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Autor: Rene Melzer | 01.06.2011 - 11:07 | (25)

WHO-Experten: Handystrahlung ist möglicherweise krebserregend

Die Gefahr von Handystrahlung ist nach wie vor umstritten. Aber weltweit gibt es über 5 Milliarden Handybesitzer, die sich täglich einem potentiellen Risiko aussetzen. Deshalb hatte das Krebsforschungsinstitut IARC, eine Abteilung der Weltgesundheitsorganisation WHO, 31 Fachleute aus 14 Ländern eingeladen, die eine Woche lang das verfügbare Wissen dazu diskutierten und bewerteten.

WHO-Experten: Handystrahlung ist möglicherweise krebserregend

Headsets verringern das potentielle Risiko durch Handystrahlung drastisch

Nach den Erkenntnissen der IARC Monograph Working Group gibt es nur wenig belastbare Beweise für eine Krebsgefahr von Handystrahlung. Dennoch stuft das Expertenforum die hochfrequente Strahlung, der Besitzer von Mobiltelefonen beim Telefonieren ausgesetzt sind, als "möglicherweise krebserregend" ein. Insbesondere für Intensivnutzer gebe es begrenzte Hinweise auf ein erhöhtes Risiko, an bestimmten Hirntumoren zu erkranken, sogenannten Gliomen. Die Fachleute empfehlen, die Gefahr "genau im Auge zu behalten" und fordern weitere Studien, die die intensive Nutzung von Handys langfristig beobachten.

Mit ein paar Verhaltensregeln beim Telefonieren kann man die Belastung durch elektromagnetische Strahlung verringern. Generell gilt, dass sie mit zunehmender Entfernung zum Kopf stark abnimmt. So empfielt das Deutsche Krebsforschungszentrum unter anderem Headsets zu verwenden oder lieber mal eine SMS zu schreiben. Auch die Wahl eines Handys mit einer geringen Strahlungsintensität, dem sogenannten SAR-Wert, verringert das potentielle Risiko. Er steht gewöhnlich in der Gebrauchsanweisung.

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Quelle: IARC, DKFZ
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Kommentare
  1. 08.09.11 10:55 Mobilfunk.und.Gesundheit
    Handystrahlung - Studie zu Mobilfunksender und Krebs

    "Elektromagnetische, gepulste Wellen von Sendemasten und Handys beeinflussen und deformieren den Zellkern."

    Prof. Dr. Heyo Eckel
    Facharzt für Radiologie, ehem. Vorsitzender des Ausschusses "Gesundheit und Umwelt" der Bundesärztekammer, Ehrenpräsident der Ärztekammer Niedersachsen

    Quelle: "Der Zellkern verändert sich", Schwäbische Post, 07.12.2006


    Studie zu Mobilfunksendern und Krebs:

    Dode AC, et al, Mortality by neoplasia and cellular telephone base
    stations in the Belo Horizonte municipality,
    Minas Gerais state, Brazil, Sci Total Environ (2011),
    doi:10.1016/j.scitotenv.2011.05.051

    Volltext: http://www.emrsa.co.za/documents/brazilresearch.pdf

    http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/21741680

    Mehr zum Thema Mobilfunk und Gesundheit - Handy, Mobilfunksender, GSM, UMTS, LTE, TETRA, DECT, WLAN

    http://www.mobilfunkstudien.de

    http://www.facebook.com/Mobilfunk.und.Gesundheit

  2. 02.06.11 17:28 pixelflicker (Handy Master)

    > gibt es nur wenig belastbare Beweise für eine
    > Krebsgefahr von Handystrahlung. Dennoch [...]
    > "möglicherweise krebserregend"


    Grad dasd Luft Scheppert!

  3. 01.06.11 16:06 Noticed (Moderator)

    "strahlung die richtig gefährlich ist und das erbgut angreift und definitiv krebs auslöst ist gammastrahlung, aber ich denke, kein handy der welt funkt mit gammastrahlung ;-)"

    Autsch!

  4. 01.06.11 15:46 nohtz (Handy Master)

    strahlung die richtig gefährlich ist und das erbgut angreift und definitiv krebs auslöst ist gammastrahlung, aber ich denke, kein handy der welt funkt mit gammastrahlung ;-)

  5. 01.06.11 15:43 salamanca (Advanced Member)

    "Nee, es reicht schon wenn wichtige Proteine aufgrund der Strahlung in ihrer Funktion eingeschränkt werden.
    Es muss also nicht direkt durch die Strahlung der DNA-Strang beschädigt werden, es reicht schon, wenn Tumorsuppressoren in ihrer Funktion eingeschränkt werden oder Onkogene aktiviert werden."

    Tumorsuppressoren müssen permantent in ihrer Funktion geschädigt sein und das geht nur wenn ein entsprechender Gendefekt vorliegt. Auch Tumorsuppressoren haben nur eine gewisse Halbwertszeit in der Zelle ;)
    Mir ist zumindest kein Fall von Zellentartung bekannt, in der das entsprechende Gen nicht defekt war.

  6. 01.06.11 15:11 nohtz (Handy Master)

    dass die strahlen gefährlich sein könnten, zumindest aber das wohlbefinden nicht steigern, ist ja nix neues, das wird ja seit jahren immermal wieder erwähnt.
    aber eine langzeitstudie gibts eben noch nicht dazu.

    wenn man aber immer nur "könnte wahrscheinlich eventuell" sagt, wird sich das öffentliche bewusstsein dahingehend eher nicht sensibilisieren

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