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Autor: Rene Melzer | 24.06.2011 - 09:59 | (32)

4G-Interesse: Schnelle 4-G-Netze für Kunden noch uninteressant

Mit Milliardengeldern bauen die Mobilfunkbetreiber derzeit ihre Netze auf den 4G-Standard aus. Doch ob sich das Investment lohnt, ist fraglich. Nach einer aktuellen Umfrage ist das schnelle Datennetz über 4G für die Kunden noch kein entscheidendes Kaufkriterium.

4G-Interesse: Schnelle 4-G-Netze für Kunden noch uninteressant

HTC EVO 4G: Sprint-Modell von HTC mit schnellem WiMAX-Anschluss. | (c) Hersteller

Für Netzbetreiber ist 4G das nächste Killerfeature. Doch im aktuellen Omnibus Report kommt der US-Marktforscher Morpace zu dem Schluss, dass das Angebot des neuen schnellen Datenstandards zur Zeit kaum einen Kunden bewegen würde, sich ein neues Smartphone anzuschaffen oder gar den Netzbetreiber zu wechseln.

Nur 34 Prozent der Befragten gaben an, sich ein Mobiltelefon mit 4G-Unterstützung zu holen, wenn ihr Vertrag abgelaufen ist. Knapp 40 Prozent wären bereit, mehr Geld für ein Telefon mit schnellerem Internet auszugeben. Bei den Mobilfunkverträgen sieht es noch düsterer für 4G aus. Hier zählen für die Kunden vor allem die Monatsgebühr (29 Prozent) und der Netzausbau (26 Prozent). Nur 4 Prozent nannten Geschwindigkeit als wichtigen Entscheidungsgrund für einen Netzbetreiber.

Doch das könnte sich bald ändern. Denn von allen Teilnehmern, die bereits einen 4G-Tarif haben, sind nach Angaben der Marktforscher 83 Prozent "sehr zufrieden" und "ziemlich zufrieden" mit dem Service. Nur 2 Prozent von ihnen sind dagegen "unzufrieden" mit 4G. Der schnelle Datenstandard erfüllt also anscheinend die Versprechungen.

Unter der Bezeichnung 4G werden verschiedene Standards zur Datenübertragung in Mobilfunknetzen zusammengefasst. Die internationalen Standardisierungsorganisation ITU hat derzeit die Formate WiMAX und LTE Advanced als 4G-Standards zertifiziert, allerdings werden auch der Vorgänger LTE und der UMTS-Nachfolger HSPA+ als solcher vermarktet. Theoretisch sind mit 4G Geschwindigkeiten von bis zu 1 Gigabit pro Sekunde im Download und bis zu 500 Megabit pro Sekunde im Upload möglich.

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Quelle: Morpace via Digitaltrends
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Kommentare
  1. 28.06.11 13:58 cookieman (Moderator)
    @PF + macianer

    >Naja, wenn man mit LTE (zumindest übergangsweise) zweigleisig fahren muß, drängt es sich unter den geschilderten Umständen der technischen Nachteile von UMTS-2100 doch geradezu auf, GSM als die zweite Schiene zu nehmen. — Also GSM für Sprachtelefonie und LTE für Datenübertragung.<

    UMTS hat ein Frequentspektrum von 1900 - 2150 MHz. Du kannst nicht alles auf diese 2100 festmachen. Deine 2. Lösung wird eher nicht zutreffen. Grund GSM dient zwar für Telefonie, SMS, MMS und auch für Edge, ist aber technisch wie gesagt veraltet, und die Lizenzen laufen im Jahr 2018 aus. Ob die Anbieter dann die Lizenzen verlängern werden, ist eine andere Frage da auf deser Frequenz nichts mehr zu optimieren gibt. Die Telefonie geht genauso gut über UMTS.

    1. Step LTE Overlaynetz mit 3MBit DSL Grundversorgung. Die Telekom bietet z.b. zum LTE DSL auch ein Sprachpaket an. Es ist halt nur die Frage der technischen Ausstattung sowie die regionale Netzabdeckung. Das wird entsprechend optimiert.

    Letztendlich werden Datentransfer und Telefonie auf LTE genauso funktionieren wie bei UMTS schon der Fall ist. Nur ist die Bandbreite größer und schneller. Klar bis die ersten LTE Handys kommen und auch passenden Tarife zur Verfügung stehen wird es noch etwas dauern....

  2. 28.06.11 13:14 pixelflicker (Handy Master)

    Ja klar, das wäre sicher eine Möglichkeit. Aber dazu kann ich nicht viel sagen, so gut kenne ich mich mit Netztechnik nicht aus.

  3. 28.06.11 13:07 Macianer (Gast)

    Naja, wenn man mit LTE (zumindest übergangsweise) zweigleisig fahren muß, drängt es sich unter den geschilderten Umständen der technischen Nachteile von UMTS-2100 doch geradezu auf, GSM als die zweite Schiene zu nehmen. — Also GSM für Sprachtelefonie und LTE für Datenübertragung.

  4. 28.06.11 12:53 pixelflicker (Handy Master)

    Da könntest du natürlich recht haben, aber wie gesagt hat LTE wohl den Nachteil, dass man damit immer zweigleisig fahren muss, bei UMTS wäre das theoretisch nicht nötig. In der Praxis sieht es sicherlich anders aus.

  5. 28.06.11 12:18 Macianer (Gast)

    Aufgrund der beschriebenen technischen Nachteile von UMTS-2100 sehe ich für die Sprachtelefonie auf GSM-Basis noch lange nicht das Aus. Vielmehr kann ich mir vorstellen, daß LTE das UMTS-Netz kannibalisieren wird. Denn mit seiner hierzulande realisierten Technik im Bereich 700-800 Mhz erlaubt das LTE-Netz nicht nur bedeutend größere Zellradien als UMTS-2100, sondern darüberhinaus auch eine dem GSM-900 Netz mindestens ebenbürtige Indoor-Versorgung.

    Gleichzeitig wird sich, da stimme ich Dir zu, LTE als Ergänzung resp. Alternative zu DSL etablieren und auf diese Weise ebenfalls UMTS-2100 als Datenübertragungtechnik verdrängen.

    Ich sehe also UMTS-2100 in größerer Gefahr durch LTE als das GSM-Netz.

  6. 28.06.11 11:51 pixelflicker (Handy Master)

    Naja, ob es wünschenswert ist steht auf einem anderen Blatt, darum geht es ja bei der Spezifikation nicht. Das werden die Netzbetreiber dann schon selbst entscheiden müssen ob sie GSM behalten oder nicht.

    Jedenfalls wäre es technisch möglich und das ist es bei LTE wohl nicht, das ist ja eigentlich der Punkt um den es geht. Das zeigt, dass LTE nicht primär für Handys als Alternative zu UTMTS gedacht ist, sondern viel mehr als alternative zu DSL.
    Wenn man es in handys einbaut, dann ist das eher eine zusätzliche Nutzung.

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