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Autor: Benjamin Gehrmann | 29.11.2010 - 12:14 | (145)

Wieder App-Zensur: Apple sperrt Android Magazin aus

Im Kampf von Apple um einen App Store ohne anstößige und fehlerhafte Software werden auch schon mal Programme verboten, die in keine der beiden Kategorien fallen. Neuestes Beisiel ist das dänische Magazin Android Magasinet. Anscheinend kann Apple es nicht ertragen, ein Programm auf seiner Download-Plattform anzubieten, das sich mit dem konkurrierenden Smartphone-System Android beschäftigt.

Wieder App-Zensur: Apple sperrt Android Magazin aus

Apple verbietet Android-Magazin im App Store | Foto: Mediawatch.dk

Die strenge Kontrolle von Apple im App Store und die oftmals daraus resultierende Zensur bestimmter Programme ist in vielen Fällen sinnvoll. Mitunter sind die Entscheidungen des iPhone-Herstellers allerdings kaum nachvollziehbar. Zu letzterem gehört die neueste Blockade-Aktion, die das Android-Magazin (Android Magasinet) des dänischen Verlagshauses Mediaprovider trifft. Wie der Name schon sagt, werden in dieser Publikation Themen rund um das Betriebssystem von Google behandelt.

Brian Dixen, Geschäftsführer von Mediaprovider, wurde telefonisch über die Ablehnung seiner Software informiert. Als Begründung erklärte der Apple-Mitarbeiter: "Wissen Sie...Ihr Magazin behandelt nur Android-Themen...so etwas können wir nicht für den App Store zulassen."

Brian Dixen ist jetzt richtig wütend. In seinen Augen hat Apple hier eine klare Grenze überschritten. "Was passiert, wenn wir demnächst eine Zeitung über Mobiltelefone im Allgemeinen für den App Store anbieten und ein Thema davon Android wäre?"

Sein Verlag bringt auch ein iPhone-Magazin heraus (iPhone Magasinet), das problemlos für den App Store zugelassen wurde.

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Quelle: Mediawatch via electronista
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Kommentare
  1. 30.11.10 23:34 e.y.

    rassismus auf ner neuen ebene oder was geht hier vor?
    teilweise kann ich die sperre verstehen und teilweise denke ich mir dann doch dass es unverschämt ist...

  2. 30.11.10 10:41 IM Carlos (Advanced Member)

    @pixelflicker: Und Apple-User haben zu viel Geld. Letztens bei Gravis hat sich doch tatsächlich jemand für sein altes 10.4. MacBook eine OS-Upgrade auf 10.6 und ein Speicherupgrade von 1 auf 2GB aufschwatzen lasen. Kostenpunkt: 380 EUR (!) Hätte er sich Speicher und OS selber gekauft und selber installiert, dann wär er viell. bei 80 EUR gelandet. Am liebsten hätt ich ihn laut ausgelacht, aber ich war nachihm dran und wollte noch einen KVA für die Versicherung, da hab ich nur fassungslos dreigeschaut. Hätte er sein altes MB bei ebay verkauft, dann er mit dem Geld und 380 EUR auch locker ein nagelneuer Unibody-MB gekriegt.

    Fazit: Manche Apple-User haben echt mehr Geld als Verstand.

  3. 29.11.10 23:30 pixelflicker (Handy Master)

    Genau das meine ich ja und eben das ist auch stark verantwortlich für die Verbreitung von Windows. Aber Apple-User sind halt nun mal hauptsächlich Heimuser, die keine Ahnung vom Unternehmenseinsatz haben. Das ist nichts schlechtes, jeder kennt sich in seinem Gebiet aus, aber man darf halt nicht den Fehler machen und nur seine Nutzergruppe als Wichtig ansehen.

  4. 29.11.10 22:06 Birk (Expert Handy Profi)

    >> Den hohen Marktanteil auf die qualität von windows zu schieben ist einfach absoluter Blödsinn.
    > Natürlich ist es das und das tut auch keiner.

    Umgekehrt werden die guten Verkäufe von iOS-Geräten immer sehr gerne als Beweis für deren Qualität hingestellt. Die Wirklichkeit ist natürlich in beiden Fällen komplizierter.

    > Und im Unternehmenseinsatz ist der Mac sowieso unbrauchbar,
    > weil er dafür essenzielle Funktionen gar nicht unterstützt.

    Auch wenn das hier wirklich nichts zu suchen hat, ist dies ein Punkt der leider vielfach von Heimnutzern übersehen wird. z.b bei den Servern. Gegen die gute zentrale Administration von Windowssystemen (GPO, Rechtevewaltung mit AD) fallen Mac OS Systeme (mit Mac OS X Servern) stark ab. Dazu kommt, dass Mac OS X Server im Grunde nur eine Ansammlung verschiedener Open Source Anwendungen (MySQL, Apache Web Server, Dovecot IMAP Server, etc.) ist, die unter einer gemeinsamen Mac OS Oberfläche laufen. Da kann man gleich eine kostenfreie Linux-Distribution nehmen. Ok, ich schweife ab. *G*

  5. 29.11.10 21:41 Sony Ericsson FAN (Handy Profi)

    jaja, so ist das ebend mit Apple,die haben ebend die scheuklappen auf, und haben Angst vor der Konkurenz! :-)

  6. 29.11.10 20:15 Macianer (Gast)

    @ IM Carlos: >>z.B. iTMS, zum Beispiel Tablet-Markt und dazugehörige Distributionen (wie das Android-Mag).
    Dass sie auch ncoh mit Abstand die meistens MP3-Player verkaufen sei erwähnt, aber nicht in die Wagschale geworfen, weil das nicht unmittelbar Einfluß auf allgemeine Verfügbarkeit von Content hat.
    Der Punkt ist: 'Content is King'.<<

    Ah, okay, verstehe, was Du meinst.
    Ja, der ITMS ist in Sachen Musik sicher deutlicher Marktführer auch in DE, hat allerdings m.E. mit Amazon, Musicload und vielleicht sogar Ovi Music 3 zumindest vom Sortiment potente Mitbewerber.



    >>Der der das Sagen über den Content hat, weil er den meiten davon umsetzt hat halt eine größere Verantwortung. In den angegebenen Fällen fällt die Rolle noch Apple zu.<<
    Okay. Einverstanden. Eine moralische Verantwortung sehe ich auch. Eine Verpflichtung zum Handel mit allem, was Musiker oder App-Entwickler sich so ausdenken, kann ich jedoch beim besten Willen nicht erkennen.

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