Das Handy im Ausland kann eine teure Sache werden - hauptsächlich wegen hohen Roaming Gebühren. Jetzt sollen sie bereits 2011 abgeschafft werden, um die Handynutzung im Ausland günstiger zu machen.
Wer mit dem Handy im Ausland telefoniert, zahlt je nach Fall teure Roaming-Gebühren. Nachdem das EU-Parlament die Anbieter bereits gesetzlich verpflichtet hatte, internationale Telefonate günstiger zu machen, sollen die Gebühren für das Roaming im Jahr 2015 endgültig entfallen. Dann wird auch die Nutzung eines Handys im Ausland wesentlich günstiger. Der liberalen EU-Abgeordneten Silvana Koch-Mehrin dauert das zu lange: Sie fordert, eine Abschaffung der Roaming-Gebühren bereits im nächsten Jahr durchzuführen.
Deshalb hat sie sich an den Industrieausschuss des EU-Parlaments gewandt, um die Forderung an die Kommission umzusetzen. Das Nutzen des Handys im Ausland könnte also bereits im Jahr 2011 günstiger werden. Koch-Mehrin dazu im "Hamburger Abendblatt": "Es ist jetzt an der Zeit, die Roaming-Gebühren innerhalb der Europäischen Union abzuschaffen und einen einheitlichen Binnenmarkt für Telekommunikationsdienstleistungen zu schaffen".
Demnach seien Roaming-Gebühren bei Nutzung des Handys im Ausland ein 20 Jahre altes Relikt, welches angesichts der rund 500 Mobilfunknutzer endlich abgeschafft werden müsste. "Da war das Handy noch etwas Exklusives für wenige Teilnehmer.", so Koch-Mehrin. Außerdem herrscht der Abgeordneten zu wenig Wettbewerb zwischen den Anbietern. Preissenkungen, die das Telefonieren im Ausland bis dato vergünstigt haben, seien hauptsächlich durch EU-Verordnungen zustande gekommen.