Fans und Entwickler haben auf einer Internet-Seite eine Petition veröffentlicht, mit der sie von HTC die Freigabe des Bootloaders bei Android-Smartphones fordern. Innerhalb von drei Wochen haben knapp 6.500 Gleichgesinnte das Anliegen unterstützt, jetzt hat sich HTC auf seiner Facebook-Seite zu dem Thema geäußert.
HTC denkt über die Freigabe des Bootloaders bei Smartphones wie dem HTC Sensation nach | (c) Hersteller
"Vielen Dank für das zahlreiche Feedback, wir hören eure Bedenken. Euch zufriedenzustellen ist unsere oberste Priorität und wir arbeiten hart, um sicher zu stellen, dass ihr ein großartiges Erlebnis mit unseren Handys habt. Wir überdenken das Problem und unsere Firmenpolitik im Bezug auf Bootloader und werden bald weitere Informationen veröffentlichen," schreibt der Hersteller dort.
Beim Bootloader handelt es sich um eine Software, die das Betriebssystem des Smartphones lädt. Wenn Entwickler die Möglichkeit haben, darauf zuzugreifen, können sie modifizierte Firmware aufspielen und so ältere Geräte auch dann noch auf dem neuesten Stand halten, wenn der Hersteller schon längst den Support eingestellt hat.
Unternehmen wie Sony Ericsson, HTC und Motorola wollen verhindern, dass Bootloader und Firmware ihrer Smartphones modifiziert werden. In der Petition erheben die HTC-Fans den Vorwurf, dass das nur geschehe, um nach dem Support-Ende für ein Handy neue Geräte verkaufen zu können. Damit erreiche man aber genau das Gegenteil, drohen die Fans. Das scheinen die Unternehmen langsam zu realisieren. Denn wie HTC hat auch Motorola angekündigt, seine Richtlinien im Umgang mit gesperrten Bootloadern zu überdenken, Sony Ericsson hat sogar Anleitungen heraus gegeben, wie man die Bootloader einiger Modelle freischalten kann.
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Du bist nicht dabei?Klar werden die wenigsten ein Custom-Rom aufspielen, aber darum geht es gar nicht, denn gerade die, die das tun sind die Multiplikatoren, die anderen Geräte empfehlen. Ich werde ständig gefragt welches Handy gerade empfehlenswert ist und ich achte auf den offenen Bootloader, auch, wenn derjenige es höchstwarscheinlich nie nutzt finde ich es einfach ärgerlich, wenn mir etwas gehört und ich dann nichtmal die Software ändern kann.
Was mich jetzt wundert, war htc wirklich so geblockt? Bei meinem Desire HD gabs jedenfalls schon kurz nach erscheinen Custom Roms, sonst hätte ich es nicht gekauft.
Kam eben frisch über die Facebook Seite von htc !
"There has been overwhelmingly customer feedback that people want access to open bootloaders on HTC phones. I want you to know that we've listened. Today, I'm confirming we will no longer be locking the bootloaders on our devices. Thanks for your passion, support and patience," Peter Chou, CEO of HTC"
Geht doch :p
Nach der Garantie Zeit spricht nix dagegen das Handy zu rooten, schon allein um den Wiederverkaufswert zu erhöhen.
Ja Nissin, das ist eine berechtige Frage. Ich zum Bsp. war am Anfang der 100 % Überzeugung mein Telefon rooten zu wollen. Hab aber einfach keine Lust gehabt und werde es wohl auch nicht mehr machen.
ABER: Mein nächstes Telefon wird / sollte auch bootloader frei sein- ganz einfach, wenn ich nämlich mal Lust dazu hab, dann will ich es auch machen können.
Ich meine die android-Fraktion flucht immer viel auf die gegängelten iphone-Nutzer, man sollte aber nicht vergessen, dass man die vermeintlich propagierte Freiheit dann auch haben und nutzen können sollte.
Ohne jetzt genaue Zahlenen nennen zu können, glaube ich aber, dass die allermeisten sich eh nicht interssieren, ob die Bootloader gelockt sind oder nicht.
@pixelflicker:
Sämtliche Geräte nach dem DHD hatten einen signierten Bootloader. Die waren/sind genauso wenig zu knacken wie die Bootloader von Motorola nach dem erstem Milestone. 256 Bit knackt man halt nicht einfach so nebenbei.