iCloud ist ein kostenloser Online-Dienst, der nahtlos mit allen Anwendungen auf iPhone, iPad, iPod touch, Mac oder PC zusammenarbeitet, automatisch alle Inhalte in der iCloud speichert und drahtlos auf alle Geräte eines Anwenders pusht. Sobald sich irgendetwas auf einem Gerät ändert, werden alle anderen fast im selben Augenblick drahtlos aktualisiert.
Die kostenlosen iCloud Services beinhalten:
- Die früheren MobileMe-Dienste Kontakte, Kalender und E-Mail – jeweils mit einer völlig neuen Architektur und komplett überarbeitet, um nahtlos mit iCloud zusammenzuarbeiten. Anwender können Kalender mit Freunden und Familie teilen, der werbefreie Push-E-Mail-Account wird auf 'me.com' gehostet. Der Posteingang und sämtliche Postfächer werden auf allen iOS-Geräten und Computern des Anwenders auf dem aktuellsten Stand gehalten.
- App Store und iBookstore laden jetzt alle gekauften iOS-Apps und -Bücher auf alle Geräte des Anwenders herunter, also nicht nur auf das Gerät, von dem aus sie gekauft wurden. Darüber hinaus bieten App Store und iBookstore nun eine Einkaufs-Historie: ein einfacher Fingertipp auf das iCloud Symbol lädt alle Apps und Bücher auf jedes iOS-Gerät, ohne dass zusätzliche Kosten entstehen. Bis zu 10 Geräte werden unterstützt
- iCloud Backup erstellt automatisch Backups der iOS-Geräte in der Wolke. Eine Datensicherung findet täglich über Wlan statt, sobald iPhone, iPad oder iPod touch aufgeladen werden. Gesicherte Inhalte umfassen gekaufte Musik, Apps und Bücher, Aufnahmen (Fotos und Videos), Geräteeinstellungen und Daten der Apps. Wird ein iOS-Gerät ersetzt, reicht die Eingabe der entsprechenden Apple ID und des dazugehörigen Passworts während des Einrichtungsvorgangs und iCloud stellt das neue Gerät wieder her.
- iCloud Storage speichert nahtlos alle erstellten Dokumente und pusht sie auf jedes Gerät des Nutzers. Wird ein Dokument auf einem der Geräte verändert, pusht iCloud diese Änderungen automatisch auf alle anderen Geräte des Anwenders. Die Apps Pages, Numbers und Keynote von Apple unterstützen den Dienst bereits, Entwicklern anderer Anwendungen stehen die entsprechenden Schnittstellen (API) zur Verfügung, um ihn ebenfalls zu implementieren. Die Nutzer erhalten bis zu 5 Gigabyte an kostenlosem Speicherplatz für ihre E-Mails, Dokumente und Backups. Dabei werden der Speicherplatz für Musik, Apps und Bücher, die bei Apple gekauft wurden und das Speichervolumen, das Photo Stream benötigt, nicht auf diese Gesamtspeicherkapazität angerechnet. Anwender können zudem zusätzlichen Speicherplatz erwerben. Details dazu werden zum Start von iCloud diesen Herbst bekannt gegeben.
- Der iCloud-Dienst Photo Stream lädt automatisch sämtliche Fotos, die ein Nutzer mit einem seiner Geräte macht oder auf eines seiner Geräte importiert, hoch und pusht sie zu allen Geräten und Computern des Anwenders. So kann man beispielweise während eines nachmittäglichen Fussballspiels mittels iPhone ein Dutzend Fotos von seinen Freunden machen und die aufgenommenen Bilder stehen auf dem iPad (oder sogar Apple TV) des Nutzers zum Teilen mit der gesamten Gruppe bereit, sobald man nach Hause kommt. Photo Stream ist in die Foto Apps aller iOS-Geräte und in iPhoto auf Macs integriert und wird im Bilder-Ordner von PCs gespeichert. Um Platz zu sparen, werden die neuesten 1.000 Fotos auf jedem Gerät abgelegt. Dort kann man sie einfach nur ansehen oder in ein Album zur permanenten Speicherung verschieben. Macs und PCs speichern sämtliche Fotos aus Photo Stream, da sie über mehr Kapazität verfügen. iCloud speichert jedes Foto für 30 Tage in der Wolke.
- iTunes in the Cloud ermöglicht das Herunterladen der bereits gekauften iTunes-Musik auf sämtliche iOS-Geräte eines Nutzers, ohne dass zusätzliche Kosten anfallen. Neue Musikeinkäufe können automatisch auf alle Geräte eines Anwenders heruntergeladen werden. Dank iTunes Match kann man die selben Vorteile zusätzlich auch für nicht in iTunes erworbene Musik erhalten. Dabei handelt es sich um einen Dienst, der Musiktitel des Anwenders mit einer DRM-freien Version im AAC-Format und einer Datenrate von 256 KBit/s ersetzt, sofern der über 18 Millionen Songs umfassende iTunes Store ein entsprechendes Pendant bereithält. iTunes Match macht die entsprechende Musik binnen Minuten verfügbar (anstatt Wochen, die es bräuchte um die gesamte Musikbibliothek eines Nutzers hochzuladen) und lädt nur den kleinen Prozentsatz der Musik des Nutzers in die Cloud, zu dem kein entsprechendes Gegenstück im iTunes Store gefunden werden konnte. Der Dienst wird ab Herbst dieses Jahres für eine Jahresgebühr von 24,99 US-Dollar zur Verfügung stehen - zunächst nur in den USA. Apple veröffentlicht heute eine kostenlose Beta-Version von iTunes in the Cloud für iPhone, iPad und iPod-Touch-Nutzer, auf deren Geräten iOS 4.3 läuft.
Eine Beta-Version von iCloud, sowie Cloud Storage APIs stehen Mitgliedern des iOS- und Mac-Developer Program ab sofort über developer.apple.com zur Verfügung. iCloud wird zeitgleich mit iOS 5 in diesem Herbst erhältlich sein. Anwender können sich kostenlos für iCloud über ein iPhone, iPad oder iPod touch, auf dem iOS 5 läuft oder einen Mac mit Mac OS X Lion und einer gültigen Apple ID anmelden.
iTunes in the Cloud ist ab heute in den USA erhältlich und setzt iTunes 10.3 und iOS 4.3.3 voraus. Der automatische Download von Apps und Büchern ist ab heute verfügbar. Die Nutzung von iCloud mit einem PC setzt Windows Vista oder Windows 7 voraus. Outlook 2010 oder 2007 werden von Apple für den Zugriff auf Kontakte und Kalender empfohlen.
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Du bist nicht dabei?Nun ja, mal sehen, wie's den Netzbetreibern schmeckt und welche Tarife sie dafür anbieten.
> das sollte apple auch android-nutzern zur verfügung stellen, denn immerhin nutzt apple auch haufenweise googledienste!
Die Google-Dienste, die Apple verwendet, sind mit Google geklärt. Meines Wissens sind das in iOS die Maps-App, YouTube und die Google-Suche. Zumindest für die Suche (und bestimmt auch Maps) zahlt Google eine Menge Geld an Apple.
iPhone-Nutzer verwenden bestimmt auch gerne andere Google-Dienste (Apps, Mail, Kalender ...) aber das ist ja in Googles Sinne, denn sie verdienen Geld über ihre Nutzer und es ist ihnen (mehr oder weniger) egal, mit welchem Device/SYstem die unterwegs sind (Hauptsache, sie schicken brav Daten hoch und geben ihren Standort preis (jaja, alle wollen meine Daten – aber nur Google hat das zum Hauptgeschäftsziel gemacht)).
Die iCloud kann out-of-the-box mit iOS, Mac OS und Windows! verwendet werden. Somit muss auch niemand Angst haben, dass er seine daten da nicht mehr herausbekommt. Der heimische Windowsrechner (oder Mac) hat alle iCloud-Daten gesynct auf der Platte – abklemmen, freuen. Ich weiß nicht, wie freigiebig Apple mit den Schnittstellen sein wird aber es ist nicht unmöglich, dass später auch andere Systeme auf Daten der iCloud zugreifen können – vielleicht nicht per push/sync aber vielleicht ja manuell. Es könnte aber auch sein, dass sich Apple mit Sicherheitsbedenken (jetzt, nach dem Sony-Datenskandal) herausreden wird, um Androiden etc. den Zugang zu verwehren. Das wird die Zukunft zeigen.
Viele einzelne Funktionen der iCloud ("iTunes in the Cloud" auf jeden Fall ausgenommen) kennt man von anderen Diensten, sei es SkyDrive, Dropbox, Win Live oder Google Kalender. Ich denke, das besondere ist, dass Apples Lösung sehr umfassend und in vielen mitgelieferten Apps mit quasi Zeroconf-Aufwand nutzbar ist. Der normale iPhone-iOS5 Nutzer wird sich nach kurzer Zeit nicht mehr wundern, dass immer alle Dokumente und Daten auf allen Geräten aktuell sind und er jederzeit vom Mac zum iPad wechseln kann, um an einem Dokument weiter zu arbeiten oder die Bilder zu sortieren oder seinen heruntergeladenen Podcast weiterzuhören. Er wird sich wahrscheinlich noch mehr als jetzt wundern, dass andere es toll finden, auf ihr mobiles Gerät wie auf eine Festplatte zuzugreifen und dort manuell Sachen hinzukopieren und wieder zurückzukopieren, wenn sich daran etwas geändert hat. Jaja, auch andere Systeme kann man über die Cloud und auch iPhones kann man manuell per WiFi/Kabel mit Daten versorgen aber in der praktischen Anwendung werden sich wahrscheinlich die Cloud-Dienste gerade bei iOS-Nutzern jetzt stark durchsetzen. Ob das eine gute Entwicklung ist, sei mal dahingestellt.
Was aber meiner Meinung nach das Killerfeature von iCloud ist und was bei der Keynote etwas unterging: Es gibt ein API für Entwickler, um die Cloud-Funktionen mit geringem Aufwand in den eigenen Apps zu nutzen. Jede iOS-App kann also in Zukunft seine Dokumente zu allen Geräten des Besitzers pushen oder sie von dort bekommen. Ich als Entwickler kann also die Apple-Cloud verwenden, um meine Dokumente/Daten zu sharen und zu syncen und muss nicht mehr gucken, dass ich entweder selber einen Server betreibe oder die Hürde eines weiteren Zusatzdienstes, wie Dropbox, dem User auferlege. Das klingt genial gut.
> Was ich meinte, war: Auf Dateien, Dokumente, Fotos usw., die ich in SkyDrive ablege, kann ich mit WP7 noch nicht zugreifen, oder?
Mit Fotos geht das sehr gut. (Handyfotos werden automatische hochgeladen und stehen dann unter WP7, Skydrive und Windows zur Verfügung wenn man will.
Beim Office habe ich mich geirrt. Es geht nur mit OneNote-Notizen, nicht mit Word und Excel. (die werden nicht automatisch gesynct.)
Die Cloud ist nichts für mich. Kann mich mit dem Gedanken einfach nicht anfreunden, dass meine Daten irgendwo im Internet liegen.
Zumal sich das recht genommen wird, Daten die denen nicht gefallen, einfach zu löschen.
Lieber 1TB im Rechner, 2TB als externes Laufwerk daheim und nen großen Speicher im Smartphone.
Und was man nicht dabei hat, hat man halt nicht dabei.
Ja, dass Kontakte, der Kalendar etc. gesynct werden, war mir klar. Ebenso, dass auch Google, Facebook, Yahoo usw. geht. Was ich meinte, war: Auf Dateien, Dokumente, Fotos usw., die ich in SkyDrive ablege, kann ich mit WP7 noch nicht zugreifen, oder? (Jetzt mal abgesehen vom normalen Surfen) Du sagtest, dass du im OfficeHub ein Dokument anlegst und es auch am PC weiterbearbeiten kannst. OK, aber gehts auch andersrum?
http://www.windows-smartphones.de/5660/skydrive-als-windows-phone-app/
@ Birk, "Beim Office habe ich mich geirrt. Es geht nur mit OneNote-Notizen, nicht mit Word und Excel. (die werden nicht automatisch gesynct.) " Mit einem PC und Livemesh geht das schon. Mit Mango soll dann auch das WP7 Phone einbezogen werden.