Der Aachener Fotograf Dirk Salm hatte Fotos von seinem Windows Phone auf Skydrive gesichert, kurze Zeit später wurde sein Account teilweise gesperrt. Microsoft hatte sich die Bilder ganz genau angesehen und bemängelte sie wegen "Nacktheit". Das schreibt die Aachener Zeitung in ihrer Online-Ausgabe. Spioniert Microsoft etwa seine Kunden aus?
HTC HD 7 mit Windows Phone 7 | (c) Hersteller
Der Aachener Fotograf Dirk Salm hatte sich gerade das Windows Phone HTC HD7 gekauft und wollte Fotos seiner Arbeit auf dem Online-Speicher Skydrive von Microsoft sichern. Kurze Zeit später wurde sein Account teilweise gesperrt und der Anbieter drohte ihm mit der Kündigung des Kontos, schreibt die Aachener Zeitung in ihrer Online-Ausgabe.
Erst auf Nachfrage bei der Kundenhotline erhielt er eine E-Mail, in der die Vorgehensweise des US-Unternehmens begründet wurde. So hätten vier der vom 42-jährigen Fotografen hochgeladenen Fotos wegen "Nacktheit" gegen die Geschäftsbedingungen von Microsoft verstoßen, hieß es dort. Tatsächlich habe es sich bei den beanstandeten Bildern um künstlerische Teil-Akt-Fotos gehandelt, so der Fotograf im Gespräch mit der Zeitung. "Da sieht man ja schon im Nachmittagsfernsehen mehr Haut."
Durch den Vorfall stellt sich die Frage, wer alles Einsicht in die von Kunden auf Microsoft-Servern gesicherten Daten hat. Schließlich werden bei Windows Phone 7 nicht nur Multimedia-Daten, sondern auch Telefonnummern und E-Mails ständig mit den Microsoft-Servern synchronisiert. Wie das Beispiel Dirk Salm zeigt, kann das Unternehmen direkt auf diese Informationen zugreifen.
Salm fühlt sich wie ein gläserner Kunde und die Frage des Fotojournalisten nach der Datensicherheit bei Microsoft bleibt derzeit unbeantwortet. Auf Anfrage der Aachener Zeitung erklärte Microsoft Deutschland, dass es sich bei dem Vorfall vermutlich um eine Panne handelt. Ein ähnliches Problem habe es seit der Markteinführung von Skydrive vor anderthalb Jahren noch nicht gegeben. Inzwischen werde der Sachverhalt in der US-Konzernzentrale in Redmond untersucht.
Die Kommentarfunktion ist hier leider nur für angemeldete Benutzer freigegeben.
Du bist nicht dabei?Notwendig?
Eigentlich ist es doch egal wie es passiert, solange du deine Daten, oder Bilder oder was auch immer, im WWW präsentierst oder ablegst Sobald Du mit irgendeiner Suchmaschine deine Sachen ohne große Probleme wiederfindest, ist das kein Garant für jegliche Datensicherheit. Solange wie ein Unternehmen wie Facebook so transparent mit deinen Daten umgeht, solange besteht auch Datenspoinage.
Ok, nach diesem Artikel ist die "Cloud" nicht einmal notwendig um ausspioniert zu werden ;): http://www.heise.de/tr/artikel/Neugierige-Apps-1181223.html
ging um MS, deswegen
Der Link hat aber wenig mit dem eigentlichen Threadthema zu tun ;). Jeder Hoster ist bestimmten Regelungen unterworfen (z.B. Jugendschutz, Urheberecht). Dazu werden mit Tools automatisch die Server untersucht - wie auch hier schon erwähnt.
Das was bei MS in dem verlinkten Artikel kritisiert wird ist bei Google schon jahrelang gängige Praxis - schön das der Datenschutz das auch mal bemerkt ;).
http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/0,1518,743566,00.html
microsoft "optimiert" nur ;-)
Mit dem Link auf den Artikel wollte ich auch nur bemerken das "Neugierige-Apps" für mein dafürhalten gefährlicher sind als die "Cloud". Bei letzterer bestimmt nämlich der Nutzer was dort landet... ;).