Oberfläche und Funktionen von Android 3.0 waren zwar schon bekannt, aber gestern demonstrierte Google sie erstmals live auf einem Tablet. Die Resonanz der anwesenden Journalisten und Blogger war durchweg positiv. Dieses System könnte die Dominanz von Apple auf dem Tablet-Markt beenden.
Schneller, Bunter und schöner: Mit Android 3.0 greift Google das iPad an | Screenshot: Anbieter
Vorgeführt wurde Honeycomb auf dem Motorola Xoom. Es wird bereits Mitte Februar und den USA verkauft und damit das weltweit erste Tablet mit Android 3.0 auf dem Markt sein. Die neue Oberfläche beeindruckt mit Transparenz-Effekten, 3D-Multitasking, eleganten Benachrichtigungssymbolen, einem Homescreeen mit 3D-Elementen sowie großflächigen Widgets mit neuen Interaktionsmöglichkeiten. Dabei ist alles perfekt auf die großen Bildschirme von Tablets abgestimmt: Der E-Mail-Client wird mehrspaltig, die Youtube-Videos werden in einem futuristischen 3D-Karussel angezeigt und Google Maps 5 kommt mit der vektorbasierten 3D-Ansicht von Gebäuden.
Kaum noch etwas erinnert an die Vorgängerversionen von Android mit ihrer angestaubten grafischen Oberfläche. Ob Musikspieler, Youtube oder Bücher-App - überall arbeitet Google mit 3D und Transparenzen. Und trotz der Grafikpracht reagiert das System flüssig und verzögerungsfrei. Möglich wird dies durch die neue Prozessorgeneration Tegra 2 des Grafikspezialisten Nvidia, die jetzt schon dabei ist, sich zur Hardware-Referenz für Android-Tablets zu entwickeln. Der Chipsatz ist mit zwei CPU-Kernen ausgestattet, die im Gigahertz-Bereich takten und von einem leistungsstarken Grafikprozessor unterstützt werden.
Mit Honeycomb schließt Google zu Apple auf. Die Zeiten, in denen das iPad die einfachste Bedienung und die schnellste Oberfläche bietet, neigen sich dem Ende zu. Die Wende betrifft aber nicht nur das System, sondern auch den Bereich, der fast noch wichtiger ist: den Marktplatz für digitale Zusatzanwendungen. Google hat zeitgleich mit Honeycomb eine Internet-Version des Android Market freigeschaltet, die man unter market.android.com erreicht. Man kann jetzt bequem vom PC aus nach Software stöbern, an das Smartphone schicken und seine installierten Apps verwalten.
Auch an die Entwickler von Apps hat Google gedacht. Sie können mit Version 3.0 auf weitere Systemschnittstellen (API) zugreifen und ganz neue Homescreen-Widgets programmieren oder die Statuszeile von Android stärker beenflussen. Für ihre Apps können sie jetzt größere Screenshots ihrer Anwendungen im Market veröffentlichen und sogar Youtube-Demos einbinden. Aber viel wichtiger: die In-App-Bezahlung, der Verkauf von digitalen Inhalten wie Musik oder Büchern, kommt.
Wenn Google jetzt noch die Bezahlmöglichkeiten über Paypal hinaus erweitert, dann könnte auch der Market langsam zu iTunes aufschließen. Die Produzenten von Inhalten warten schon länger darauf. Denn während Apple die Daumenschrauben immer stärker anzieht und seine Kontrolle verschärft, vertritt Google einen viel offeneren Ansatz. Und das könnte sich am Ende auszahlen.
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Du bist nicht dabei?bzgl der Gameloft Spiele.
Ja da war ich schon drauf und Grafisch etc überzeugen die Titel schon aber bin da gerade mit dem Archos doch vorsichtig, weil ich mir bezüglich des Supports nicht so sicher bin.
Haber mir damals für mein SGS Fifa geladen und nach der "ersten Installation" ging es nicht weiter sprich er hat die restlichen Daten nicht geladen. Sowas ist natürlich ärgerlich da man nicht vom Kauf zurücktreten kann :(
Weißt du ob alle Titel dort problemlos auf dem Archos Tablet laufen?
Danke schon mal für den Support
Ciao Sasb
@ Echt? Ich habe mehr als 50 Applikationen auf dem Phone - läuft trotzdem genauso geschmeidig wie das 3Gs ;).
fraglich nur ob es so flüssig bleibt... bei android ist man ja anderes gewohnt, wenn schon nach 50 (erfunden) apps das ruckeln und zuckeln der menüs beginnt. sonst sieht das menü schnell so aus, wie dieser videochat...
(witzig das ein macbook pro bei einer google presentation verwendung findet :D)
Wenn ich es mit meinem bisherigen 2.2 auf meinem SGT vergleiche, sieht es sehr intuitiv aus. die Bedienung wirkt auch viel einfacher.
Zur info: Ich habe mein iPad (war Geschenk vom Arbeitgeber) verkauft.
@märchenmann
nettes statement :)
@maerchenmann: Genau, der psychologische Nutzen ist bedeutend wichtiger als der rationale Nutzen. Apple-Fans, die sich ein iPhone UND ein iPad zulegen, versprechen sich davon eher Prestige als echte Funktionalität. Das iPad kann nicht mehr, als das, was sie zuvor an Geräten besessen haben (Computer, iPhone) - Keines dieser Geräte lässt eigentlich eine Funktion vermissen, die es nun endlich mit dem iPad gibt!
In diesem Blog ist ein Video, einfach mal Anschauen: http://gizmodo.com/5750148/using-googles-android-30-tablet-the-first-real-ipad-fighter