Das Unternehmen Globalfoudries hat einen Chipsatz für Smartphones, Tablets und andere Mobilgeräte angekündigt, der Taktraten bis zu 2,5 Gigahertz erlaubt. Durch die Verwendung eines Dual-Core-Prozessore und die Fertigung im 28-Nanometer-Verfahren wurde außerdem der Stromverbrauch deutlich gesenkt.
Das Unternehmen Globalfoudries hat einen Chipsatz für Smartphones, Tablets und andere Mobilgeräte angekündigt, der Taktraten bis zu 2,5 Gigahertz erlaubt. Basis ist das Design des ARM Cortex A9 Dualcore-Prozessor, wie die Technik-Website brightsideofnews.com berichtet. Die Fertigung erfolgt im 28-Nanometer-Verfahren, der neue Chip ist dadurch gleichzeitig stromsparender, als bisherige Lösungen, die im 45-Nanometer-Verfahren hergestellt werden. Die Produktion übernimmt die Chip-Fabrik in Dresden, erste Exemplare sollen noch vor Ende 2010 ausgeliefert werden.
Die bisher schnellsten Chipsätze stammen vom Hersteller Qualcomm und bieten eine Taktrate von maximal 1,5 Gigahertz. Erste damit ausgestattete Geräte sollen früheren Meldungen zufolge bereits zu Weihnachten auf den Markt kommen. Wie die Globalfoundries-Lösung hat auch der Chip von Qualcomm einen Dual-Core-Prozessor. Beide Kerne können unabhängig voneinander agieren. Wird nur einer gebraucht, lässt sich der andere komplett abschalten. Der Stromhunger konnte im Vergleich zu Chips mit nur einem Kern um 30 Prozent gesenkt werden.
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Du bist nicht dabei?Globalfoundries ist lediglich der Produzent der Chips, wie etwa TSMC. Hauptanteilseigner ist meines Erachtens ein Staatsfond aus Abu Dhabi.
Ich würde jetzt mal frei aus dem Bauch heraus behaupten, dass sämtliche x86 CPU-Kerne mehr Transistoren aufweisen als die ARM-Kerne, weshalb es leichter sein sollte letztere mit vernünftigen Ausbeuten aus den neuen Herstellungsprozessen zu bekommen.
In Smartphones wären XCores und solche Taktraten sinnfrei, aber für hochauflösende Tablets sicher ein Segen. Und nebenbei dient es ARM beim Schwanzvergleich mit intel Atom.
Eins verstehe ich nicht, warum für jede neue Prozess Generation immer zuerst ARM SoCs hergestellt werden? Sind die simpler herzustellen als bspw Desktop CPUs/GPUs? Kann ich mir nicht vorstellen. GF gehört doch zum Großteil AMD und AMD hat mit ARM nix am Hut. Die ersten 28nm Chips von AMD selbst wie die kommende Fusion APU, also CPU+GPU, sollen dagegen erst in Q2/Q3 2011 vom Band laufen.
Und ausserdem kann ich mir nicht vorstellen das der Akku verbrauch dadurch gesenkt wird,ihr könnt mich gerne verbessern da ich mir nich sicher bin!
Was bringen den bitteschön 2,5 Gigaherz?
Die glaube, die meinen das die bedienung von Smartphones dann noch flüssiger läuft oder?
Ist der MHz-Wahn nun auch bei den Smartphones ausgebrochen? Was würden denn diese 2,5 GHz bringen, wenn der Dresdner Hersteller eine dermaßen ineffiziente Architektur entwickelt hat, dass der Chip letztendlich weniger als die Qualcomm-Modelle leistet?
@salamanca
Das habe ich mir im nachhinein auch gedacht, weil die ARMs kleinere Die-Flächen haben und entsprechend die Ausbeute pro Wafer, gegenüber den voluminöseren X86 höher ist.
Andererseits werden afaik ARMs auch nur im sog. Bulk-Silizium Verfahren, was besagte 28nm erreicht hat, gefertigt, im Gegensatz zum komplexeren aber effizienteren SOI Verfahren, die GF bei den X86 Prozessoren einsetzt, wo sie noch an 32nm arbeiten, so auch, an der Stelle korrigiere ich mich mal, die angekündigte Fusion APU.