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Autor: Stefan Schomberg | 28.07.2010 - 12:56 | (18)

iPhone 3GS: Sicherheitslücke entlastet angeblichen Vergewaltiger

In Sydney wurde ein Mann durch die Wiederherstellung gelöschter Daten von seinem iPhone 3GS vom Vorwurf der Vergewaltigung freigesprochen. Ein Spezialist konnte die Informationen wegen einer Sicherheitslücke beim Apple-Handy retten und dem Angeklagten so helfen.

iPhone 3GS: Sicherheitslücke entlastet angeblichen Vergewaltiger

In der australischen Weltstadt Sydney wurde der Vorwurf der Vergewaltigung gegen einen Mann fallengelassen, nachdem gelöschte Nachrichten aus seinem iPhone 3GS wieder hergestellt werden konnten. Das schreibt der Sydney Morning Herald. Sie bewiesen, dass die 18-jährige, die den wohlhabenden älteren Mann angezeigt hatte, ein Verhältnis mit ihm hatte. "Nochmal danke für den wundervollen Tag! Süße Träume, ich vermisse dich!" lautete eine Textnachricht vom 24.07.2009, an dem die angebliche Vergewaltigung stattgefunden haben soll.

Bis zu den schwerwiegenden Vorwürfen hatte der Hundezüchter und Geschäftsmann nebenbei bei der katholischen Kirche gearbeitet und dort mehr als 100.000 australische Dollar, umgerechnet etwa 70.000 Euro in drei Jahren verdient. Durch die Anzeige verlor er diesen Job und durfte die Kirche nicht einmal mehr zum Beten betreten. Die Polizei beschlagnahmte außerdem einen Zucht-Schäferhund im Wert von 20.000 Dollar als Beweismaterial und das Ansehen des Angeklagten wurde wegen des angeblichen Vergehens zerstört.

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Datenspeicherung ohne das Wissen des Nutzers einmal als Segen: Das iPhone 3GS diente als Beweis für die Unschuld eines zu Unrecht der Vergewaltigung beklagten Mannes aus Sydney | Foto: Hersteller

Sein Anwalt beauftragte den Überwachungsspezialisten Gary Coulthart, verloren geglaubte Daten aus dem Handy des Angeklagten zu retten. Der ehemalige Polizist einer Spezialeinheit konnte mehr als 300 gelöschte Nachrichten und Anrufprotokolle aus dem Speicher des Apple-Handys wiederherstellen. Mit deren Hilfe wies der Anwalt eine dreimonatige Beziehung zwischen dem vermeintlichen Opfer und seinem angeblichen Peiniger nach.

Mit dem sogenannten Keylogger merkt sich das iPhone jeden Tastendruck und erstellt außerdem ständig Screenshots, so können Texte, aber auch Geodaten aus Fotos noch bis zu 12 Monate nach ihrer Löschung ausgelesen werden. Die Anklage wurde fallen gelassen und die junge Frau zur Zahlung von über 30.000 australischen Dollar Prozesskosten verdonnert. Der zu Unrecht Beklagte überlegt jetzt zivilrechtliche Schritte gegen Polizei, Kirche und Klägerin.

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Kommentare
  1. 29.07.10 12:55 spain (Member)

    hhhmmm...schon sehr interessant mit dem keylogger. haben das nicht alle aktuellen smartphones???

  2. 28.07.10 18:21 RichCore (Handy Profi)

    @Rocketchef

    Also wenn ich das richtig verstanden habe ist das sowas wie der Weiße Streifen der einem sagt ob das Handy nass geworden ist oder nicht. Das hat aber mittlerweile fast jedes Handy. Und na klar wenn das Handy nass wird hat man keinen Anspruch auf Garantie. Das ist doch ganz normal.

    Ich möchte aber nochmal klarstellen das ich kein iPhoneanhänger bin sondern einfach ein iPhone besitze. Woher du das weißt Hmm vielleicht weil du a) denken und Schlussfolgerungen ziehen kannst und b) weil ich es auch schon oft genug hier geschrieben habe. Anhänger hört sich so nach Sekte an und ich hasse Sekten ;)

  3. 28.07.10 17:04 RocketChef (Youngster)

    @RichCore:
    Der Feuchtigkeitssensor ist mehr sowas wie ein Schwangerschaftstest den es schon einige Zeit gibt - komisch, dass dir das als offensichtlicher iPhone-Anhänger (woran man das wohl sieht?!) noch nie über den Weg lief... http://www.wired.com/gadgetlab/2007/10/iphone-water-se/ Aber ist natürlich genauso akkurat, wie alles von denen: http://www.ilounge.com/index.php/news/comments/apple-sued-over-iphone-moisture-sensors/

  4. 28.07.10 16:06 RichCore (Handy Profi)

    @gtdriver87

    Beweise? Selbst das mit dem Keylogger glaub ich net. Ich Wette es wurden einfach die gelöschten SMS hergestellt.

    Wenn das iPhone nen Feuchtigkeits und Temperatursensor eingebaut hätte dann wurde Apple damit werbung machen oder es würde zumindest Apps geben die darauf zugreifen könnten. Sowas im iPhone würde es aufjedenfall besser machen. Aber wie gesagt ich glaub nicht das es so ist bis ich Beweise gesehen hab!

  5. 28.07.10 13:45 ullumulu (Expert Handy Profi)

    hat man sich irgendwo damit einverstanden erklärt das dies alles Ausgelesen werden kann!?

  6. 28.07.10 13:31 gtdriver87 (Member)

    20 mio iPhone Usern werden ja nicht permanent überwacht.....es ist aber Fakt das Apple absolut alles auslesen kann! Sie haben ja sogar in das iPhone 4 Sensoren für Stöße, Temperatur und Feuchtigkeit eingebaut.......na dann versucht mal noch einen Garantieanspruch zu bekommen......

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