt es: "Europa muss garantieren, dass neues IT-Zubehör, Anwendungen, Speicher, Datenträger und Dienste überall kompatibel sind."

Wenn nötig möchte die EU-Kommission maßgebliche Unternehmen zwingen, Wettbewerbern Lizenzmodelle anzubieten, wenn ihre Technologien nicht auf Normen basieren. Dieser Passus würde unter anderem auch Apple treffen. Das Unternehmen erlaubt beispielsweise nur dem eigenen Medienplayer iPod die Synchronisation mit der Musiksammelsoftware iTunes und das Abspielen kopiergeschützter Musik. Erst kürzlich hat der Hersteller den Entwicklern von Programmen für das iPhone die Verwendung von Werkzeugen wie der Adobe Creative Suite verboten, mit denen eine einfache Migration von Anwendungen auf unterschiedliche Plattformen möglich ist.

Neelie Kroes, EU-Kommissarin für Informationsgesellschaft und Medien | Foto: EU

Neelie Kroes, EU-Kommissarin für Informationsgesellschaft und Medien | Foto: EU

Nach Ansicht von Kroes beschränke eine solche Abschottung die Wahlmöglichkeiten der Verbraucher in unzumutbarer Weise. wie sie in einem Interview mit dem Medienportal EurActiv klar macht: "Es geht nicht speziell um Microsoft oder andere große Unternehmen wie Apple, IBM oder Intel. Die große Herausforderung ist, dass Konsumenten die Möglichkeit haben müssen, Software oder Hardware-Produkte frei zu wählen." Die Europäische Kommission werde versuchen sicherzustellen, dass Anlagen mit permanenter Verbindungsfähigkeit, wie iPhones, Konsumenten nicht an proprietäre Technologie binden und Innovation nicht erschweren, fügte die Kommissarin hinzu.

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Kommentare
  1. 08.07.10 11:08 Das-Korn (Advanced Handy Profi)

    Ich finde es auch gut... Apple geht meiner Meinung nach in manchen Dingen zuweit und wenn MS nur wegen dem IE verklagt wird, sry... dann kann mal Apple 10x verklagen!

  2. 08.07.10 09:32 BirnenFan (Advanced Member)

    Eigentlich eine tolle Sache. Nur weiß ich nicht, ob es den Leuten in Brüssel bewusst ist, dass sich die Applejünger bewusst von anderen abgrenzen und solche Sachen gerne für einen Apfel eingehen.
    Ansonsten ists geil.
    Teilweise läuft die Standartisierung ja schon bei Speicherkarten und Daten/Stromanschlüssen. Machts auch für den Handel einfacher, weil du dann nicht 10.000 unterschiedliche Ladekabel auf Lager haben brauchst, sondern einfach nur eine Sorte, nämlich Micro-USB.
    Scheen

  3. 08.07.10 08:21 Dr. House (GURU)

    Warum sollte SAS vorbei sein? Apple muss nur eine Disc mit iTunes verpacken IND fertig is! Finde eh ne Frechheit zwangsonline zu sein!

  4. 08.07.10 08:07 m0rb (Newcomer)

    Naja ob diese entscheidung wirklich toll ist...Ich bin zwar Apple Verneiner von tiefster Selle, aber sollte diese Regelung in Kraft treten, dann wird das das Ende von Apples wichtigstem Vorteil allen anderen gegenüber: Das alles immer stabil läuft. Sobald Apple die Pforten für Drittanbieter öffnen muss...ist es aus mit der "mein MAC ist seit 3 Jahren noch nicht einmal abgeschmiert" - Zeit .

  5. 08.07.10 02:03 Frankfurter Knackarsch (Handy Profi)

    "Geile Sach, mal wieder wat vernünftiges aus Brüssel!"

    Klaro, Apple hat auch keine eigene Lobby, um die EU Kommission zu kompromitieren. Anders sieht das in anderen Branchen wie dem Finanzmarkt, Automobilsektor (besonders der VDA macht sich breit),Landwirtschaft, Pharmaindustrie etc aus.

  6. 07.07.10 20:20 M.a.K (Advanced Handy Profi)

    Dem kann ich mich nur anschließen, Standardisierung heißt das Zauberwort dass den Markt noch schneller wachsen lässt, Konkurrenten ihre Produkte noch günstiger auf den Markt bringen können wovon eigendlich nur jeder profitieren kann.

    Geächtet werden in Zukunft Hersteller, die versuchen mit aller Gewalt neue, eigene Standards auf den Markt zu bringen obwohl sie kaum besser sind als die aktuelle weit verbreitete Technologie.

    Alles in Allem, ein Superding!

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