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Autor: Andreas Seeger | 01.02.2011 - 11:50 | (81)

Sony darf nicht in den App Store: Apple verschärft die Kontrolle [Update]

Apple verschärft die Kontrolle im App Store und nutzt sein Monopol als Anbieter der digitalen Infrastruktur gnadenlos aus. Jetzt hat es mit Sony ein namhaftes Unternehmen getroffen.

Sony darf nicht in den App Store: Apple verschärft die Kontrolle [Update]

Der neue Amazon Kindle: Mit der Kindle-App kann man Amazon-Bücher auch auch dem iPad lesen. | Foto: Amazon

Der Sony Reader, eine Bücher-Software für iPhone, iPad und Ipod Touch, wurde jetzt von Apple abgelehnt. Die Sony-App für den Kauf und das Lesen digitaler Medien darf somit nicht im App Store angeboten werden. Apple begründet die Ablehnung damit, dass ab sofort alle in-App-Käufe, also der Kauf von Inhalten innerhalb einer App, über die von Apple vorgeschriebenen Schnittstellen (API) abgewickelt werden müssen.

Mit diesem Vorgehen verschärft Apple die Kontrolle in seinem Download-Shop. Und neben Sony dürften bald auch andere Schwergewichte der digitalen Wirtschaft in das Visier des iPhone-Herstellers geraten. Amazon zum Beispiel, die ebenfalls einen E-Book-Reader für iPad & Co. anbieten und den Buchkauf innerhalb ihrer App momentan über einen Umweg über den Safari-Browser realisieren. Diese Schlupflöcher will der iPhone-Hersteller jetzt schließen und damit die Kontrolle verschärfen.

"Es ist das Gegenteil von dem, was wir wollten", erklärt Steve Haber, Chef der digitalen Büchersparte bei Sony. "Wir wollten unsere Inhalte immer auf so viele Geräte wie möglich bringen und nicht ein Gerät an einen Online Shop koppeln". Genau das könnte Apples Strategie sein. Das Unternehmen bietet mit iBooks einen eigenen Büchershop an und vielleicht wird die Konkurrenz jetzt einfach beiseite gedrängt. Dann wären alle iPad-Nutzer an den Apple-Bücherladen gefesselt.

[Update vom 2.02.2011, 11:10] Apple-Sprecherin Trudy Miller hat sich in dem Fall zu Wort gemeldet. "Wir haben unsere Richtlinien für Entwickler nicht geändert", erklärt sie. Im selben Atemzug kündigt sie allerdings eine neue Vorgabe an, die es in sich hat: Apple verlangt jetzt, dass Bücher-Apps, die den Kauf nur außerhalb des App Store anbieten, auch In-App-Käufe anbieten müssen.

Quelle: NYT
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Kommentare
  1. 04.02.11 07:56 nohtz (Advanced Handy Master)

    http://www.heise.de/newsticker/meldung/Verlage-fuehlen-sich-von-Apple-betrogen-Update-1182659.html

  2. 03.02.11 08:41 eichyl (Advanced Handy Profi)
    @Birk

    vergiss es. Er wird nicht antworten, weil er es nicht kann. So ist das Applegefolge, erstmal wild irgendwelche Behauptungen in den Raum stellen ohne auch nur ein fünkchen von Sachkenntnis zu haben und dann sobald es in der Luft zerrissen wurde wird darauf nicht mehr eingegangen...

  3. 02.02.11 20:52 quovadis (Gast)

    Wohl wahr, höre ich da Kautelarjurisprudenz raus? ;-)

    Was mich eigentlich wundert ist, dass sich "Niklasnick" noch nicht eingeschaltet hat...

  4. 02.02.11 20:30 AppleNO (Handy Profi)
    Alles oder nichts

    @quovadis: "Alles" oder "nichts" sind gewagte Begriffe, die mit Vorsicht zu gebrauchen sind. ;)

  5. 02.02.11 20:01 quovadis (Gast)

    Post # 74 von Birk *sign*

    @ Macianer "Innenverhältnis zwischen Apple und Sony" sagt alles über deinen Bildungshintergrund aus.

  6. 02.02.11 19:29 AppleNO (Handy Profi)

    @Macianer: Den objektiven Standpunkt aus der Sichtweise des Kunden habe ich insgesamt zwar mehr thematisiert, den objektiven Standpunkt von Apple aber nicht vergessen. Den habe ich erwähnt: "Somit versucht Apple sich selbst im Markt zu pushen und Absatzvolumen zu erzielen". Welche Vorteile für Apple? Mehr Anteil im potentiellen Markt, durch eine einzigartige Marktpenetrationsstrategie, die dank Monopolstellung möglich ist.

    Wenn Kartellämter oder Verbraucherverbände oder Wettbewerbshüter einem Unternehmen wie Apple auf den Zahn fühlen, dann ist meist klar: Diese gehen wohl eher auf die Schilderung der Kunden sowie Wettbewerber oder Partner ein, als auf die Schilderung des Standpunktes von Apple. Es werden wohl zuerst die Stakeholder (Anspruchsgruppen) des Unternehmens Apple sein, die das Rad zum Laufen bringen würden, wenn etwas Unfaires geschieht, als dass Apple selbst sowas tun würde. Kein Unternehmen dieser Welt würde so sein eigenes Grab schaufeln - Genau deswegen werden den Stakeholdern in solchen Fällen mehr Gehör geschenkt als so einem Unternehmen wie Apple.

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