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Autor: Rene Melzer | 20.10.2010 - 14:24 | (62)

Anti-Apple-Front: Google und RIM antworten auf Steve Jobs' Tirade

Apple-Chef Steve Jobs wetterte am Dienstag auf einer Investoren-Konferenz gegen Android und Blackberry. Das Google-Betriebssystem sei nicht offen und zudem extrem fragmentiert. Der Blackberry-Hersteller RIM müsse sich bei der Software mehr anstrengen. Die Reaktionen ließen nicht lange auf sich warten.

Anti-Apple-Front: Google und RIM antworten auf Steve Jobs' Tirade

Apple-Chef Steve Jobs wetterte am Dienstag auf einer Investoren-Konferenz gegen Android und Blackberry. Das Google-Betriebssystem sei, anders als behauptet, nicht offen. Außerdem bemängelte er die Zersplitterung von Android. Zu Blackberry bemerkte er, der Hersteller RIM "müsse aus seiner Komfort-Zone heraustreten" und versuchen, ein Software-Unternehmen zu werden. Sonst werde er nie so erfolgreich, wie Apple. Die Reaktionen auf die Jobs-Tirade ließen nicht lange auf sich warten.

Am schnellsten antwortete Android-Chefentwickler Andy Rubin. Durch Jobs ließ er sich zu seinem ersten und bisher einzigen Twitter-Eintrag hinreißen. Darin heißt es kryptisch: "the definition of open: mkdir android ; cd android ; repo init -u git://android.git.kernel.org/platform/manifest.git ; repo sync ; make." Die Linux-Befehle heißen übersetzt soviel wie, jeder könne den Quellcode von Android herunterladen und sein eigenes System bauen, so The Register. Durch den frei verfügbaren Quellcode sei das Smartphone-Betriebssystem von Google per Definition offen.

Blackberry Playbook | Foto: Hersteller

7-Zoll-Tablet Blackberry Playbook | Foto: Hersteller

Samsung Galaxy Tab / Foto: Hersteller

7-Zoll-Tablet Samsung Galaxy Tab / Foto: Hersteller

 

Um die Herausforderungen zu erläutern, vor denen die Entwickler durch die Fragmentierung von Android stehen, benutzte Steve Jobs die Anwendung TweetDeck als Beispiel. Der Entwickler musste seine Software auf über 100 verschiedene Versionen von Android anpassen, erklärte der Apple-Chef. Das  stimmt zwar, wie TweetDeck auf seiner Website zugibt. Es ist aber nach Aussage von Iain Dodsworth, Chef des Entwicklerstudios, gar nicht so schwer, wie von Jobs dargestellt. Gerade einmal zwei Mitarbeiter hätte das Unternehmen für die Entwicklung von TweetDeck für Android eingesetzt.

Auch RIM-Chef Jim Balsillie antwortete auf die Jobs-Attacke. Im Unternehmensblog erklärt er, die aktuellen Zahlen zeigen, wie erfolgreich das Unternehmen am Markt positioniert sei. RIM habe in fünf aufeinander folgenden Quartalen einen Verkaufsrekord nach dem anderen aufgestellt. In diesem Quartal liefere der Blackberry-Hersteller 13,8 bis 14,4 Millionen Geräte aus. Er fügt hinzu, dass "allen, die außerhalb des Apple Distortion Field leben, klar ist: 7-Zoll-Tablets werden einen großen Teil des Marktes besetzen". Außerdem betont er, wie wichtig Flash von Adobe für die Endkunden sei. Nur so hätten sie die "echte" Internet-Erfahrung. RIM stellte vor Kurzem das Blackberry Playbook vor, ein Tablet mit 7-Zoll-Display und voller Flash-Unterstützung.

"Viele Kunden haben es satt, von Apple erzählt zu bekommen, was sie zu denken haben", giftet Balsillie weiter. Das geschlossene System nütze vor allem Apple und weniger den Nutzern.

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Kommentare
  1. 21.10.10 16:14 pixelflicker (Handy Master)

    > Naja-die Wahrnehmung als "niveauvoll" liegt auch immer auf der Seite der
    > sich der Bewertende häher fühlt ;-))

    Das ist Käse, Niveau ist keine Frage der Auslegung. Klar sieht jeder anders was ihm gefällt, aber Niveu ist eine feste Größe, die nicht vom Standpunkt abhängt.
    Was Steve gesagt hat war niveaulos, auch das von Nokia und Ballmer. Das Google hier nicht groß geantwortet hat sondern nur mit einem kurzen post, der alles sehr gut auf dem Punkt bringt und nur von denen verstanden wird die wirklich etwas Ahnung haben fand ich sehr gut, ob das niveau hatte mag ich nicht beurteilen, jedenfalls war das Niveau höher als das von Jobs aussage, weil sich Google nicht zu einer Streiterei hinreißen lies, wie es damals Adobe gemacht hat.

  2. 21.10.10 10:09 nohtz (Handy Master)

    wobei das in der politik bei den amis(Palin, O'Donnell) noch viel schlimmer ist, als mit der technik :-)

  3. 21.10.10 09:48 Birk (Expert Handy Profi)

    Lafontaine ist (war) nicht so schrill, wie er von den Medien immer geschrieben wurde. Ich mag Lafontaine als Person nicht besonders, aber ich empfinde Westerwelle als deutlich schriller.

    Ab hast schon recht, es geht ums Klientel. Ich denke halt, je fanatischer und irrationaler, desto eher mag dieses Klientel schrille Töne (Siehe Palin in den USA).

    Die "Mitte" (was immer das ist) mag es eher etwas "seriöser".

    Gilt beim Technikkauf, wie in der Politik.

  4. 21.10.10 09:39 nohtz (Handy Master)

    der oskar ist rhetorisch ein begabter, der auch sagt, was man gerne hört.
    wie das ganze dann auch finanziert werden sollte sagt er aber selten

  5. 21.10.10 09:27 bocadillo (Advanced Handy Master)

    Und was ist dann mit lafontaine.......;-))) Gehta uach ums Klientel das man ansprechen will

    btt

  6. 21.10.10 09:10 Birk (Expert Handy Profi)

    "Ist doch in allen Bereichen so...im Sport....Schumacher seinerzeit vs Hakkinen..beim Boxen....Atomkraft vs Winmdenergie, CDU vs SPD etc pp"

    z.B. in der Politik sind die schrillen Töne auch oft nicht zielfördernd. Nicht umsonst ist jemand wie Guttenberg sehr beliebt und jemand wie Westerwelle unbeliebt.

    Aber nun wirds OffTOpic. :-)

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