In Deutschland brechen Nokias Marktanteile weg, während das Google-System Android regelrecht explodiert. Das geht aus Zahlen zum deutschen Smartphone-Markt hervor, die vom Marktforscher Comscore veröffentlicht wurden. Microsoft und RIM gehören ebenfalls zu den Verlierern, während Apple zulegen konnte.
Verbreitung der Smartphone-Systeme in Deutschland / Grafik: Comscore
In Deutschland brechen Nokias Marktanteile weg, während das Google-System Android stark zulegt. Das geht aus Zahlen zum deutschen Smartphone-Markt hervor, die vom Marktforscher Comscore veröffentlicht wurden. Microsoft und RIM gehören ebenfalls zu den Verlierern, während Apple zulegen konnte.
Die Comscore-Zahlen zeigen, dass im November 2010 in Deutschland bereits 23 Prozent aller Konsumenten ein Smartphone nutzten - Tendenz stark steigend. Im vergangenen Jahr ist ihre Zahl mit 5,1 Millionen neuen Usern um 65 Prozent gewachsen. Bemerkenswert ist auch, dass im November 2010 65 Prozent aller deutschen Smartphone-Besitzer mindestens ein Mal im Monat auf das Mobile Internet zugegriffen haben. Immer häufiger werden die Geräte benutzt, um Online-Angebote aufzurufen.
Bei den Betriebssystemen spielt in Deutschland Nokias Symbian mit einem Marktanteil von 47,7 Prozent nach wie vor die führende Rolle – Apples iPhone-System iOS folgt mit einem Anteil von 19,5 Prozent. Microsoft nimmt mit 13,7 Prozent den dritten Rang ein. Googles Android-Betriebssystem hat sich in kurzer Zeit mit 10,6 Prozent sehr gut auf dem Markt etablieren können. Auf dem fünften Rang liegt RIM/Blackberry mit 4,8 Prozent Marktanteil.
Nokia steht also weiterhin unangefochten an der Spitze - aber wie lange noch? Das Unternehmen hat innerhalb eines Jahres 10,8 Prozentpunkte verloren, während Android seit November 2009 9,2 Prozentpunkte Marktanteil gewinnen konnte. Auch Apple hat seine solide Position weiter ausgebaut und gewann 4,3 Prozentpunkte im Laufe des Jahres.
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Du bist nicht dabei?"Und was nützt es einem, wenn man sich eine schöne Definition gebastelt hat, für die man aber keine Marktzahlen bekommt?"
-->sehe ich ähnlich, jedoch hab ich nie behauptet, dass 3,5" nicht gross seien. (2" ist klein ;-) )
ich würd das jetzt weniger an >>mind.4" und 1GHz<< festmachen
"Nokias Entwicklung hängt in erster Linie von ihnen selber und ihren kommenden Smartphone-Modellen ab"
-->100% zustimmung
glaubt man Elop soll ja S3 weiterentwickelt werden, aber eben nicht unter "S3" sondern nur noch unter "symbian".
S4+5 sollen ja kleckselweise, je nach fertigstellung der software-teile S3 hinzugefügt werden. also auf kontinuierlicher basis mit kleineren schritten, und nicht wie zuletzt in grossen sprüngen.
wie sich das letztendlich äussern wird, wird man sehen.
"ich find die bezeichung "superphone" eher peinlich ;-)"
Ich auch. Zumal sie hier auf jede Neuerscheinung angewendet wird.
"vielleicht sollte man die phones mit grossem display und starkem prozzi ..."
Das iP4 hat ca. 850 MHz und ein 3,5"-Display. Fliegt das jetzt in deinen Augen bei den MMSM-Phones heraus? Und was nützt es einem, wenn man sich eine schöne Definition gebastelt hat, für die man aber keine Marktzahlen bekommt?
Wie gesagt, ich lebe (trotz virtueller Bauchschmerzen) mit der jetzigen Definition bzw. Marktaufteilung, bis mir jemand etwas plausibles und Wasserdichtes auftischt, das auch noch bei Wikipedia bestand hat und von den Analysten übernommen wird.
Um noch mal auf das ursprüngliche Thema zurückzukommen: Wie man es auch dreht und wendet, sehen die Zahlen für Nokia entweder noch ganz OK aus (zumindest für Jax) oder eben doch eher schlecht, zumindest von der Entwicklung her. Grund zum Jubeln gibt es nur für Apple und vor allem für die Androiden. Bei den Neuverkäufen wird Android in Deutschland Nokia schon in einem der nächsten Quartale Nokia überholen (wenn es nicht schon im letzten Quartal passiert ist (da Nokias 30% ja von mir übers Jahr gemittelt wurden)) und auch Apple wird sich evtl. langsam heran arbeiten, wobei hier die Marktanteils-Steigerungsraten ja gemächlicher sind und sich eher zu stabilisieren scheinen.
Der Aufstieg der Androiden ist erst einmal nicht zu stoppen aber Nokias Entwicklung hängt in erster Linie von ihnen selber und ihren kommenden Smartphone-Modellen ab. Wie gut wird MeeGo, welche Geräte bekommen es, wird es einen Upgrade-Pfad von Symbian-Geräten geben, wie werden die MeeGo-Modelle von den Kunden angenommen werden, was passiert mit Symbian? Man wird es sehen und hier hat Jax recht: 2011 wird spannend.
ich find die bezeichung "superphone" eher peinlich ;-)
vielleicht sollte man die phones mit grossem display und starkem prozzi die schon smartphones sind, einfach "multimedia-smartphones nennen"?
(um sich damit vom C5 abzugrenzen, dass in einigen augen kein smartphone ist)
denn das display und der prozzi kommen ja eher dem multimediabereich zugute
"Die 1,55 Millionen Neukunden sprechen doch für Symbian ..."
Gegenüber den insgesamt 5,1 Mill. Neukunden im gleichen Zeitraum aber eben nicht. Das sind halt nur noch 30% für Symbian – und die Kurve zeigt nicht nach oben.
"Auch Apple wird darunter leiden müssen, weil sie nur ein einziges Produkt im Angebot haben"
Das habe ich auch schon Anfang 2010 gedacht aber die haben es echt geschafft, ihren Marktanteil nicht nur gegen die Androidenmacht zu behaupten, sondern sie konnten sich sogar noch steigern. Das ist Nokia eben nicht gelungen.
"2011 wird jedenfalls ein spannendes Jahr."
Stimmt. Das war 2010 aber auch schon. Ich glaube, am Dienstag oder Mittwoch wird Apple seine Quartalszahlen vom Weihnachts-Quartal veröffentlichen und ich bin echt gespannt, wie viele iP4 sie verkaufen konnten. Im Vorquartal waren es 14 Mill. und davor 9 Millionen iPhones. Ob sie an 20 Millionen Stück herankommen werden? Oder haben es ihnen HTC und Moto doch schwerer gemacht, als ich vermute?
"Wenn dann sollte man nach Preisklassen staffeln oder gleich alle Handys vergleichen, da die Smartphone Klassifikation eh schwammig ist."
Leider bekommst du bei Staffelungen nicht viel heraus, außer, dass Apple z.B. bei Geräten über 600 Euro fast 100% Markanteil hat und bei Geräten unter dieser Schwelle fast 0%. Dann zanken sich alle wieder über die Preisschwellen, die irgendwie ja willkürlich angelegt sein werden. Und alle Handys zusammen? Es gibt ja Studien, die sich auf alle Handys (inkl. Smartphones) beziehen. Die meisten hier finden aber wenig interessant, zu wissen, wieviele 50€-Handys verkauft wurden. Warum dann nicht auch Taschenrechner und MP3-Player mit einbeziehen, denn die können Smartphones neben Telefonen ja auch noch ersetzen.
Warum ist es überhaupt interessant, die Smartphone-Anteile zu ermitteln? Warum soll es mich als Kunden überhaupt interessieren, wie viele andere das gleiche System verwenden/kaufen? Es ist vor allem interessant, weil man daran erkennen kann, wie sich der Software-Markt (Apps) entwickeln könnte. Man weiß aus der Computer-Vergangenheit, dass sich eine Hardware/System-Dominanz auf die Programmauswahl auswirkt (aber auch umgekehrt). Das heißt nicht, dass man automatisch unglücklich sein muss, wenn es nur 10 statt 100 Textverarbeitungen gibt aber gerade bei Spielen ist eine große Auswahl schon angenehm, weil sich die Geschmäcker unterscheiden. Verwendet man aber keine Apps, kann einem der Marktanteil völlig wurscht sein. Also ist die App-Verwendung aus meiner Sicht ein Hauptkriterium für die Entscheidung, ob es ein Smartphone ist oder nicht. Auch die Internetnutzung ist ein Kriterium. Aber bei beiden gilt: Es geht eigentlich nicht darum, ob es ein Handy könnte, sondern ob und wie es genutzt wird. Aber genau das lässt sich eben nicht wirklich gut ermitteln und wenn doch, würde auch das Nokia eher Marktanteile kosten.
"Die wenigsten die ein Nokia-Handy für 100 Euro kaufen wissen überhaupt, dass das ein Smartphone ist."
Das ist völlig korrekt. Aber wenn man diese Ansicht auf die Marktanteile anwenden würde und Smartphones erst ab (meinetwegen) 250€ zu dieser Kategorie hinzuzählt, würde gerade Nokia das nicht besonders witzig finden. Ich habe mich mit den Einteilungen der Marktanalysten abgefunden (obwohl ich sie nicht wirklich richtig finde – aber eine bessere habe ich auch nicht parat) und verwende deren Zahlen. Danach hat Nokia halt die angegebenen Zahlen und es ist wahrscheinlich müßig (und es gibt dafür sogar spezielle Threads), andere Kategorien erfinden zu wollen.
Vielleicht sollte man als Untergruppe der Smartphones so etwas wie die hier in Überschriften immer wieder auftauchenden Superphones einführen. Nur will man ein Superphone an den MHz, am Preis oder an der Displaygröße/Auflösung festmachen? Wahrscheinlich ist das auch vergebene Liebesmüh'.
Will man eine andere Smartphone-Definition haben, sollte man sie bei Wikipedia hineinschreiben und gucken, ob es akzeptiert wird. Bis dahin werde ich zähneknirschend die mehr oder weniger schwammigen Definition der Analysten akzeptieren, wenn ich mit deren Zahlen arbeiten will.
nebenbei:
mir sind die marktanteile der jeweiligen firmen bockwurst, solange ich nicht ein handy einer abgewickelten firma gekauft habe...