Nokia hat seine Quartalszahlen für die Monate Januar bis März 2011 veröffentlicht. Sie waren besser als von den Anlegern erwartet. Das zweite Quartal soll aber wieder schwierig werden. Grund sind die Verknappung von Komponenten durch das Beben in Japan und die Einführung von Smartphones mit dem Microsoft-Betriebssystem Windows Phone. Die dafür angekündigte strategische Partnerschaft ist jetzt endgültig unterzeichnet
Nokia-Zentrale in Espoo, Finnland | (c) Nokia
Nokia überraschte die Anleger im ersten Quartal 2011 mit positiven Zahlen. Der Umsatz legte im Jahresvergleich um 9 Prozent auf 10,4 Milliarden Euro zu, das Betriebsergebnis sank jedoch leicht, von 488 Millionen Euro im ersten Quartal 2010 auf jetzt 439 Millionen Euro. Das Unternehmen verkaufte in den ersten drei Monaten dieses Jahres 108,5 Millionen Mobiltelefone, ein Zuwachs von 1 Prozent. Bei teuren Smartphones konnten die Finnen um 13 Prozent auf 24,2 Millionen Exemplare zulegen. Das machte sich auch im durchschnittlichen Verkaufspreis bemerkbar. Der stieg von 62 Euro auf 65 Euro.
In den nächsten Monaten rechnet Nokia allerdings mit Beeinträchtigungen durch die Folgen des Japan-Erdbebens. Sie werden nach ersten Schätzungen das Unternehmen noch bis in den Herbst beeinflussen. Auch die strategische Partnerschaft mit Microsoft und der damit verbundene Wechsel zum Betriebssystem Windows Phone wird in den nächsten Monaten Auswirkungen auf die Bilanz haben. Im zweiten Quartal wird Nokia nach eigenen Angaben nur wenige neue Modelle auf den Markt bringen, erst ab der zweiten Hälfte soll es wieder richtig losgehen.
Die Weichen dafür sind endgültig gestellt, wie beide Konzerne heute ebenfalls mitgeteilt haben. Die Unternehmen haben nach monatelangen Verhandlungen die Verträge über eine strategische Partnerschaft unterzeichnet, nach der Nokia in Zukunft Windows Phone als primäres Betriebssystem für seine Smartphones verwenden wird.
Die Beziehung steht auf mehreren Standbeinen: Nokia bringt seine Expertise bei Karten, Navigation und ortsbasierten Diensten sowie Hardware-Design und Sprachunterstützung in die Partnerschaft. Microsoft steuert seine Online-Suche Bing bei und seine Erfahrungen bei Werbung, Spielen und Social Media. Für sein Betriebssystem erhält der Software-Riese eine Lizenzgebühr von den Finnen. Sozusagen als Dank für die Wahl von Windows Phone zahlt Microsoft Nokia eine Summe von mehreren Milliarden Dollar. Außerdem gibt es einen lizenzpflichtigen Austausch von Patenten.
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Du bist nicht dabei?wahrscheinlich etwas OT, aber es geht ums N8
laut ifixit:
Display: Samsung Mobile Display AMS347FF01-0
Prozessor: Samsung Semiconductor K5W4G2GACA-AL54
-->könnte einiges erklären, warum so "schwachbrüstig" BEs verbaut sind ;-)
Touch screen controller: Synaptics T1201A, selber chip wie im BB Torch und M$ Kin2 ;-)
und der akku kann mit lösen von nur 1 schraube gewechselt werden.
aber das wussten bestimmt schon alle ;-)
bezeichnend finde ich, dass nokia sich M$ an den hals wirft, und wohl auch seine hintertürchen zu symbian+meego schliesst, M$ aber schon in richtung RIM schaut...
> und beide will kein anderer ...
Das fand ich auch eine interessante Aussage bei der Veranstaltung. Nokia suchte kein Exklusiv-System (wo doch einige meinen, dass wäre das Ziel eines jeden Handy-Herstellers), sondern eines, dass sie mit vielen anderen teilen können, wahrscheinlich um Aufwand und Kosten für den Aufbau einer Systemwelt, des AppStores/Markets, der Entwickler-Unterstützung, der Hardware-Entwicklung etc. möglichst gering zu halten.
> ... sondern wegen alternativlosigkeit
Das ist wohl die traurige Wahrheit.
macianer
in dem artikel ist aber - wenn es nach einem geisterfahrendem protagonisten hier geht- mit sicherheit. ein fehler: nokia hat nicht den anschluß verloren, sondern nur verpasst ein highendgerät herauszubringen.
newphone
spannend wird es mit nokia schon - und ob wp 7 der heilsbringer ist. aber es wurde auch nicht wegen der klasse gewählt, sondern wegen alternativlosigkeit. symbian 3 verkaufszahlen wohl enttäuschend , meego nicht fertig ( und beide will kein anderer), android sehen netzbetreiber nicht so gern, webos hat hp gekauft.
der deal mit rim seitens ms ist natürlich ein schlag mit dem nassen handtuch - wobei man auch erkennt das rim der schuh drückt - nur haben die es in einer deutlichen früheren stufe erkannt.
> dass wir hier auf Areamobile immer die Mobilfunksparte meinen ...
Sorry, auch das kann ich nicht gelten lassen, da es bei einigen Unternehmen schlicht unmöglich ist, die Bereiche sauber zu trennen. Wenn ich von Apples Zahlen spreche, meine ich Apple und nicht Non-IFRS-Zahlen der iPhone-Sparte, Teile der iTunes-Sparte (vergleichbar mit Nokia Services ohne Devices) und Teile der iPod-Sparte (nur iPod touch) und vielleicht noch irgendwas. Auch bei Microsoft bekommt man über die Quartalszahlen nicht heraus, was WP7 alleine einbringt. Daher muss ich davon ausgehen, dass, wenn man den Firmennamen (und keine Sparte) nennt, auch wirklich die Firma meint. Wenn du also in Zukunft irgendwelche Bereiche von Firmen meinst, auf die du dich beziehst, musst du das explizit sagen.
> Ein interessanter Artikel über Nokia und die Aussagen Elops auf der Hauptversammlung
Wahrlich. Klingt aber nicht wirklich gut. Es ist ja schön, wenn man erkannt hat, dass man auf dem Holzweg war, nur ist es leider so, dass man durch diese Erkenntnis nicht automatisch auf den richtigen Weg geführt wird. Selbsterkenntnis ist eben nur der erste Schritt zur Besserung, nicht der ganze Weg, nicht mal unbedingt die richtige Richtung. Und Microsoft war noch nie ein Partner, auf den man sich verlassen konnte, wie IBM mehrfach schmerzhaft erfahren musste (und ihnen dadurch letztendlich der PC-Markt entglitten ist) und wie man jetzt durch Microsofts Parallel-Deal mit RIM erahnen kann.
Apple kann sich echt ein wenig gebauchpinselt fühlen durch die Äußerungen von Elop. Ich hatte bei Elops Brandrede zum Jahreswechsel seinerzeit nicht richtig verstanden, warum er Apple, und nicht Android, als stärksten Gegner sieht. Wenn man jetzt aber die Gewinne sieht, die Apple im Handybereich einfährt (50% aller Gewinne weltweit – mit einem einzigen Hi-End-Gerät pro Jahr), kann man schon verstehen, warum Nokia vor allem in diese Richtung guckt.
Ich bin echt gespannt, wie sich das für Nokia und MS entwickelt.
nohtz
Das liegt wohl daran das Symbian/meego nicht wirklich ein Hintertürchen ist , sondern der Garant zum Ruin. Und mit RIM hat sich MS den nächsten bald kränkelnden Mann geangelt.
newphone
"Das fand ich auch eine interessante Aussage bei der Veranstaltung. Nokia suchte kein Exklusiv-System (wo doch einige meinen, dass wäre das Ziel eines jeden Handy-Herstellers), sondern eines, dass sie mit vielen anderen teilen können, wahrscheinlich um Aufwand und Kosten für den Aufbau einer Systemwelt, des AppStores/Markets, der Entwickler-Unterstützung, der Hardware-Entwicklung etc. möglichst gering zu halten."
achtung- autovergleich
alle Massenhersteller forcieren Plattformen über ihre Marken- und man verrär nicht allztuviel das manche Kleinteile an autos auch markenübergreifend identisch sind.
Ein eigenes OS muß man sich leisten können- "Billigkunden" honorieren das eigene OS nicht über den Preis- ud die eigenen Auflagen bei Highend sind bei den meisten Herstellern zu gering. Das Schlimmste aber an einem eigenem OS ist die schlechte Planbvarkeit der Kosten- Lizenzen dagegen sind ganz klare kalkulierbare Fixkosten.