Die Hersteller geben ihren technischen Erungenschaften immer höchst werbewirksame Namen. Die Kunden wissen aber häufig nicht, was sich tatsächlich dahinter verbirgt. Das Mobilfunkportal Phonearena hat sich die aktuellen Display-Technologien angeschaut und die Bildschirme von iPhone 4, LG Optimus Black, Nokia E7 und Samsung Galaxy S miteinander verglichen.
Display-Vergleich iPhone 4, LG Optimus Black, Nokia E7 und Samsung Galaxy S | (c) Phonearena
Retina, Nova, ClearBlack und Super-AMOLED – alles Bezeichnungen für Display-Typen. Aber welche Technik verbirgt sich hinter den klangvollen Namen und was bringen sie dem Nutzer? Genau diese Frage hat sich das Mobilfunkportal Phonearena gestellt und die Touchscreens von iPhone 4, LG Optimus Black, Nokia E7 und Samsung Galxy S miteinander verglichen.
Die Technik
Im iPhone 4 steckt ein 3,5 Zoll großes LCD, das Apple wegen der hohen Auflösung von 960x640 Pixel Retina-Display genannt hat. Mit der LCD-Weiterentwicklung In Plane Switching (IPS) ist es sehr leuchtstark, lässt sich gut unter extremen Betrachtungswinkeln ablesen und bietet ausgeprägte Kontraste. Die Helligkeit des iPhone-4-Displays gibt Apple mit 500 Nit an. Zum Vergleich: Computermonitore haben meiste nur eine Leuchdichte von 200 bis 400 Nit.
Noch etwas heller als das iPhone 4 ist das Nova-Display des LG Black. Es ist eine Weiterentwicklung des IPS-LCD, das im iPhone 4 steckt - der Hersteller gibt 700 Nit an, heller ist derzeit kein anderes Handy-Display. Dabei soll der Stromverbrauch im Vergleich zu älteren IPS-LCD sogar gesunken sein, allerdings dürfte es sich dabei nur um einen Durchschnittswert unter Idealbedingungen handeln. So verbraucht das Nova-Display bei der Darstellung von Schwarz überhaupt keinen Strom. Ist der ganze Screen Weiß, benötigt er hingegen 0,7 Watt – das Retina-Display des iPhone verlangt in beiden Fällen 0,42 Watt.
Auch AMOLED-Screens wie im Nokia E7 verbrauchen keinen Strom, wenn sie Schwarz darstellen, denn die Pixel benötigen dafür keine Spannung. Da AMOLED-Bildschirme ohne Hintergrundbeleuchtung auskommen, stellen sie Schwarz außerdem richtig dar, bei LCD ist dieser Farbton immer leicht gräulich. Eine spezielle Filterschicht sorgt beim ClearBlack-Display im E7 außerdem für gute Ablesbarkeit bei Sonneneinstrahlung – einem typischen Problemfeld von AMOLED.
Als letztes Vergleichshandy hat Phonearena das Galaxy S von Samsung ausprobiert. Sein Super-AMOLED-Display ist die Weiterendwicklung der AMOLED-Technologie und erreicht 20 Prozent mehr Helligkeit bei gleich niedrigem Energieverbrauch. Trotzdem kommt das Display nur auf 300 Nit, eine spezielle Reflektionsschicht sorgt auch hier für gute Ablesbarkeit unter Sonneneinstrahlung wie bei einem IPS-LCD.
Das Vergleichsergebnis
Die theoretischen Vorzüge, mit denen die Hersteller ihre Bildschirm-Arten bewerben, haben sich im Vergleich von Phonearena voll bestätigt. Das Nova-Display ist am hellsten, dicht gefolgt vom Retina-Display des iPhone 4. Bei Kontrasten, Farbintensität und Betrachtungswinkel liegt aber die AMOLED-Technik vorne - das gilt sowohl für die Versuche bei abgedunkelter Umgebung, als auch bei Tageslicht. Während die beiden LCD Farben fast gleich anzeigen, stellen sie die beiden AMOLEDs stark verfälscht dar – selbst auf den AMOLED werden die Farben ganz anders wiedergegeben. Vielleicht sorgt die nächste Generation, die Samsung Super-AMOLED-Plus getauft hat, außer für schärfere Darstellung durch mehr Subpixel auch für realistischere Farben.
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Du bist nicht dabei?""Samsung hat bei dem Super Amoled+ Screen betont, dass es natürlichere Farben herstellt."
wer findet den widerspruch?"
@ Hoschi, es gibt Keinen. Ok, mein i9000 ist etwas heller als das iPhone4. Ich habe Beide nebeneinander liegen, Du auch?
Es ist mir aufgefallen das neuere Modelle (O2, VDF) einen "Grauschleier" haben. Ich betreue aber einen Kunden der drei Stück davon hat. Auch freie Geräte wie meines. Da ist dies nicht so...
du schreibst in Rätseln...
@Marketinghoschi: Ist das so ein Rätsel nach dem Motto "Was stimmt nicht daran, wenn Steve Jobs ein Antennenproblem bestreitet"?
Bei den Amoleds gibt es doch nur dann ein "Problem" mit der Farbe, wenn man ein Quelle im sRGB-Farbraum (aufgenommene Bilder und Videos) ansieht. Diese werden dann nicht exakt so wiedergegeben, wie sie aufgenommen wurden, weil es keine Farbkalibrierung bzw. Management gibt. Aber bei der GUI der Oberfläche/Anwendungen und auch den Spielen gibt es keine Farbverfälschung, da kein Quelle im sRGB-Farbraum vorliegt. Die GUI und die Spiele erscheinen also einfach Farbenfroher, aber nicht verfälscht. Und die Farbenforhe GUI z.B. des Galaxy S gefällt mir gut.
Diese "unnatürlichen Farben" kann man also bei Bilder und Filmen als Contra-Argument bringen, aber nicht generell.
@IM Carlos
SGS
Http://www.computerbase.de/artikel/handys/2010/test-samsung-galaxy-s-i9000/5/#abschnitt_display
N8
Http://www.computerbase.de/artikel/handys/2010/test-nokia-c7-00-und-n8-00/5/#abschnitt_display
SE X8
Http://www.computerbase.de/artikel/handys/2010/test-sony-ericsson-xperia-x8/4/#abschnitt_display_und_kamera
Für mich hatte bisher die Notwendigkeit von Pentilematrix die AMOLEDs disqualifiziert, aber das ist ja mit SAMOLED+ nun passe. Und vielleicht wird damit auch das Farbspektrum ausgebaut und die Farbtemp. korrigiert.
Jedenfalls gibt es kaum noch Gründe zu einem LCD zu greifen, es sei denn man ist extremer Sonne ausgesetzt und auf Leuchtstärke angewiesen --> LG Nova
@smurfy
Vergleiche SGS 1 vs SGS II:
http://www.abload.de/image.php?img=5447260517_a097e28912_pjvx.jpg