Apples App Store für den Mac steht jetzt zum Download via Softwareupdate bereit. Nach dem rund 115 Megabyte großen Paket und einem Neustart des Systems findet man den neuen, digitalen Shop für Programme automatisch im Dock wieder. Für den App Store sind zum Start rund 1.000 Programme verfügbar.
Der App Store für den Mac ist da! | Foto: Apple
Apples App Store für den Mac steht jetzt zum Download via Softwareupdate bereit. Nach dem rund 115 Megabyte großen Paket der OSX-Version 10.6.6 und einem Neustart des Systems findet man den neuen digitalen Shop für Programme automatisch im Dock wieder. Die System-Version Snow Leopard ist zwingende Voraussetzung für den neuen App Store. Zum Start sind rund 1.000 Programme verfügbar, darunter auch hauseigene Anwendungen wie iLife 11 (iPhoto, iMovie und Garage Band kosten jeweils 11,99 Euro) oder iWork, von dem sich Pages, Numbers und Keynote für 15,99 Euro pro App herunterladen lassen.
Natürlich drängen auch unzählige Anwendungen kleinerer Entwicklerteams in den neuen App Store. Darunter befinden sich einige Kultspiele wie zum Beispiel Angry Birds, die das ansonsten dünne Spiele-Portfolio des OSX auch in Zukunft weiter stärken dürften. Die meisten Apps im Store sind kostenpflichtig, aber es gibt auch Gratisinhalte, zum Beispiel das gelungene Twitter for Mac. Wie beim iPhone lassen sich die Programme mit einem Klick herunterladen - sofern man sich mit seiner Apple-ID angemeldet hat. Neu-Software wird automatisch im Dock abgelegt. Besonders praktisch: Durch die integrierte Update-Funktion lassen sich mehrere Apps auf einmal bequem auf den neuesten Stand bringen.
Im Moment hat der App Store für den Mac noch ein paar Startschwierigkeiten. Anwender berichten über einen "unbekannten Fehler (100)", der den Download blockiert. Auch Screenshots in der Produktbeschreibung werden ab und an nicht angezeigt. Nach mehreren Anläufen funktioniert die Software auf unseren Systemen mittlerweile aber weitestgehend fehlerfrei.
Für Entwickler ist zu beachten, dass Apple auch hier wieder die gewohnten 30 Prozent vom Verkaufspreis einsackt. Ferner gelten strenge Regeln für die Programmierung einer App. So dürfen nur von Apple bereitgestellte APIs genutzt werden, was vielen Systemerweiterungen von Drittherstellern einen Platz im Store verwehrt. Große Anbieter wie Microsoft oder Adobe sind derzeit ebenfalls noch nicht anzutreffen. Wer das zentralisierte System meiden möchte, kann Programme natürlich auch weiterhin auf die gewohnte Art und Weise kaufen und installieren.
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Du bist nicht dabei?Das Apple gutes Markting, ein gutes Gespür für den richtigen Zeitpunkt und ein gutes Händchen hat, Produkte *rund* zu machen, sind doch Binsenweisheiten inzwischen, die nur von blinden Apple-Hassern negiert werden.
Im Grunde ist es auch egal, wer der erste ist, wichtig ist was man daraus macht.
@Sven
Du echauffierst dich immer, wenn andere Hersteller Apple-Konzepte und Idee kopieren, aber nicht wenn Apple Konzepte und Ideen anderer Hersteller kopiert.
Das ist es, was Dich unglaubwürdig macht.
@Sven es macht keinen Sinn für Blizzard oder ähnliche grosse Publisher (ich red jetzt nicht von den ganzen kleinen) den Mac Appstore zu nutzen, sie müsstn dann ihr Product entweder dort teurer Verkaufen oder weniger Gewinn machen.
Und wenn wir uns den erfolg von Starcraft2 anschauen, denke ich nicht das Blizzard dort einen Penny an Apple abdrückt. Solche Spiele brauchen keinen Appstore der das Marketing übernimmt.
Zudem, profi tools werden selten gewegselt. Ich rede jetzt von proffessionelen CAD/3D/Videobearbeitungs software, dadrauf hat sich eine Firma spezialisiert und sie werden auch weiterhin ihre Lizensen und Software vom Hersteller beziehn und nicht durch nen Apple Store.
Benutzbar ist es - wie gesagt - schon bei ubuntu, das stimmt also nicht, dass Apple alles so toll macht. Bei den anderen wirds nur nicht so bekannt, weil es nicht von diversen Medien (wie hier eben auch) so gepusht wird.
Aber mit den richtigen Zeitpunkten hast du durchaus recht, da hatten Apple in letzter Zeit ein sehr gutes Händchen, das ist einfach das was Steve Jobs liegt, da glaube ich schon, dass das stark an dieser Person hängt.
Übrigens gibt es auch noch den Chrome Store von Google. Nur "WebApplikations", aber die Konzepte sind schon ähnlich.
@birk
auch wenn sie es nicht erfunden haben, machen sie es so, das es gescheit benutzbar ist
sie greifen die richtigen sachen zur richtigen zeit auf! bsp. iphone, ipod, ipad usw usw
nur das komische daran ist dann, das alle anderen firmen das genau so machen...das ist lächerlich!
"Naja .. ich zieh mir mal eben nen Appstore hoch für Macs, dann verklag ich Apple vor der EU wegen unfairen wettbewerb, da sie meinen store nicht direkt mit installiern und durch ihren meine kunden stehlen .. mal schaun ob Apple in der EU gute Lobbyarbeit leistet"
Falls du damit auf die Browseralternativen-Problematik bei Windows verweisen wolltest: Die EU macht solche Vorgaben nur bei marktbeherrschenden Unternehmen (oder quasi-Monopolisten) wie MS im Desktop-Bereich. Apple braucht da keine Einschränkungen befürchten, denn sie haben in Europa evtl. etwas über 5% Marktanteil bei Computern.
"Nur ist die Frage ob Spiele publisher bzw die grossen Firmen ala Adobe und Co wirklich den Appel Store brauchen."
Nö, sehe ich also ähnlich. Für die ist so ein Store auch viel zu unflexibel, was kostenpflichtige Upgrades etc. angeht. Und für Spiele-Downloads gibt es ohnehin auch für den Mac Steam. Der Mac-AppStore ist gut für kleinen Tools, die man sonst evtl. gar nicht im Netz finden würde. Alles im Bereich unter 30 Euro, würde ich sagen, macht am meisten Sinn.
"ich wollt nurmal anmerken, dass es bei ubuntu linux (mit anderen distributionen bin ich nicht so vertraut) schon seit fast zwei jahren einen "appstore" - da "software center" genannt - gibt"
Dass es für Linux-Distris zentrale Download-Bereiche gibt, ist allgemein bekannt. Weswegen sie sich nicht "Store" (also "Laden" oder "Geschäft") nennen, liegt (wie beim Android-Market) an den eingeschränkten Bezahl-Möglichkeiten. Apple hat einfach den Vorteil, dass ein Großteil der Kunden schon Kreditkarten-Informationen oder Bankverbindungen oder Prepaid-Guthaben hinterlegt haben, sodass ein Kauf mit einem Klick möglich wird. Das Neue ist also nicht "App-", sondern "-Store"! ;-)
Ich für meinen Teil werde den Store nicht nutzen, da ich die klassischen Vertriebswege lieber mag. Aber für Computer-Laien könnte er schon recht hilfreich sein.