Neue UMTS-Flatrates von Vodafone könnten bisherige Tarifmodelle ummodeln: Anstatt eine maximale Bandbreite anzubieten, soll die maximale Geschwindigkeit einer UMTS-Flat vom Preis abhängen.
Kürzlich wurden die UMTS-Flatrates von Vodafone erst mit einer maximalen Bandbreite von 7,2 Megabit pro Sekunde ausgestattet. Doch in Zukunft könnte sich das Tarifmodell des neuen Marktführers im Mobilfunkbereich komplett wandeln: Anstatt einer maximalen Geschwindigkeit bei unterschiedlichen UMTS-Flatrates könnte die Bandbreite an die monatliche Gebühr gekoppelt werden. So sind zum Beispiel Tarife für Einsteiger mit niedrigen und solche für Vielnutzer und Geschäftskunden mit sehr hohen Bandbreiten denkbar.
Die neuen UMTS-Flats sollen nach Berichten des "Focus" noch in diesem Weihnachtsgeschäft in Kraft treten. Schon im vergangenen Sommer gab es Testanläufe, die das finale Tarifmodell der neuen UMTS-Flatrates in etwa widerspiegeln könnten. So gab es unter anderem ein Angebot für Gelegenheitssurfer, bei dem die maximale Bandbreite bei 3,6 Megabit pro Sekunde lag. Bei teureren UMTS-Flatrates plant man Geschwindigkeiten von bis zu 21,6 Megabit pro Sekunde. Zu welchem Preis und in welchem Gebieten diese verfügbar sein sollen, bleibt indes noch unklar. Allerdings wird vermutet, dass die verschiedenen Tarifoptionen zwischen 15 und 50 Euro kosten werden.
Mit den neu strukturierten UMTS-Flatrates will Vodafone auch in Zukunft keine Garantie für Bandbreiten geben. Mit diesem Schritt soll vor allem die Netzneutralität gewahrt werden, deren Missachtung dem Anbieter zuletzt noch vorgeworfen wurde.