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Autor: Stefan Schomberg | 17.03.2011 - 11:34 | (10)

Analyst: Apple bekommt Probleme wegen Atomkatastrophe in Japan

Die Investment-Bank JMP Securities gibt keine Kaufempfehlung mehr für die Apple-Aktie. Sie befürchtet, dass Apple wegen der Atomkatastrophe im japanischen Atomkraftwerk Fukushima und deren weitreichenden Folgen starke Lieferschwierigkeiten bekommen wird.

Analyst: Apple bekommt Probleme wegen Atomkatastrophe in Japan

Nach Meinung des Analysten Alex Gauna wird Apple wegen der Katastrophe in Japan Schwierigkeiten bekommen  | (c) Hersteller

Analyst Alex Gauna von der Investment-Bank JMP Securities hat seine Kaufempfehlung von Apple-Aktien für seine Anleger zurückgezogen und stuft das Papier jetzt nur noch als mittelmäßig gute Geldanlage ein. Als Grund nennt er das geringe Wachstum beim chinesischen Auftragsfertiger Foxconn, das ein eindeutiger Hinweis auf schlechtere Umsätze für Apple sei. Foxconn produziert für das Unternehmen um Steve Jobs iPhone und iPad.

Als weiteren gewichtigen Grund für seine schlechte Prognose nannte Gauna die Atomkatastrophe in Japan. Sie werde sich negativ auf die Produktion von Apple-Geräten auswirken, da Zulieferer ihre Fabriken schließen oder die Kapazitäten zurückfahren mussten. Ein Fünftel der weltweiten Halbleiterherstellung findet in Japan statt. Nach den Ausführungen des Analysten und weiteren Horrormeldungen aus dem Katastrophenkraftwerk Fukushima war der Apple-Kurs gestern um 4,5 Prozent gefallen. Mittlerweile liegt der Preis für die Aktie nach einem Zwischenhoch im Februar bei 237 Euro. Die Bekanntgabe von Steve Jobs, aus gesundheitlichen Gründen auf unbestimmte Zeit Urlaub zu nehmen, sorgte allerdings schon für weit stärkere Kursverluste.

Dennoch ist Alex Gauna nach Angaben des Finanzportals Bloomberg seit einem halben Jahr der erste Analyst, der sich negativ über die Apple-Aktie äußert. Auch weiterhin empfehlen von 55 einflussreichen Börsenspezialisten 50 den Kauf des Papieres. Seit Anfang 2009 hat sich der Wert von Apple-Anteilsscheinen vervielfacht. Damals kostete eine Aktie noch 80 US-Dollar, inzwischen wird sie für etwa 330 US-Dollar gehandelt. Damit hat sich das Unternehmen innerhalb weniger Jahre zum zweit-teuersten US-amerikanischen Konzern hinter dem Ölmulti ExxonMobile entwickelt.

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Kommentare
  1. 17.03.11 20:14 NewPhone (Expert Handy Profi)

    Dass die ganze Wirtschaft, die mit japanischen Firmen direkt oder indirekt zu tun hat, nach der Katastrophe irgendwelche Probleme bekommen wird, ist irgendwie klar. Ob es Sinn macht, jetzt einzelne IT-Firmen herab zu stufen, wage ich zu bezweifeln. Die ganze Wirtschaft wird einen Knick bekommen. Wie stark der ausfallen wird, kann heute noch keiner sagen.

    Das einzig interessante an der JMP-Securities-Nachricht war für mich, dass in einem Artikel dazu (ich glaube, es war bei heise.de) der Anteil genannt wurde, den Apple an Foxconns Umsatz hat, weil JMP ja meinte, an den Foxconn-Umsätzen ablesen zu können, wie es Apple geht.

    Apple hat nur 21% Anteil an den Foxconn-Umsätzen. Also nur 1/5. Ich habe eigentlich mit mehr gerechnet, da ja oft so getan wird, als wäre Apple Foxconns einziger Großkunde, sodass man die Verantwortung bzgl. deren Mitarbeiterproblematik (Arbeitsbedingungen, Selbstmorde) komplett (oder zumindest größtenteils) direkt an Apple durchreichen kann.

    Ich hoffe zwar wirklich, dass sich Apple den Problemen bei Foxconn auf die eine oder andere Weise annimmt (einfach nur mehr Geld überweisen als gefordert, bringt nichts, da das nicht an die Arbeiter durchgereicht wird – daher ist das ein komplexeres Thema) aber man muss trotzdem bedenken, dass vorwiegend die Herstellerfirma selbst in der Verantwortung steht.

    Im Prinzip wird es Apple gehen, wie allen (aus asiatischer Sicht) ausländischen Firmen und Organisationen: Sie können zwar den Umgang mit den Arbeitern (und auch der restlichen Bevölkerung) in China offen oder verdeckt ablehnen – aber trotzdem kann es sich heute leider kaum noch eine international agierende Firma leisten, auf die Dienstleistungen der Chinesen zu verzichten. Und die chinesischen Firmen (Foxconn ist taiwanisch, lässt aber hauptsächlich in China fertigen) lassen sich nicht gerne in ihre Personalpolitik reinreden.

  2. 17.03.11 13:54 bocadillo (Advanced Handy Master)

    "Die Aktie lümmelt bei unter 330Dollar rum..ist um über 34Dollar gefallen...also um 10%.

    Nicht grade wenig.. "

    Stimmt- 330,- ist nicht wirklich wenig wenn man bedenkt das man

    - als Basis das Allzeithoch
    - die aktie vor 5 Jahren noch bei 80 ,- € stand
    - die Branche wegen Japan etwas ratlos ist.

    Ein wert also über den sich Motorola, SE, Nokia und Co sicherlichj freuen würden ;-)

  3. 17.03.11 13:46 cookieman (Moderator)

    Und.... haben wir keine anderen Sorgen als sich mit fallenden Aktienkurse von Apple zu beschäftigen.

  4. 17.03.11 13:44 gerschi (Member)

    @bocadillo

    "Viel schlimmer finde ich das in D wiedermal Paranoia geschoben wird, die "Ökolobby" eifrig wettert und alles nur über die Gefahr von AKWs debattiert(schließlich sind Erdbeben und Tsunamis rumd um unsere AKWs an der Tagesordnung) während die wirklichen Tsunamiopfer bei Scheefall kein Dach überm Kopf nebst nix zu beißen haben (und keinen Mensch interesiert es vor lauter Starhlengebabbel)und in Lybien das eigene Volk niedergebombt wird. Aber hauptsache wir sind "grün und glücklich"."

    Da bin ich voll und ganz deiner Meinung. Wollte nur nicht direkt so Off-Tpoic werden..., für das Thema gibt es andere Seiten, auf denen es besser platziert ist. (Aber es ist schon richtig, das es auch hier mal kurz gesagt wird)

  5. 17.03.11 13:40 ullumulu (Expert Handy Profi)

    Die Aktie lümmelt bei unter 330Dollar rum..ist um über 34Dollar gefallen...also um 10%.

    Nicht grade wenig..

  6. 17.03.11 13:30 bocadillo (Advanced Handy Master)

    "Viel interessanter und etwas bescheiden fand ich gestern die Meldung eines großen deutschen Internetportals, die in ihrem Live-Ticker zwischen der hohen Anzahl Todesopfern und vergeblichen Versuchen die Atomkatastrophe zu verhindern tatsächlich darüber berichtet haben, dass Apple die Produkteinführung des iPad2 in Japan verschiebt.... "

    Viel schlimmer finde ich das in D wiedermal Paranoia geschoben wird, die "Ökolobby" eifrig wettert und alles nur über die Gefahr von AKWs debattiert(schließlich sind Erdbeben und Tsunamis rumd um unsere AKWs an der Tagesordnung) während die wirklichen Tsunamiopfer bei Scheefall kein Dach überm Kopf nebst nix zu beißen haben (und keinen Mensch interesiert es vor lauter Starhlengebabbel)und in Lybien das eigene Volk niedergebombt wird. Aber hauptsache wir sind "grün und glücklich".

    Sorry für den OT-aber mir geht das Pseudogutmenschentum auf den Keks.

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