Einen Schnellschuss wagen oder in Schönheit sterben – vor dieser Frage stand zuletzt Samsung. Der südkoreanische Hersteller hat sich etwas mehr Zeit genommen und nach dem Launch des flachen iPad 2 das im Februar vorgestellte Galaxy Tab 10.1 noch schnell überarbeitet. In zwei Wochen startet der Verkauf dieses Geräts zusammen mit einem neuen Video-on-Demand-Dienst.
Samsung Galaxy Tab 10.1 | (c) Hersteller
In knapp zwei Wochen soll das 10-Zoll-Tablet mit wahlweise schwarzer oder weißer Rückseite in den Handel kommen. Die unverbindliche Preisempfehlung von Samsung für die Version des Galaxy Tab 10.1 mit 16 Gigabyte Speicherkapazität lautet 629 Euro, Telefónica Germany (O2) wird aber beispielsweise wie angekündigt dieses Gerät für 569 Euro verkaufen. Später wird es noch zwei weitere Varianten des Galaxy Tab 10.1 mit 32 und 64 Gigabyte Speichervermögen geben. Ab Ende August wird dann das kleinere, aber von den anderen Features her vergleichbare Galaxy Tab 8.9 erhältlich sein. Dieses 465 Gramm leichte Modell soll laut Hersteller 599 Euro (UVP) kosten.
Das Galaxy Tab 10.1 wird mit der Android-Version 3.1 Honeycomb und aufgelegter TouchWiz-Oberfläche in einer für Tablets angepassten Variante herauskommen. Zudem hat Samsung mehrere spezielle Apps und Hubs auf dem Galaxy Tab 10.1 installiert. Beispielsweise liefert das Live Panel genannte Widget aktuelle Informationen zu Datum, Uhrzeit und Wetter oder auch Nachrichten und Mitteilungen von Freunden und Bekannten auf den Homescreen. Sechs zunächst vorgegebene Anwendungen können über sogenannte Mini-Apps – Taskmanager, Kalender, Weltuhr, Stift-memo, Rechner, MP3-Player - am unteren Bildschirmrand für den Schnellzugriff eingeblendet werden.
Neben dem Social Hub für die Bündelung von E-Mails aus verschiedenen Konten und von Mitteilungen auf sozialen Netzwerke wie Facebook, Twitter und Linkedin sowie den Content-Apps Music Hub und Reader Hub – alle schon bekannt vom 7-Zoll-Tablet Samsung Galaxy Tab – kommen im Herbst dieses Jahres noch ein Games Hub sowie schon zum Verkaufsstart des Galaxy Tab 10.1 der Video-on-Demand-Service Samsung Movies mit Filmen, Serie und Dokus der amerikanischen Filmstudios Warner, Century Fox und Sony hinzu – beides Anwendungen, für die Tablets sich besonders eignen.
Bei Samsung Movies können die Nutzer sich – auch auf verschiedenen Geräten – per E-Mail-Adresse und Passwort ins Portal einloggen und entweder DRM-geschützte Filme im Einzelabruf für beispielsweise jeweils 2,99 Euro aufs Tablet oder Smartphone herunterladen und 48 Stunden lang ansehen oder eine 8 oder 9 Euro teure Monats-Flatrate fürs regelmäßige Streamen von Filmen aufs Android-Gerät buchen. Bezahlt wird per Kreditkarte oder über die Mobilfunkrechnung des Providers, zunächst werden die Filme nur in deutscher Sprache zur Verfügung stehen.
Der Videodienst steht zunächst nur für Tablets und Smartphones mit Android bereit, später soll er auch auf Bada-Smartphones genutzt werden können. Tablets mit Bada oder den Betriebssystemen Windows oder webOS wird Samsung übrigens nach eigener Aussage zumindest in absehbarer Zeit nicht bauen.
Das Galaxy Tab 10.1 unterscheidet sich vom Vodafone-Modell 10.1v durch das mit 8,6 Millimetern wesentlich flachere Gehäuse und die 3,2-Megapixel-Kamera. Für die Rechenleistung des 569 Gramm schweren Geräts sorgt ein Dualcore-Prozessor mit 1 Gigahertz Leistung pro Kern, die Auflösung des TFT-Touchscreens beträgt 1.280x800 Pixel. Für mobile Datenübertragungen unterstützt das Galaxy Tab 10.1 HSPA+ mit bis zu 21 Megabit pro Sekunde im Download und bis zu 5,76 Megabit pro Sekunde im Upload, für den Internetzugang an Hotspots den aktuellen Wlan-Standard n (mit WiFi Direct, Hotspot-Funktion und DLNA-Unterstützung fürs Streamen von Inhalten im Heimnetzwerk). Weitere Schnittstellen sind Bluetooth 3.0 und ein 3,5-Millimeter-Klinkenanschluss.
Einen regulären USB-Port zum Anschließen von Speichersticks oder externen Festplatten oder einen Steckplatz für wechselbare Speicherkarten gibt es an dem Gerät nicht. Allerdings sollen der Dateiaustausch und TV-Out über Adapterlösungen möglich sein. Weiteres Zubehör fürs Galaxy Tab 10.1 ist beispielsweise eine echte Tastatur.
Auch Vodafone wird wie berichtet das Galaxy Tab 10.1 in seinen Shops anbieten, sobald das bisher angebotene Modell Galaxy Tab 10.1v – das ursprünglich von Samsung geplante 10.1-Tablet, das nach dem Herauskommen des iPad 2 dem Hersteller nicht mehr schlagkräftig genug erschien – abverkauft ist. Das mit Android 3.0.1 ausgelieferte 10.1v wird ein Update auf die Honeycomb-Version 3.1 erhalten, allerdings nennen bislang weder Samsung noch Vodafone einen Termin für die Firmware-Aktualisierung. Ob das kleinere Samsung Galaxy Tab überhaupt ein Update auf Android 3.2 erhalten wird, ist noch ungewiss.
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Du bist nicht dabei?Ich halte das weiterhin für ein Gerücht. Es hat ja auch noch keiner Belege davon gebracht, oder? Und das schon seit es Honeycomb gibt hab ich es nur als Gerücht gehört, dass Google irgendwas verbeitet. Das würde IMHO absolut gegen sämtliche Prinzipien von Google und Android sprechen. Android soll ein offenes System sein und wenn was nicht erlaubt ist, dann ist es per Definition nicht mehr offen. Das ist nun mal so.
Das das Xoom keine Hersteller-Oberfläche hat sagt gar nichts, gerade eben weil das Xoom das Referenz-Tablet ist. Die Nexus-Modelle haben ja auch keine Hersteller-Oberfläche, dafür hat htc damals ja extra ein Schwestermodell gebaut.
sind dann mit schon drei die das gehört haben.
Es gibt einfach zu wenig Argumente für dieses Tablet. Wahrscheinlich nur durch interessante Provider Angebote zu vermarkten
@pf und tonko
Ich habe das gleiche wie Tonko gehört und beim Xoom ist ja auch nur Android ohne eigene Oberfläche drauf...
@DDD:
Sehe ich genauso, da ist der Markt noch weit weit weg davon gesättigt zu sein. Daher sehe ich da jetzt kein so großes Problem.
@tonko:
So viel ich weiß verbietet Google den Herstellern gar nichts. Das ist ja der Sinn am OpenSource-System. Das Einzige ist, dass die Hersteller manche Dinge erfüllen müssen um die Google-Apps und den Market nutzen zu dürfen.
Aber das auch Tablets mit eigener Oberfläche kommen war doch von vorneherein klar. Die Hersteller wären ja blöd, würden sie nicht versuchen sich abzusetzen.
@Pixelflicker
wenn es stimmt was Du sagst, warum hat dann bis jetzt kein Honeycomb Tablet was auf dem Markt ist eine Oberfläche die vom Hersteller ist?
Zb Motoblur oder die von Acer(die bauen auch smartphones mit Android).