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Autor: Rene Melzer | 11.07.2011 - 14:39 | (51)

Android: Oracle fordert Lizenzgebühren von Smartphone-Herstellern

Oracle soll bereits an Handyhersteller herangetreten sein und bis zu 20 US-Dollar für jedes Smartphone mit Android fordern. Das Unternehmen behauptet, in dem von Google entwickelten Betriebssystem stecken Patente von Oracle, für deren Nutzung eine Lizenzgebühr gezahlt werden muss.

Android: Oracle fordert Lizenzgebühren von Smartphone-Herstellern

Wegen Android: Oracle verlangt bis zu 20 Dollar Lizenzen pro verkauftem Smartphone | Foto: Google

Nach einem Bericht der IT-Website Network World soll der Software-Entwickler Oracle verschiedene Handyhersteller zur Zahlung von Lizenzgebühren für das Android-Betriebssystem von Google aufgefordert haben. Zwischen 15 und 20 Dollar verlangt das Unternehmen für jedes produzierte Smartphone, zitiert das Magazin Jonathan Goldberg, Analyst bei der Deutschen Bank.

Oracle dränge die Hersteller mit einem Early-Adopter-Programm und Rabatten zu einer schnellen Akzeptanz der Forderungen, so Goldberg. Dennoch habe bisher niemand zugestimmt.

Oracle reichte im August 2010 Klage gegen Google ein. Das Unternehmen wirft dem Suchmaschinenbetreiber vor, mit seinem mobilen Betriebssystem Android Patente zu verletzen, "die in Verbindung mit Java stehen". Der Java-Ableger Dalvik ist ein wichtiger Bestandteil von Android.

Java ist eine Programmiersprache, die von Sun Microsystems entwickelt wurde. Oracle kaufte sie zusammen mit dem Entwickler im Januar 2010. Jetzt fordert das Unternehmen mehrere Milliarden US-Dollar Entschädigung von Google wegen unerlaubter Verwendung seiner Patente. Nach Meinung von Experten will Oracle durch die Lizenzvereinbarungen mit den Handyherstellern seine Position im Patentstreit mit Google verbessern.

Oracle ist nicht das erste Unternehmen, dass statt Google selbst anzugreifen, Lizenzen von Smartphone-Herstellern verlangt, die das Betriebssystem Android verwenden. Auch Microsoft hat bereits Lizenzverträge mit mehreren Produzenten abgeschlossen. Aktuell soll das Unternehmen in Verhandlungen mit Samsung sein. Die Forderungen liegen nach Medienberichten zwischen 5 US-Dollar und 12,50 US-Dollar.

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Quelle: Network World via Afterdawn
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Kommentare
  1. 12.07.11 13:49 quovadis (Gast)

    @ Lonewolf

    Ich vermute mal, dass das es tatsächlich erst ab Übernahme von Sun durch Oracle möglich ist. Im dt. Recht zumindest gibt es eine Norm nach der man eine Forderung nicht mehr eintreiben kann, wenn der Schuldner darauf vertrauen durfte, dass die Forderung nicht mehr beglichen werden muss.
    Aber wie gesagt, es kann auch sein, dass es einen unbeaknnten Faktor gibt der dies von Beginn an ermöglicht...

  2. 12.07.11 13:40 Lonewolff (Newcomer)

    @quovadis:

    Danke für den Hinweis mit Sun. Das ist nun natürlich schon eine interessante Fragestellung. Ich würde sagen, dass keine Rechtsansprüche verloren gehen nur weil Sun nicht mehr eigenständig agiert bzw. einen neuen Besitzer gefunden hat. Das müsste dann ja im Umkehrschluss bedeuten, dass Rechtsansprüche von Sun nun genauso auch von Oracle geltend gemacht werden können. Aber ich bin kein Jurist und kann das nicht zweifelsfrei beurteilen.

  3. 12.07.11 12:31 quovadis (Gast)

    @ Lonewolf

    "[...] kann Oracle dieses Recht natürlich noch nachträglich für den gesammten Zeitraum, wo sie im Besitz dieser Patente waren, geltend machen. [...] Aber rückwirkend bis eben maximal hin zum Zeitpunkt der Patenterstellung geht es definitiv. "

    Du widersprichst Dir aber, das eine Mal schreibst Du ab PatentBESITZ und das andere Mal ab PatenERSTELLUNG. Erstellt wurden diese Patente aber von Sun, und ab diesem Zeitpunkt SE verlangt werden kann, wage ich mal zu bezweiflen, habe hieran aber Interesse das zu wissen.

    @ Mike
    Die Umfrage finde ich eine gute Idee, wollte dazu eh bald mal nen Thread aufmachen.

  4. 12.07.11 11:57 Mike Leitner (Moderator)

    :) Ich habe die Beiträge wieder freigeschaltet. Ich werde ausserdem mal eine Umfrage im Forum starten. Die Beiträge wurden etwa abgeändert.

  5. 12.07.11 11:49 quovadis (Gast)

    Ich finde schon, dass es eine Verfälschung ist, da Teile der Diskussion und damit der Gesamtaussage entfernt werden. Und ich brauch keinen Post schreiben wenn er danach gelöscht wird. Ok Ton war falsch geb ich zu, aber alles löschen kann ich wie gesagt nicht gut heißen. Zumal man sich auch mal mit dem Problem der Zensur auseinandersetzen sollte.

    Ich fände es auch besser, wenn man eine Abstimmung über dieses Eingreifen führen würde. Vlt. hab ich ja was verpasst aber mein letzter Kenntnissstand war der, dass Du gefragt hast, wer dafür ist, und dann ein zwei Mails gekriegt hast. Das finde ich nicht repräsentativ...

  6. 12.07.11 11:39 Mike Leitner (Moderator)

    Stimmt, kann man, aber meist tut das hier keiner, ausser wir Mods machen es selber. Aber ich mach es mal.
    Eine Verfälschung des Threads ist das aber finde ich nicht.

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