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Autor: Andreas Seeger | 27.08.2010 - 12:50 | (4)

Blackberry-Verbot in Indien: RIM verweigert Zugang zu E-Mail-Servern

Im Streit um die Offenlegung des E-Mail-Verkehrs hat der Blackberry-Anbieter RIM der indischen Regierung einen Kompromissvorschlag unterbreitet, der die drohende Abschaltung aller Blackberry-Dienste in Indien bis zum 31. August verhindern soll. Daraus geht hervor, dass RIM der Regierung keinen Zugang zu seinen Servern gestatten wird.

Blackberry-Verbot in Indien: RIM verweigert Zugang zu E-Mail-Servern

Im Streit um die Offenlegung seines E-Mail-Verkehrs hat der Blackberry-Anbieter RIM der indischen Regierung einen Kompromissvorschlag unterbreitet, der die drohende Abschaltung aller Blackberry-Dienste in Indien bis zum 31. August verhindern soll. Deutlich wird, dass RIM der Regierung keinen Zugang zu seinen Servern gestatten wird.

Das Angebot von RIM sieht zwar die Möglichkeit zum Mitlesen von E-Mails vor - aber nur unter Kontrolle von einem neu geschaffenen Industrieverband, dem der Blackberry-Hersteller vorsteht. RIM nennt keine Namen der weiteren Mitglieder, aber wenn man die parallel zu dem Kompromissvorschlag veröffentlichten Erklärungen zur wirtschaftlichen Notwendigkeit von Datenschutz und abgesicherten Kommunikationsstrukturen durchliest, dann wird schnell klar, wen der Blackberry-Hersteller im Auge hat: Google, Skype und andere Anbieter von digitaler Kommunikation. Auch sie stehen bereits unter Druck, die Daten ihrer Kunden für die indischen Behörden offen zu legen. RIM hofft also auf mächtige Verbündete, um Indien zu einem Kompromiss zu bewegen.

Der neue Industrieverband soll den "rechtmäßigen Zugang der Strafverfolgungsbehörden" betreuen und dabei gleichzeitig "die Sicherheitsbedürfnisse von Unternehmen und Organisiationen bewahren". Wenn die indische Regierung diesem Vorschlag zustimmt, dann könnte er auch für andere Staaten zum Vorbild werden. Denn RIM sieht sich nicht nur in Indien mit Behörden konfrontiert, die mitlesen wollen, sondern auch in den Vereinigten Arabischen Emiraten und in Saudi Arabien. Die Agumentation dieser Länder ist immer gleich: Terroristen nutzen den verschlüsselten E-Mail-Verkehr für ihre Zwecke, daher ist eine Überwachung dringend erforderlich.

Doch selbst mit Unterstützung von RIM wird es schwer für Dritte, die Nachrichten zu lesen. Denn wie der Push-E-Mail-Anbieter betont, gibt es keinen einfachen Zugang zu verschlüsselten Nachrichten, die über Blackberry Enterprise Server (BES) laufen. Die Sicherheitsarchitektur von BES sei ohne Master Key oder Back Door konzipiert, auch RIM selbst habe keinen Schlüssel.

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Kommentare
  1. 28.08.10 15:46 villain (Member)
    "... sei ohne Master Key oder Back Door konzipiert,..."

    wers glaubt!

  2. 27.08.10 13:46 Die-Tec (Handy Profi)

    an sich find ich lustig das die behörden in europa rim nicht wollen weil es ihnen zu unsicher ist, da der verkehr über die RIM server läuft, anderseits die arabischen länder meckern es wäre zu sicher.

    confused world ... aber naja .. versteh schon das es da terror netztwerke einfach haben .. aber seien wir ehrlich, selbst wenn die da mitlesen können, es gibt noch 100 andere möglichkeiten sich abzusprechen .. und wenns nen schlichter brief ist der persöndlich überbracht wird o.O

  3. 27.08.10 13:32 Bockwurst
    Sehr gut!

    Ein Sicheres System aufbohren, damit dritte Mitlesen können. Wo besteht dann noch der Sinn am Entwickeln eines sicheren Systems?

  4. 27.08.10 13:05 AMisBlind (Member)

    Hoffentlich wollen die den scheiß nich auchnoch in Europa, USA usw. durchsetzen!
    Wenn ich bei uns die ganzen Politiker sehe die kein plan von EDV haben und irgendwelche Hirnverbranten Gesetze wollen...

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