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Autor: Rene Melzer | 15.04.2011 - 18:23 | (10)

Google Music: Verhandlungen über Google-Musikdienst drohen zu Scheitern

Google steht Gerüchten zufolge kurz vor dem Abbruch der Verhandlungen mit den vier großen Musikverlagen über den neuen Musik-Dienst Google Music. Zu groß sei die Gier der Plattenbosse, berichtet die Website The Music Void. Der Suchmaschinenbetreiber überlege jetzt, wie Amazon den Dienst zuerst zu starten und erst danach um Erlaubnis zu fragen.

Google Music: Verhandlungen über Google-Musikdienst drohen zu Scheitern

Mit Streaming- und Sync-Funktion: Neuer Musikplayer von Google | (c) Droidlife / techfrom10

Gerüchte, dass Google einen Musikdienst für Android-Smartphones plant, gibt es schon seit Beginn dieses Jahres. Das Unternehmen soll einen Online-Dienst entwickeln, bei dem Musik nicht nur im Internet gekauft wird, sondern dort auch gespeichert werden kann. Doch angeblich blockieren die Musikverlage das Verkaufsmodell des Suchmaschinenbetreibers mit hohen Lizenzforderungen. Google sei mittlerweile "empört" und "frustriert" über "die Gier der Labels" und stehe kurz vor dem Abbruch der Verhandlungen. Das berichtet die Website The Music Void.

Was danach kommt, darüber kann nur spekuliert werden. Nach Meinung der Website ist es möglich, dass Google das ganze Projekt einfach einstampft. Es könnte aber auch sein, dass das Unternehmen wie Amazon den Dienst einfach ohne Zustimmung der Verlage starte und sich die Erlaubnis später hole.

Der Online-Händler hat im März 2011 ganz überraschend den internetbasierten Musikdienst Amazon Cloud Player in den USA gestartet. Amazon hatte den neuen Dienst allerdings nicht mit den Plattenbossen der vier großen Major-Label abgesprochen. Die reagierten dementsprechend verschnupft. Ihrer Meinung nach ist das Angebot ein Streaming-Dienst, für den der Online-Händler keine Lizenzen hat. Alles Quatsch sagt Amazon, man biete lediglich Online-Speicherplatz an, von dem die Nutzer ihre Musik herunterladen können. Dennoch laufen jetzt die Verhandlungen.

Besonders unverschämt langt nach Informationen von The Music Void der Verlag Warner Music Group. Er verlange von Google 30 US-Dollar pro Jahr und Nutzer. Google möchte dagegen eine Lizenz, die es dem Unternehmen erlaubt, die ersten 500 Titel des Abonnenten kostenlos zu speichern.

Quelle: The Music Void via PC Mag
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Kommentare
  1. 16.04.11 02:00 Kalack (Member)

    Und wie ich schon mal sagte! Mal angenommen ich hol mir ganz legal die musik bei amazon, zahle wie jeder anständige bürger auch für die musik. Dann lade ich sie bei sugarsync hoch und kann mir meine musik streamen lassen.
    Wo ist jetzt der unterschied zu amazons oder googles strategie? ! Ich sehe keinen.. außer dass der anbieter der kaufbaren musik hald auch der ist der sie streamt.....
    so what?!

  2. 16.04.11 01:47 Ronk (Advanced Member)

    Und was lernen wir jetzt wieder draus: Verhandlungen mit der Mafia sind von vorn herein zum Scheitern verurteilt.

  3. 15.04.11 23:15 cores (Handy Profi)

    @NP: Ich kann dir da zu 100% zustimmen!

  4. 15.04.11 23:05 NewPhone (Expert Handy Profi)

    Jetzt kann Google mal sehen, was für ein Kraftakt das für Apple seinerzeit war, die großen Plattenlabels an einen Tisch zu bekommen um einheitliche Vorgaben dafür auszuhandeln, wie man Musik überhaupt im Internet verkaufen kann. Ich kann mich noch an die Nachrichten von damals (vor der Einführung des iTunes (Music) Stores) erinnern: Jobs ist in Japan, Jobs ist in Frankreich, Jobs ist in Deutschland, Jobs ist in Italien ... Jede Woche ein neues Land, um mit den lokalen Plattenbossen zu reden, damit die Songs in etwa überall gleich viel kosten. Und dann die Zugeständnisse, damals die Songs mit DRM versehen zu müssen (was ist ja glücklicherweise abgeschafft worden), damit man überhaupt Einzelsongs verkaufen durfte (die Musikindustrie wollte lieber per Abo Musik verleihen). Und dann auch noch unterhalb des Preises von Musik auf Silberscheiben. Diese modernen Internetfirmen (damals Apple, jetzt Google ...) kommen immer auf verrückte Ideen. ;-)

    Irgendwo auf YouTube gab es mal es einen gelungenen Filmbeitrag über den damaligen Kampf mit der Musikindustrie. Sobald man außerhalb der Pfade von deren üblichen Vertriebsstrukturen wandelt, werden die sofort komisch und wollen totale Phantasiepreise für ihre Produkte haben (sonst ja auch schon – oder kann mir jemand sagen, warum 45 Minuten Musik auf Silberscheibe so viel kosten sollen, wie 2 Stunden Film, der viel teuerer in der Herstellung ist?). Unter anderem kosten die 30-sekündigen Musikschnipsel, die man Klingeltöne nennt, auch deshalb oft mehr als das Gesamtstück, weil diese aus Sicht der Musikindustrie "öffentliche Aufführungen" sind (werden laut/öffentlich vor fremdem Publikum gespielt). Die sind echt manchmal etwas bekloppt.

  5. 15.04.11 22:17 gtdriver87 (Advanced Member)

    lieber gut geklaut als schlecht selbst gemacht ;-)

    nur google macht es noch besser als die anderen!!!

  6. 15.04.11 22:11 Macianer (Gast)

    >>… Ne gern benutzte Suchmaschine zum Beispiel…<<

    Ich nutze zunehmend http://ecosia.org für meine Internetsuchen und helfe dmait ein klitzekleines bisschen der Umwelt und dem Regenwald. (http://ecosia.org/how.php)

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