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Autor: Frank Kabodt | 14.07.2010 - 08:47 | (2)

Tablet PCs: Zeitungsverleger erwarten Aufschwung

Die Zeitungsverleger in Deutschland erwarten durch die rasche Verbreitung von Tablet PCs einen Aufschwung für die Verlagsbranche. Durch iPad und Co. erschließen sich neue Vertriebswege für digitale Medien, außerdem erwarten die Zeitungsverleger neben den Verkaufserlösen auch erhöhte Werbeeinnahmen.

Tablet PCs: Zeitungsverleger erwarten Aufschwung

Die Zeitungsverleger in Deutschland erwartet für die kommenden Jahre einen starken Aufschwung. Grund dafür ist die rasche Verbreitung von Tablet PCs. Sie sind nach Meinung des BDZV (Bundesverbandes Deutscher Zeitschriftenverleger) ein wichtiger Teil der Digitalisierungsstrategie. "Elektronische Lesegeräte gehören zu den Hoffnungsträgern der Zeitungsbranche", sagte Dietmar Wolff, Hauptgeschäftsführer des BDZV. Derch die Verbreitung von Tablet PCs wie beispielsweise Apples iPad, das seit einigen Wochen in Deutschland erhältlich ist, werde den Verlagen die Chance geboten, durch digitale Inhalte das klassische Geschäftsmodell der Zeitung zu erschließen: Die Einnahme von Umsätzen durch den Verkauf von digialen Zeitungen und Werbeerlöse. Aktuell befindet sich die gesamte Branche in einer "wichtigen Experimierphase".

Ziel der Verlage soll es sein, auf den neuen "digitalen Plattformen die Beziehung zu ihren Kunden zu behalten", sagte Hans-Joachim Fuhrmann, Leiter der Kommunikation + Multimedia des BDZV. Dabei wollen sie die Verkaufspreise der digitalen Zeitungen ebenso selbst bestimmen, wie die Entwicklung des Anzeigengeschäfts. Demnach müssen alle Verlagsangebote unabhängig von der verwendeten Technik und ohne technische Hindernisse auf allen Plattformen und Endgeräten genutzt werden können.

Nach Meinung von Wolff sei es von existenzieller Bedeutung, eigene Bezahlinhalte im Internet anzubieten und zu verbreiten. Kunden seien demnach bereit, für attraktive und exklusive Inhalte zu bezahlen, zeigten aktuellen Studien. Gefahren sieht der BDZV dagegen durch Internet-Portale der öffentlich-rechtlichen Sender wie tagesschau.de oder heute.de. Die Kunden wird es freuen, denn sie erhalten dort Informationen, die sie auf kommerziellen Websites in Form von Bezahlinhalten kaufen müssten. Der BDZV gibt sich jedoch nicht geschlagen und kündigte an, mit "allen zur Verfügung stehenden juristischen und politischen Mitteln Front gegen diese Praxis machen".

 
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Kommentare
  1. 15.07.10 12:12 Networker (Advanced Handy Profi)

    Und die Job bei den Printmedien gehen immer mehr den Bach hinunter!

  2. 14.07.10 10:05 Noticed (Moderator)

    "Gefahren sieht der BDZV dagegen durch Internet-Portale der öffentlich-rechtlichen Sender wie tagesschau.de oder heute.de. (...) Der BDZV gibt sich jedoch nicht geschlagen und kündigte an, mit "allen zur Verfügung stehenden juristischen und politischen Mitteln Front gegen diese Praxis machen"."

    Dafür zahle ich ja auch GEZ. Wenn die damit durchkommen sollten (was ich doch sehr bezweifle), sollte die GEZ auf Computer auch abgeschafft werden!

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