Apple hat gestern iOS 5 vorgestellt, die neueste Version des Betriebssystems für iPhone, iPad und iPod Touch. Sie kommt mit mehr als 200 neuen Funktionen und wird in diesem Herbst verfügbar sein. Entwickler können die Beta-Version von iOS 5 bereits jetzt ausprobieren.
Zu den wichtigsten Funktionen gehören: Notification Center, iMessage, Newsstand und die PC Free Funktion, mit der Nutzer ein iOS-Gerät "out-of-the-box" aktivieren und einrichten sowie Software-Updates drahtlos erhalten, ohne den Umweg über einen Computer mit iTunes-Software gehen zu müssen.
Mit Notification Center können Anwender alle Benachrichtigungen über Textnachrichten, verpasste Anrufe, Kalender- sowie App-Meldungen einfach an einem Ort von überall in iOS 5 erreichen. Wenn die Informationen eintreffen, erscheinen sie wie beim Google-System Android kurz in der Statuszeile am oberen Rand des Bildschirms. Mit einem Wisch können sie angesehen werden und ein einfacher Fingertipp bringt den Nutzer für weitere Details direkt in die entsprechende App. Die Benachrichtigungen erscheinen auch auf dem Lock-Screen und bieten die Möglichkeit, mit einer Berührung die entsprechende App zu öffnen.
Notification Center: Benachrichtigungen werden künftig auch auf dem Lock-Screen eingeblendet / (c) Apple
Newsstand sieht aus wie der iBook Store. Es ist ein Bücherregal, das Titelbilder aller Zeitungs- und Magazin-Abonnements an einem Ort anzeigt. Ein neuer Bereich im App Store beinhaltet ausschließlich Abonnement-Titel und ermöglicht es Nutzern, schnell die beliebtesten Zeitungen und Magazine der Welt zu finden. Im Falle eines Abonnements erscheinen neue Ausgaben in Newsstand und werden automatisch im Hintergrund aktualisiert, um immer die aktuellste Ausgabe sowie die jüngsten Titelbilder darzustellen.
Auch den Safari Browser hat Apple verbessert. Neu ist der Safari Reader, der Werbung und andere störende Grafiken ausblendet und die richtige Schriftgröße einstellt, so dass man leicht durch einen Artikel scrollen und ihn lesen kann. Eine sogenannte Reading List ermöglicht es, Artikel einfach zu speichern, um diese später zu lesen. Auf dem iPad ist mit iOS 5 Tabbed Browsing möglich, das den einfachen Wechsel zwischen mehreren Websites ermöglicht.
Twitter wurde tief in iOS 5 integriert. Einmal angemeldet, kann man direkt aus allen Twitter-fähigen Apps wie Fotos, Kamera, Safari, YouTube und Karten mit nur einem Fingertipp tweeten. Neue Schnittstellen geben Entwicklern außerdem die Möglichkeit, den Vorteil der Einmal-Anmeldung für ihre eigenen iOS 5 Apps auszunutzen.
iMessage bringt die Funktionalität von iPhone-Nachrichten auf alle iOS-Geräte wie iPhone, iPad und iPod touch. Die direkte Integration in die Nachrichten-App erlaubt es, auf einfache Art Textnachrichten, Fotos, Videos oder Kontaktinformationen an eine Person oder Gruppe auf andere iOS 5-Geräte über WLAN oder 3G zu senden. iMessages werden automatisch auf alle iOS 5-Geräte gepusht, sodass eine Unterhaltung über iPhone, iPad und iPod touch hinaus aufrecht erhalten wird. Der neue Dienst verfügt außerdem über Empfangs- und Lese-Bestätigungen, Schrifterkennung und End-to-End Verschlüsselung.
Die neue Reminders App hilft dabei, Aufgaben zu verwalten, verwandte Aufgaben zu kreieren und zu gruppieren, zeit- oder ortsbasierte Erinnerungsalarme zu erstellen sowie Prioritäten und Fälligkeiten zu organisieren. Man kann sich nicht nur erinnern lassen, wenn der Termin sich nähert, sondern auch wenn man an einem bestimmten Ort ankommt oder diesen verlässt. Erinnerungen können außerdem in iCal und Outlook betrachtet werden und werden automatisch aktualisiert.
Neue Funktionen in der Kamera- und Fotos-App ermöglichen einen unmittelbaren Zugang zur Kamera direkt vom Lock-Screen und man kann die Lautstärke-Knöpfe benutzen um schnell ein Foto zu schießen. Optionale Gitterlinien helfen dabei, das Foto auszurichten und eine einfache Berührung genügt um Fokus und Belichtung auf ein Objekt einzustellen. Die neue Fotos-App ermöglicht das Zuschneiden, Rotieren, Verbessern und das Entfernen von roten Augen sowie das Verwalten von Fotos in Alben direkt auf dem Gerät und das Teilen von unterwegs.
Mit der neuen PC Free Funktion können Anwender ihr Gerät direkt "out-of-the-box" aktivieren und einrichten, ohne dabei einen Computer zu benutzen. Auch Software Updates werden bei iOS 5 drahtlos mit nur einem Klick bereitgestellt. Dabei wird nicht mehr umständlich die gesamte Firmware aktualisiert, sondern nur der Bereich, der Neuerungen enthält.
Weitere Funktionen von iOS 5:
- Game Center, jetzt mit der Möglichkeit dem Profil Fotos hinzuzufügen, neue Spiele direkt in der Game Center App zu kaufen und bessere Möglichkeiten Freunde zu finden und Spiele zu entdecken
- Verbesserungen in Mail mit der Möglichkeit Nachrichten mittels beweglicher Adressen zu verfassen und einer neuen Formatierungsleiste mit Fett, Kursiv, Unterstreichen und Absatzeinstellungen
- AirPlay Mirroring um kabellos alles, was man auf dem iPad 2 macht auf dem HD TV über Apple TV darzustellen
- eine systemweit geteilte Tastatur um leichter auf dem iPad zu tippen.
Die iOS 5 Beta Software und das SDK sind ab sofort für Mitglieder des iOS Developer Program über developer.apple.com erhältlich. iOS 5 wird als kostenloses Software Update für iPhone 4, iPhone 3GS, iPad 2, iPad, iPod touch (der vierten Generation) und iPod touch (der dritten Generation) in diesem Herbst erhältlich sein. Einige Funktionen werden nicht auf allen Geräten verfügbar sein, erklärt Apple einschränkend.
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Du bist nicht dabei?Hmm, ich glaube das sich an Google keiner so recht rantraut ist, weil jeder weiß, dass er Google braucht. So nutzt Apple ja auch durchaus intensiv die Google-Dienste auf allen seinen Geräten (z.B. Maps auf dem iPhone und so viel ich weiß ist auch Google noch immer Standard-Suchmaschine in Safari)
Natürlich gäbe es Alternativen, aber keiner mag sich diese Tür verchließen.
Der Aspekt mit dem herunterstufen in der Suchmaschine ist natürlich auch ein Argument, wobei ich nicht glaube, dass Google sowas macht (Herunterstufen aus rein Firmenpolitischen Gründen).
Die Menge der Patente kann es nicht ausmachen, denn gerade Motorola und Nokia sind Schwergewichte was das angeht und die werden auch munter verklagt.
Vielleicht liegts auch etwas an diesem "wie du mir - so ich dir" effekt, denn man merkt ja oft, dass die Firmen zurückklagen und da sich Google hier wohl ziemlich zurückhält (getreu dem Motto: "don't be evil") klagt keiner Zurück.
Bei Samsung haben wir das ja erst wieder erlebt.
Da quovadis in anderen Threads mit Nachdruck darauf drängt, dass ich ihm hier antworten soll, tu ich das jetzt mal (ich hoffe allerdings, dass ich dadurch der Unsitte hier, Antworten vehement einzufordern, nicht Vorschub leiste):
> Das war keine launige Aussage, sondern eine handfeste Message auf einer Folie. Und somit durchaus als Firmenpolitik zu verstehen, wenn soetwas der Öffentlichkeit präsentiert wird...
Du beziehst das jetzt ausschließlich auf "Copycats" (ich hoffe, dass ist das einzige Mal, dass ich diesen Begriff hier im Forum verwenden muss – bislang konnte ich das vermeiden), ich hatte das erkennbar weiter gefasst (einige regen sich bis heute über alte eMails von Steve Jobs auf). Diese Äußerung war zwar öffentlich – wird aber gerne aus dem Zusammenhang gerissen: Es ging hier ausschließlich (wenn ich mich recht entsinne – das Video gucke ich mir nicht noch einmal an) um die zukünftigen Tablet-Rechner der Konkurrenz. Dass Apple in diesem Bereich die Vorreiterrolle übernommen hat, ist weitgehend unbestritten und mit der Aussage wollten sie der Einschätzung Nachdruck verleihen. Ich glaube auch nicht, dass sie damit Samsung und Co. beleidigen konnten, zumindest nicht mehr, als man das unter Konkurrenten so macht (man sehe die Tablet-Werbung der Konkurrenten an – z.B. das Samsung Galaxy Tab: da wird ganz schön auf dem iPad herumgehackt). Die einzigen, die sich darüber aufregen, sind die üblichen Apple-Nichtmöger, die mal wieder einen Angriffspunkt gefunden haben, den sie nicht technisch begründen müssen: "Apple ist überheblich und deswegen scheiße". Ich denke, Apple hat mit der Reaktion gerechnet und kann damit leben, dass ein paar Kritiker den "Cc."-Vorwurf (jetzt natürlich als allgemeine Aussage, nicht mehr nur auf Tablets bezogen) zurückwerfen.
> Du fängst an unsauber zu argumentieren.
Sehe ich anders.
> Auf Nachfrage? Dir wird ein minderwertiges Produkt verkauft und Du musst NACHFRAGEN?
Apple hat zuvor an alle Käufer den Bumper verteilt, um nachträglich den Fehler zu minimieren. Gleichzeitig haben sie ein erweitertes Rückgaberecht eingeräumt: Wem also das Produkt nicht gefiel, konnte es 1 Monat lang zurückgeben und hatte dadurch keinen finanziellen Nachteil (nicht einmal über den abgeschlossenen Mobile-Vertrag). Nach einer bestimmten Frist gingen sie davon aus, dass jeder (außer evtl. Koma-Patienten) über die Medien informiert war, dass das iPhone u.U. Empfangsprobleme haben kann. Wer es dann trotzdem gekauft hat, tat das in vollem Wissen dieser "Einschränkung", kann es aber immer noch umtauschen oder einen Bumper bekommen, wenn er von den Problemen betroffen ist.
> und wie gesagt, du sollst einen überkrassen Auflaschlag für Nutzen zahlen müssen, den Du bei einem normalen Produkt normal dabei hättest?
Du übersiehst dabei, dass der Sinn des Bumpers (aus dem Namen fast abzulesen) eigentlich ein anderer ist, als du hier darzustellen versuchst: Es ist nicht in erster Linie ein Empfangsverbesserer, sondern ein Schutzring, der z.b. das Gerät bei einem Sturz schützen soll. Erstens kannst du aus einer riesigen Auswahl von Hüllen (in unterschiedlichen Preisklassen, ab einem Euro) wählen (und fast alle haben die zusätzliche Eigenschaft, die Auswirkungen des Todesgriffs zu reduzieren) und zweitens musst du für diesen Nutzen auch bei anderen Geräten Geld bezahlen (oder werden alle Androiden mit Schutzhülle ausgeliefert?). Wie gesagt, man kann darüber streiten, ob der Bumper zu teuer ist aber wer ihn als Empfangsverbesserer einsetzen möchte, bekommt ihn umsonst, wer ihn zum Sturzschutz haben möchte, kann ihn kaufen oder eben eine der tausenden Konkurrenz-Schutzhüllen. (Ich glaube, es gibt kein Handy, für das es so eine reichhaltige Auswahl an Schutzhüllen und anderem Zubehör gibt – auch in günstig.)
> Ich glaube das muss man nicht verstehen. Ist in etwa so, wie wenn der Kellner Dir ein verbranntes Steak bringt, Du auf NACHFRAGE ein neues bekommst ODER für einen satten Aufpreis ein neues bekommst....
Ich mache dir keine Vorgaben, was du verstehen musst. Um bei deinem Beispiel zu bleiben, ist das Apple-Steak nicht verbrannt, nur finden einige die Geschmacksrichtung ungenießbar, während andere (anscheinend die Mehrheit derer, die es probiert haben – bei den Verkaufszahlen) nichts auszusetzen haben. Und denen, die das Steak nicht herunterbekommen, wird vom Kellner angeboten, dass es zurückgenommen und natürlich nicht berechnet wird. Für den Bumper fällt mir jetzt keine Analogie ein, außer evtl., dass das Fleisch nachgewürzt wird, um den Geschmack für dich zu verbessern. Aber ab dem Zeitpunkt, wo allgemein bekannt ist, dass das Fleisch dieses Restaurants speziell gewürzt ist und es nicht allen schmeckt, wird auf das automatische, ungefragte Umwürzen verzichtet und erst auf Nachfrage nachgewürzt. Insgesamt ein sehr hinkendes Beispiel aber ich wollte bei deiner Analogie bleiben, damit es für dich besser nachvollziehbar ist.
Ich habe übrigens kein iPhone 4, weil mich das Antennenproblem gestört hat. Nicht, weil ich Empfangsproblem befürchtet habe – aber ich will ein perfektes Produkt (träum) – und das konnte mir bislang keiner verkaufen.
> Neue Patente? Da sehe ich einen engen Rahmen, da die Technik im iphone ja schon bekannt war, Apple hat ja nicht das Rad neue erfunden (bis auf die Screenbedieung mit Multitouch und dem lächerlichen Patent der Entsperrung des Display mit einem Knop in Verbindung mit einer Wischbewegung....)
Gut, da brauchen wir wohl nicht weiter zu diskutieren, wenn du glaubst, Apple würde nur 2 oder 3 Smartphone-Patente halten. Mach dich da erst einmal schlau, bevor du so einen Unsinn verzapfst. Unter Marktbeobachtern gilt Apple neben Nokia und evtl. noch Motorola zu den Firmen, die die meisten Smartphone-relevanten Patente halten.
> und nach denen ist Apple einfach ziemlich unsypmathisch
Das kommt halt daher, dass du, wie jeder andere auch, voreingenommen bist. Das ist kein Makel, sondern vollkommen natürlich – ohne Vorurteile wäre unser Leben viel zu kompliziert. Es gibt eine Gruppe von Kritikern, denen ist Apple unsympathisch, unabhängig davon, ob sie verklagt werden (wird schon was dran sein) oder klagen (Patenttroll). Und die Gegner sind automatisch die Guten (gut, dass Apple gezeigt wird, wo die Grenzen sind – Apple soll sich mal nicht so haben – selber Cc.). Das ist zwar eine etwas einseitige Sichtweise aber völlig natürlich, wenn die Sympathien schon verteilt sind. Du vermischt hier nur u.U. Ursache und Wirkung.
> Dass Nokia so viel klagen muss verwundert auch nicht weiter, da diese eine der größten F&Es haben folglich am meisten Urheberrechte (WLAN nicht Design) durchsetzen müssen.
Komisch, bei Nokia sind Klagen völlig natürlich, bei Apple machen sie unsympathisch. Brauchst nichts zu entgegnen – ich weiß ja, wie die Mechanismen funktionieren. Was meinst du, was für eine Entwicklungsabteilung Apple hat? Die ist natürlich personell kleiner, weil es ja keine "Behörde" ist – aber verstecken brauchen sich die bestimmt nicht. Und Apple will auch nur sein geistiges Eigentum schützen und gleichzeitig möglichst wenig Geld für Fremdentwicklungen ausgeben. Wie jede andere Firma auch.
> Hab mal gelesen, dass sich Google ab dem Tag, wo sie ne ordentliche Finanzspritze gekriegt haben wert auf TOP Anwälte gelegt haben und das auch konsequent umgesetzt haben...
Die anderen Firman, inkl. Apple, haben auch tolle Anwälte – daran liegt es nicht ausschließlich. Man versucht bei einer Klage immer den Schwächsten zu treffen, den man kriegen kann. Deswegen verklagt Lodsys die App-Entwickler und nicht Apple, deswegen klagt MS gegen Moto (verhältnismäßig geringe Reserven) und nicht gegen Google. Google ist zwar patentmäßig ein ganz kleines Licht (im Smartphone-Bereich) aber eben ein Schwergewicht insgesamt. Wenn man sich mit Google anlegt und in deren Katalog/Maschine heimlich heruntergestuft wird, kann es ganz schön eng werden. Dagegen wäre Banken-Verklagen ein vergleichsweise einfaches Unterfangen.
> Ich hoffe Du antwortest....
Ich hoffe, das ist dir ausführlich genug.
@ new phone
Du schriebst "so sehe ich das auch" zu einem Post, bei dem es "schmunzeln" dazu hieß. Außerdem verbiegst Du hier gerade (un- /absichtlich) Tatsachen. Du tust gerade so, als ob es zufällig mitgeschnitten worden wäre. Das war keine launige Aussage, sondern eine handfeste Message auf einer Folie. Und somit durchaus als Firmenpolitik zu verstehen, wenn soetwas der Öffentlichkeit präsentiert wird...
http://www.areamobile.de/assets/news/2011-03/ipad-2-copycats.png
Ich sehe auch nicht was mOnkeyboys Tanz damit zu tun hat. Ist das eine Message? Nö. Wird wer diskreditiert? Nö. Also nicht vergleichbar.
>>Jetzt wirfst du zwei Sachen zusammen, die faktisch nichts miteinander zu tun haben. [...]. Und sogar die eigenen Taten sind erst einmal jeweils getrennt zu betrachten. Oder meist du, Apples Rechtsabteilung sollte folgendermaßen denken: "Samsung hat uns aber ganz schön beklaut, was das Design (Geräte, Verpackung, GUI) angeht – aber wir haben jetzt (nach Android) die Notifications im System – dass gleicht sich aus, lassen wir die Klage sein." So läuft das nicht! Wenn man eigene Ansprüche sieht, klagt man – wenn der Gegner meint, umgekehrt wäre es ebenso, klagen die schon zurück – das muss man nicht selber tun.<<
Ich verstehe Deine Argumentation nicht, denn Du lässt die Grundsätze der Kausalität außen vor. Das kann ich Dir dann nicht verübeln, wenn Du Copycats als Aussage in erinenrung hattest und nicht als Folie.
Mit so einer Folie wird auf jeden Fall, denjenigen Firmen Schaden zugefügt, die hier aufgezählt wurden. Und Du kannst mir nicht erzählen, dass damit der positive Werbeeffekt den Firmen versuchen zu erzielen hierdurch nicht berührt wird. Wie ich sagte, mal eben ordentlich Marketingbudget verbrannt. Und wie ich weiter sagte, wäre zu verzeihen, wären sie nicht selber Copycats.
Zu den Rechtsabteilungen: Die Klagen auf Geheiß von oben. Und in diesem Fall höchstwahrscheinlich von Steve selbst.
Und wenn man im Glashaus sitzt, sollte man nicht mit steinen werfen:
http://www.itechnews.net/wp-content/uploads/2007/02/Samsung-Ultra-Smart-F700.jpg
Wie was läuft und wer wann klagt, würde ich Dich bitten, außen vor zu lassen, es sei denn Du kannst es belegen...
"Wie gesagt, das kann man ja gerne mal machen – aber jahrelang auf Sprüchen herumzureiten statt sich mit wichtigerem auseinanderzusetzen, langweilt die Zuhörer einfach auf Dauer."
Du fängst an unsauber zu argumentieren. Ich sagte ja, dass ich den Spruch schon vergessen hatte, nur in einem unmittelbaren Zusammenhang wird man sich wohl, bei einer nicht all zu langen Vorstellung des Ipads 2 dran erinnern, zumal wenn sich hier Nutzer wie Sven, das in die Signatur schreiben.
"Tja, was soll man daran erklären? Auf Einzelnachfrage bekommen die iP4-Käufer den Plastikring wohl immer noch umsonst – sie müssen beim Support nur sagen, dass sie Empfangsprobleme haben. Ansonsten sind das übliche Zubehöraufschläge: Preise für Kabel etc. richten sich nicht nach Herstellungskosten sondern nach dem Nutzen für den Verbraucher. Zuletzt: Warum hat Apple das Antennendesign nicht mitten in der Produktion geändert? Weil das Kosten verursacht und sich das Gerät auch ohne Änderung super verkauft. Klar kann man sich darüber ärgern. Die meisten Käufer scheint das Problem aber nicht sonderlich zu stören oder sie leben damit, weil die positiven Eigenschaften überwiegen."
Auf Nachfrage? Dir wird ein minderwertiges Produkt verkauft und Du musst NACHFRAGEN? Ok wir beide haben echt ne unterschiedliche Weltanschauung.
Aber im Folgenden wird Deine Argumentation eh ziemlich fahrig...
Es ist also ok, nur weil die Leute es schlucken? Du weißt schon die Message dahinter?
"Es ist uns egal wie ihr telefoniert, wir verdienen uns trotzdem dumm und dämlich an euch." Da wären wir dann wieder beim Punkt Firmenpolitik. Aber ich meine, wenn Du Dich gerne verarschen lässt (ich weiß Du hast kein iphone, Dir würde es Deiner Aussage nach, ja aber wohl nichts ausmachen).
Zu den Aufschlägen. Richtig jeder haut ordentlich drauf. Ist auch in Ordnung. Aber vlt. kannst Du ja die prozentuale Differenz ausrechnen, für einen simplen Ring, der in jeder Bravo Girl GRATIS (in Form von Armringen, aber gleiches Prinzip) dabei ist. Und wie gesagt, du sollst einen überkrassen Auflaschlag für Nutzen zahlen müssen, den Du bei einem normalen Produkt normal dabei hättest?
Ich glaube das muss man nicht verstehen. Ist in etwa so, wie wenn der Kellner Dir ein verbranntes Steak bringt, Du auf NACHFRAGE ein neues bekommst ODER für einen satten Aufpreis ein neues bekommst....
Ich finde deien Grafik wesentlich unübersichtlicher, da die Namen der Firmen wichtiger sind, als Linien...
Aber ja, wie ich sagte, man kann es unterschiedlich interpretieren, es ist eben ein Indiz dafür.
Neue Patente? Da sehe ich einen engen Rahmen, da die Technik im iphone ja schon bekannt war, Apple hat ja nicht das Rad neue erfunden (bis auf die Screenbedieung mit Multitouch und dem lächerlichen Patent der Entsperrung des Display mit einem Knop in Verbindung mit einer Wischbewegung....)
Wie Du im letzten Absatz sagst, es ist schwer hieraus was abzuleiten und auch ich schaue mir Einzelfälle an und nach denen ist Apple einfach ziemlich unsypmathisch... Dass Nokia so viel klagen muss verwundert auch nicht weiter, da diese eine der größten F&Es haben folglich am meisten Urheberrechte (WLAN nicht Design) durchsetzen müssen.
Ich hoffe Du antwortest....
@ PF
Das scih an Google keiner rantraut ist in der Tat verwunderlich, aber nicht auf den zweiten Blick. Hab mal gelesen, dass sich Google ab dem Tag, wo sie ne ordentliche Finanzspritze gekriegt haben wert auf TOP Anwälte gelegt haben und das auch konsequent umgesetzt haben...
Aber wie Du sagst ist ne firmenpolitische Sache...
> Auf Einzelnachfrage bekommen die iP4-Käufer den Plastikring wohl immer noch umsonst
Aber hoffentlich, das ist ja das Mindeste, wenn sie das Design schon nicht ändern und zugesagt haben, dass jeder so ein Ding haben kann.
> jahrelang auf Sprüchen herumzureiten statt sich mit wichtigerem auseinanderzusetzen
Ne, nicht Jahrelang, aber innerhalb des "Year of the copycats" muss man es sich dann wohl doch noch gefallen lassen, oder meinst du nicht?
> Die Grafik gibt es auch in Übersichtlich
Ja schon, aber die stimmt nicht überein. Beim original zeigen 6 Pfeile auf Apple und zwei von Apple weg, bei der anderen Version sind es 4/2.
Nun fragt sich was aktueller ist.
Das Nokia so viele verklagt hat war wohl eine Art Verzweiflungstat. Was aber auffällt, ist, dass sich an Google keiner rantraut, obwohl die eigentlich der Hauptangriffspunkt sein sollten.
Motorla hat wohl die Meisten alten Patente und verklagt laut Grafik doch kaum jemanden. Ist halt doch eher eine Firmenpolitische Sache. Ist halt oft so eine Wie du mir so ich dir Sache. Zumindest so lange man was in der Hand hat (Verhältnismäßig) und gegen Nokia hat kaum jemand was in der Hand was Patente angeht.
> Da wird doch schon wieder nur eine Seite der Medaille betrachtet. Man soll darüber schmunzeln?
Ich schrieb:"Man kann solche Marketingsprüche gerne mal ironisch kommentieren und sich meinetwegen auch (einmal) aufregen...", von Schmunzeln war nicht die Rede. Was die Firmenchefs mal ab und zu, ohne lange darüber nachzudenken, launig von sich geben oder tun, ist eine Sache, die offizielle Firmenpolitik eine andere. Hier wird gerne so getan, als wäre z.B. "versuchen sie es anders zu halten" eine offizielle Pressemitteilung von Apple gewesen. Es war eine eMail von Jobs, welcher bestimmt aufgrund der vielen Nachfragen etwas genervt war und unüberlegt ein wenig zu flapsig geantwortet hat. Dumm gelaufen, tut man nicht, ohne Ende hochgekocht – aber unabhängig von Apples Firmenpolitik. Genauso wie ich Balmers Tanzstil nicht direkt in Zusammenhang mit Microsofts Firmenpolitik bringen würde. Peinliche Einzeltaten, die in meinen Augen mit den Firmen nur wenig zu tun haben. Toll für einen Anekdoten-Abend aber mehr auch nicht.
> Fragt doch mal die Rechtsabteilung von Samsung, ob die gerade am schmunzeln sind, ob der gegen sie anhängigen Klagen. Oder die Marketing-Abteilung von Motorola wie sie den Copycats Vorwurf fanden?
Jetzt wirfst du zwei Sachen zusammen, die faktisch nichts miteinander zu tun haben. Die Äußerungen der Firmenchefs und das, was die Rechtsabteilung tun, sind voneinander unabhängig. Und sogar die eigenen Taten sind erst einmal jeweils getrennt zu betrachten. Oder meist du, Apples Rechtsabteilung sollte folgendermaßen denken: "Samsung hat uns aber ganz schön beklaut, was das Design (Geräte, Verpackung, GUI) angeht – aber wir haben jetzt (nach Android) die Notifications im System – dass gleicht sich aus, lassen wir die Klage sein." So läuft das nicht! Wenn man eigene Ansprüche sieht, klagt man – wenn der Gegner meint, umgekehrt wäre es ebenso, klagen die schon zurück – das muss man nicht selber tun.
> dann wiegt das doppelt schwer und das dürfte der Grund für viele hier sein, dass sie sich aufregen.
Wie gesagt, das kann man ja gerne mal machen – aber jahrelang auf Sprüchen herumzureiten statt sich mit wichtigerem auseinanderzusetzen, langweilt die Zuhörer einfach auf Dauer.
> Antennagate. Ok Apple entwirft ein Handy welches Empfangsprobleme hat, sobald die Antennen verbunden werden. Man bietet zur Entschädigung einen hässlichen Plastikring an. Ok. Schauen wir mal heute darauf, Apple verkauft mir immer noch ein fehlerhaftes und anstatt einen gerade akzeptablem Ausgleich zu schaffen, nein dieser Plastikring im Wert von <10 Cent wird für DREISSIG Euro verkauft. Erklär mir das mal bitte jemand.
Tja, was soll man daran erklären? Auf Einzelnachfrage bekommen die iP4-Käufer den Plastikring wohl immer noch umsonst – sie müssen beim Support nur sagen, dass sie Empfangsprobleme haben. Ansonsten sind das übliche Zubehöraufschläge: Preise für Kabel etc. richten sich nicht nach Herstellungskosten sondern nach dem Nutzen für den Verbraucher. Zuletzt: Warum hat Apple das Antennendesign nicht mitten in der Produktion geändert? Weil das Kosten verursacht und sich das Gerät auch ohne Änderung super verkauft. Klar kann man sich darüber ärgern. Die meisten Käufer scheint das Problem aber nicht sonderlich zu stören oder sie leben damit, weil die positiven Eigenschaften überwiegen.
>> Die Regeln sind eigentlich ganz einfach: Wenn du den Mitbewerbern etwas nachmachen willst, solltest du zusehen, dass du entweder keine Patente verletzt (z.b. weil die Sache gar nicht patentierbar ist) oder du einigst dich mit dem Patentinhaber (entweder im Vorfeld – oder per Klage/Vergleich nachher). Dieses Spiel spielen alle Hersteller im IT-Sektor.
> Ah ja? Glaube ich eher weniger. Diese Grafik kann man unterschiedlich interpretieren. Sie sagt aber für mich das was die meisten von uns schon seit dem dritten oder vierten Lebensjahr wissen, das Kind auf dem Spielplatz, das am meisten Ärger hat, hat auch meistens was am Kopf.
Die Grafik gibt es auch in Übersichtlich:
http://news.designlanguage.com/post/1252039209
Danach und nach deiner Aussage ist Nokia das Kind, das was am Kopf hat. Deswegen wird es ja jetzt auch von der Schule genommen. ;-) Ich sehe das etwas anders: Klagen und Verklagen betrifft die Unternehmen, die viele Patente in dem Bereich aufzuweisen haben (das sind nun mal Nokia (alte Patente) und Apple (neue Patente)) und sich deswegen streiten können oder müssen.
> Klar gibt’s da harte Regeln aber es gibt auch immer einen Werte-Kanon an den es sich zu halten gilt ...
Aber nur im Märchen. Wie gesagt, Apple klagt viel und wird viel verklagt. Nokia klagt viel und wird wenig verklagt. Motorola wird fast nur verklagt. Aus der Anzahl der Klagen heraus eine Beliebtheitsskala abzuleiten, finde ich gewagt. Da gucke ich mir lieber die einzelnen Fälle an und entscheide für mich, ob ich die jeweilige Klage nachvollziehen kann oder nicht. Die Anzahl alleine und die Richtung der Klagen sagen meines Erachtens nichts aus. Wer viel verklagt wird (wie Moto z.B.), hat der Dreck am Stecken oder wird der unschuldig gemobbt? Das kann ich nur aufgrund der Klage-Anzahl kaum entscheiden.
Also cht, wer soll sich biite diese langen Beiträge durchlesen?
Es herrscht doch permanenter Ideenklau..... nur früher haben die Firmen glaube ich nicht so einen Riesenaufwand betrieben wie heute, da der Markt einfach heiß umkämpft ist.