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Autor:
Martin Hähnel
| | 37

Ortsbasierte Daten: Was Google speichert und an seine Server überträgt

Nach den beunruhigenden Meldungen, das iPhone würde heimlich Ort-basierte Daten mitschneiden war der Aufschrei groß. So groß, dass sich sogar der Bundesdatenschutzbeauftragte Peter Schaar bei Spiegel Online dazu äußerte: "Hier läuft etwas richtig falsch!" Aber nicht nur Apple speichert mehr oder weniger heimlich Daten, auch Google ist an den Positionsinformationen seiner Nutzer interessiert.

Ortsbasierte Daten: Was Google speichert und an seine Server überträgt

Auch Google ist an Nutzerdaten interessiert | (c) Ars Technica

Auch Android speichert den Aufenthaltsort des Nutzers. Der Grund dafür sei der gleiche wie bei Apple: Es gehe darum die Verbindungsqualität zu verbessern. Doch im Gegensatz zu iOS werden insgesamt weniger Datenpunkte vorgehalten.

Anders als beim mobilen Betriebssystem aus Cupertino handelt es sich hierbei um einen begrenzten Speicher, der erneuert wird. Alte Datensätze werden also gelöscht oder überschrieben. Es werden 50 Datensätze für Funktürme und 200 Datensätze für den Bereich Wlan gespeichert. Wie der Datenanalyst Sama Kamkar ermittelt hat, schickt ein für die Untersuchung verwendetes HTC-Smartphone darüber hinaus die Daten mehrmals stündlich an Google. Aber nicht nur Positionsdaten werden übertragen, sondern zusätzlich Namen, Orte und die Signalstärke von in der Nähe befindlichen Wlan-Zugängen. Außerdem koppelt Google sie an eine eindeutige Identifikationsnummer, mit der sich die übermittelten Daten zuordnen lassen.

Die Informationen seien zwar etwas schwerer als beim iPhone zu bekommen (das Android-Gerät muss gerootet werden), jedoch stelle das für Hacker und versierte Anwender kein Problem dar, so Kamkar. Auch einigen Datenschützern gibt die Speicherung Anlass zur Sorge, wenn auch aus einem anderen Grund. Wird man zum Beispiel eines Verbrechens beschuldigt, könnten diese Informationen für eine Positionsbestimmung zur Tatzeit verwendet werden, wenn der Zeitpunk nicht allzu weit in der Vergangenheit liegt.

Der Google-Sprecher Randall Safara erklärte gegenüber dem Blog Ars Technica, dass diese Informationen nur dann an Google übermittelt würden, wenn der Nutzer dem auch zustimmt. "Die Weitergabe von standortbasierten Daten ist optional. Wir informieren unserer Nutzer und lassen ihnen die Kontrolle über die zu übertragenden Daten[…]." Safara bezieht sich in seinen Aussagen auf eine Abfrage beim Hinzufügen des Google-Accounts zum Android-Gerät. Ob dies die Nutzer allerdings in die Lage versetzt einzuschätzen, was wie oft und in welchem Umfang übertragen wird, scheint fraglich.

Mehr zum Thema: iPhone, Google+, Smartphone, Smartphones, Smartphone-Markt

Quelle: ArsTechnica, GitHub Packetlss (Sama Kamkar)

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Kommentare
  1. 27.04.11 13:42 eichyl (Advanced Handy Profi)
    @Sven

    Zu deinem DAU-Kommentar muss man denke ich nicht mehr viel sagen...wenn für dich die direkte Meldung:

    "Achtung wir würden gerne ihre Standortdaten nutzen, d.h. GPS und WLAN Daten und diese an unsere Server weiterleiten" Wollen Sie das? JA/NEIN

    für einen DAU z komplex ist, aber eine Einstellung bei iOS die automatisch Aktiv ist und nur bei der Suche danach auch ausgeschalten werden kann einfach ist, naja dann ist dir schlicht und ergreifend nicht mehr zu helfen.

  2. 27.04.11 13:32 eichyl (Advanced Handy Profi)
    @macianer

    wie gesagt es lässt sich auch bei Apple ausschalten, hat niemand bestritten...nur sammelt das iPhone etc.trotzdem munter weiter...

    Zu einem OPt-Out muss man denke ich auch nicht mehr viel sagen, oder? Hier muss ich der Google-Lösung einfach den Vorteil einräumen, dass Sie den Nutzer von ANFANG AN darauf hinweist und einem SOFORT die Möglichkeit gibt dies abzulehnen. Bei Apple hingegen ist alles von Anfang an aktiv und nur wer in den Einstellungen drüber Stolpert kann es deaktivieren, zumal die Informationen im Menü eher dürftig sind und man nicht weiß was Location Servies bedeutet...Erst wenn man sich genauer informiert wird klar was es ist...kurz und knapp iOS ist an dieser Stelle sehr intransparent und das scheint einigen Apple-lemmingen tierisch auf den Zeiger zu gehen, was in abenteuerlichen Argumentationen mündet...

  3. 27.04.11 12:41 mersa (Member)

    Was bin ich grad froh, dass ich Symbian^3 nutze. Trotzdem bzw. gerade deswegen interessiert mich diese Geschichte bei den anderen OS'ses.

    Dass Standortdaten erhoben werden, ist ja zum Teil notwendig. Zum Beispiel muss ein Handy wissen, in welcher Zelle es sich befindet. Davon zu unterscheiden sind Speichern und Nutzen von Standortdaten. Über beides muss der Nutzer nach deutscher Gesetzgebung ausdrücklich informiert werden und um Erlaubnis gefragt werden! (siehe Volkszählungsurteil des BVerfG)

    Bei Google geht das anscheinend über die im Artikel genannte Abfrage. Rechtlich dürfte das sauber sein. Apple hingegen spricht davon kurz und vage von Standortdaten (hab den Wortlaut leider grad nicht da) in den 97 Seiten iTunes-AGBs. Bei Apple lässt sich dies nicht separat ablehnen. Ich als Nutzer kann dann nur noch mein iWasAuchImmer zurückgeben.

    Beides ist aus Usersicht nicht optimal, dass Daten 2x pro Stunde an Google geschickt werden, ist echt übel. Trotzdem, durch die Heimlichtuerei hat Apple hier den größeren Haufen gebaut.

  4. 27.04.11 11:47 nohtz (Professional Handy Master)

    htcWM6
    oh super, mein (wlan-)router zuhause weiss wo ich wohne... *g*
    das ist nix neues, und wohl auch etwas anderes als bewegungsprofile, oder?

    was hast du für ein problem mit meinem problem?
    ist nett von dir, dass du dich um mich kümmerst, aber ich komm schon klar :-)

    "selbst dein E7 übermittelt jederzeit seine position über gsm... mit jedem wechsel der funkzelle weiss man sofort wo Du grad bist... das alles geschieht automatisch, ohne daß man Dich um erlaubnis bittet... "
    -->logisch, oder?
    muss ja so sein, gsm, einem cell-phone... schlaumeier
    aber zeig mir bitte wo dann solche bewegungsprofile von mir auch gespeichert werden, inkl, welche wlans in der umgebung sind...

    "und einen metalkäfig um deine wohnung/haus herum bauen... "
    -->ist doch schon... ein stahlbetonhaus aus den 90ern ;-)

  5. 27.04.11 11:24 Macianer (Gast)

    @ nohtz: >>wieder schön das thema verschoben nach dem motto "die anderen sind auch nicht besser" ;-)<<
    Wieso? Wer verschiebt denn hier das Thema? Guck doch mal in die Threadüberschrift. Das Thema heißt "Ortsbasierte Daten: Was Google speichert und an seine Server überträgt"


    >>wie gesagt, bei google wird man gefragt, und man kanns abschalten (hab ich mir sagen lassen) das iphone sammelt trotz abschaltung weiter<<
    Liest Du dazu den letzten Absatz meines Beitrags #25 in diesem Thread.

  6. 27.04.11 11:01 htcWM6 (Member)

    @nohtz

    was hast Du eigentlich für ein paranoides problem? spätestens wenn dein router 24/7 online ist, weiss doch jeder, der es wissen will, wo du bist... dabei wirst Du nicht mal gefragt... dein webbrowser... egal ob firefox oder IE... oder opera überträgt allerlei informationen über dein BS... deine auflösung etc... selbst dein E7 übermittelt jederzeit seine position über gsm... mit jedem wechsel der funkzelle weiss man sofort wo Du grad bist... das alles geschieht automatisch, ohne daß man Dich um erlaubnis bittet...

    wie gesagt... wenn Du keine eigenen fakten hast... keine geräte der jeweiligen hersteller hast... und somit NICHT aus eigener erfahrung berichten kannst, dann einfach mal durchatmen und ruhe bewahren... Dich betrifft es in diesem falle eh nicht... ansonsten einen aluhut kaufen... und einen metalkäfig um deine wohnung/haus herum bauen...

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