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Autor: Andreas Seeger | 02.03.2011 - 15:54 | (24)

iPhone-Todesgriff ist wissenschaftlich belegt

Viele Smartphones kämpfen mit Empfangseinbußen, wenn man sie in der Hand hält, das zeigt eine Studie der Universität Bristol. Der berühmte Todesgriff trifft also nicht nur das iPhone 4.

iPhone-Todesgriff ist wissenschaftlich belegt

Empfangsbalken beim iPhone 4: Die Signalstärke wird bei allen Smartphones von der Hand beeinträchtigt. | Foto: anandtech.com

Im Labor untersuchten Wissenschaftler der Universität die Signalstärke einer Smartphone-Antenne unter verschiedenen Bedingungen: zunächst ohne äußere Einwirkungen und danach mit einem Finger, der die Antenne direkt berührt. In einem dritten Versuchsaufbau wurde ein Gegenstand an die Antenne gehalten, der die gleichen elektrischen Eigenschaften hat, wie die menschliche Haut.

Die Ergebnisse sind eindeutig. Die Empfindlichkeit der Antenne verringert sich bei direktem Kontakt mit der Haut oder mit einem elektrisch ähnlichen Material um das hundertfache, so die Forscher. Dabei ist gar nicht so sehr das Strahlungsmuster des Signals beeinträchtigt, sondern vielmehr die interne Verbindung zwischen Antenne und Handy-Elektronik. "Die Position der Antenne und die Stellung der Hand können bei Smartphones die Signalwege behindern und die Antenne verstimmen", erklärt Professor Mark Beach, der Leiter der Untersuchung.

Der Forscher gibt damit Apple in einem wichtigen Punkt Recht. Nach dem Antennagate-Skandal hatte das Unternehmen erklärt, dass die Empfangsprobleme des iPhone 4 bei allen Smartphones auftreten, wenn man sie in die Hand nimmt. In einem anderen Punkt widerspricht er Apple: Eine Schutzhülle löst das Problem nicht. Tests hätten gezeigt, dass die Isolierung der Antennenoberfläche mit Hilfe von Kunststoff die Signalstärke nicht verbessert.

Deshalb sind die Bumper von Apple aber nicht völlig sinnlos. Die Forscher haben den Einfluss der Hand auf die Signalstärke untersucht, ohne den Konstruktionsfehler bei der Antenne des iPhone 4 zu berücksichtigen. Die besteht aus zwei Teilen, die durch einen dünnen Steg aus Plastik voneinander getrennt sind. Wenn man ihn mit dem Finger überbrückt, wird der Empfang massiv gestört. Der Bumper verhindert diese Überbrückung.

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Quelle: Electronista
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Kommentare
  1. 02.03.11 19:29 sneakprev (Newcomer)

    hm also meines wissens nach war die ganze sache bei "antennagate" so:

    das iphone 4 hat halt einfach das problem dass der empfang vermindert wird wenn man es auf eine gewisse art und weise hält... das ist das eine, das andre was man zu "antennagate" wissen muss ist, dass es in erster linie ein amerikanisches problem ist, also vor allem in der frage ob gespräche durch eine bestimmte art das handy zu halten abgebrochen werden weil die verbindung abreißt... was hier wichtig ist, ist die tatsache dass das mobilfunknetz in amerika empfangstechnisch bei weitem nicht so stark und vor allem stabil ist wie hier in deutschland... die gebiete an denen man nur äußerst geringen empfang mit niedriger netzqualität hat sind drüben viel größer und flächendeckender als hier (so richtige funklöcher gibts hierzulande ja fast gar nicht mehr)... daher brechen in amerika viel häufiger gespräche durch den "death-grip" ab als hier... dank der guten qualität des netztes hier reicht der empfang hierzulande trotz deathgrip meist noch aus so dass das gespräch nicht abbricht (hinzukommt, dass das iphone zur zeiten des providermonopols in amerika von at&t vertrieben wurde die auch für amerikanische verhältnisse nicht einen besonders guten ruf in punkto netzqualität haben^^)

  2. 02.03.11 18:56 Mx_Passi (Member)
    Ich habe beides gesehen

    1.Fall : iP4 im o2 Netz, sobald man die Antenne brückt wird der Empfang sehr schlecht oder bricht ab.
    2.Fall : iP4 wieder im o2 Netz, nach 5 min Antennenbrücken ist nichts passiert, auch die ganze Hand hat nur einen Balken verlust herbeigeführt.

    Warum es diese Streuung gibt kann ich auch nicht sagen, ich dachte zu allererst es sei auf die 900Mhz vom o2 Netz zurück zu führen. Doch dann testete ich das zweite iPhone was offensichtlich kein Problem hatte. Vielleicht gibt es also doch eine Nachbesserung oder verschiedene Teilelieferanten, wer weiß...

  3. 02.03.11 18:36 Gorki (Expert Handy Profi)

    "Der Todesgriff ist doch nur ein Mythos! Hab 3 iPhones(4) und egal wie ist sie halte, es verschwindet kein einziger Antennenbaleken..."

    @ SLRyu, das halte ich eher für einen Mythos. Ich habe hier ein nigelnagelneues iPhone vier. Da verschwinden immer mind. 2 Striche wenn ich es einfach so wie jedes andere Phone in der linken Hand halte. Ich habe übrigens Live gesehen wie so ein Vierer sich auf Netzsuche in so einer Situation begab ;). Das wurde von Apple anstandslos umgetauscht, das Neue reagiert so wie meines. Beim HD7 passiert gar nichts. Ich nutze übrigens in beiden Vodafon und habe hier sehr guten Empfang.

    Da wo der nicht gut ist ist das iPhone4 weg vom Fenster - genauso wie mein 3Gs. Mit dem HD7 kann ich da noch telefonieren ;).

    Der Artikel ist sehr widersprüchlich. Welches Phone hat denn eine außenliegende Antenne wie das iPhone4? Und mit welchen Phones wurde verglichen?

  4. 02.03.11 17:58 jif92f4 (Member)
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    In Deutschland sind die Handy Netze halt ganz gut ausgebaut, in den Gottesstaaten von Amerika nicht, daher kann man hier meist auch ganz gut mit kurzgeschlossener Antenne telefonieren, in den Gottesstaaten von Amerika nicht.

  5. 02.03.11 17:55 jif92f4 (Member)

    Mit anderen Worten: bei allen Handys stört die Hand den Empfang massiv. Beim iPhone, wo die offen liegende Antenne mit dem Finger überbrückt werden kann, ganz massiv wenn man die 2 Teile an der Spalte überbrückt.

  6. 02.03.11 17:39 salamanca (Advanced Member)

    Bei uns am Lehrstuhl ist der Empfang generell nicht sehr gut. Die beiden iPhone4-Benutzer hatten schon das ein oder andere Mal Gesprächsabbrüche. Hier lässt sich der "Todesgriff" auch sehr eindrucksvoll nachweisen. Zwei Finger reichen aus um die 2 vorhandenen Blaken auf null zu reduzieren.
    Man muss jedoch dazu sagen, dass sie außerhalb unseres Gebäudes keinerlei Probleme haben.

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