Die Qualität des Mobilfunknetzes von E-Plus ist besser als ihr Ruf – meint der Netzbetreiber selbst. Der Netztest der Stiftung Warentest, dessen Ergebnisse vor wenigen Tagen veröffentlicht wurden, sei noch vor der letzten Welle der HSDPA- und HSUPA-Aktivierungen im Netz von E-Plus erfolgt, so der Düsseldorfer Mobilfunkbetreiber.
Mobile Internetnutzung | (c) E-Plus
Die kürzlich von der unabhängigen Verbraucherschutzorganisation veröffentlichten Netztestergebnisse sind nach Ansicht von E-Plus nur eine Momentaufnahme und gäben nicht den aktuellen Stand wieder. "Die Messungen der Stiftung Warentest wurden in der ersten Junihälfte vorgenommen und berücksichtigen natürlich nicht seither erfolgte, weitere Ausbaumaßnahmen", teilte E-Plus auf Anfrage von Areamobile mit. "Wir sind sicher, dass ein Test zum heutigen Zeitpunkt weitere Fortschritte zeigen würde." Auch wenn das Unternehmen mit dem Gesamteindruck des E-Plus-Netzes gerade in dem Bereich Daten auf keinen Fall zufrieden sein könne, sehe es im Vergleich zu früheren Netztests anderer Medien Fortschritte. Dies bestätige auch das "kontinuierlich zunehmende positive Feedback unserer Kunden".
Erst kürzlich hatte E-Plus verkündet, jetzt mehr als 80 Prozent seines UMTS-Netzes mit HSDPA ausgerüstet zu haben und in hoher Zahl auch HSUPA zu aktivieren. 75 Prozent der eigenen Kundenbasis hätten Zugang zum mobilen Breitbandnetz, und jede Woche steigere E-Plus die Reichweite seines Breitbandnetzes um bis zu 500.000 Einwohner im Bundesgebiet. Gerade auch die Breitband-Flächenversorgung jenseits der Ballungsgebiete habe in den letzten Monaten spürbar zugenommen.
Wie E-Plus gegenüber Areamobile erklärte, richte der Mobilfunkbetreiber seinen Netzausbau am "tatsächlichen Kundenbedarf und Kundennutzen" aus. "Zwar rüsten unsere Netzlieferanten Ericsson, Nokia Siemens Networks und ZTE das gesamte Netz konsequent auf HSPA+ auf, das Geschwindigkeiten bis zu 21,6 MBit/s ermöglicht. Trotzdem sind wir der Meinung, dass wir nicht überall die Schnellsten sein müssen", so E-Plus. Wichtiger sei ausreichend Kapazität, damit die Geschwindigkeit für komfortables mobiles Surfen auch wirklich bei den Kunden ankommt.
Im Netztest der Stiftung Warentest hatte das Netz von E-Plus vor allem bei mobilen Datenübertragungen schlecht abgeschnitten. Das E-Plus-Netz biete die langsamsten Datenübertragungsraten und längsten Wartezeiten beim Laden von Webseiten, bemängelten die Tester. Im Test habe das Laden einer Standardseite in Ballungsgebieten durchschnittlich 24 Sekunden gedauert, in ländlichen Gegenden 37 Sekunden. In Städten ermittelten die Tester mittlere Datenübertragungsraten von 900 Kilobit pro Sekunde, im ländlichen Raum von 500 Kilobit pro Sekunde. Zum Vergleich: In den Netzen der Telekom, von Vodafone und von Telefónica Germany (O2) betrug die durchschnittliche Ladezeit für die standardisierten Webseiten der Stiftung Warentest jeweils unter 10 Sekunden in Städten und bei maximal 16 Sekunden auf dem Land. Bei der Download-Rate schnitt selbst der drittplatzierte Mobilfunkanbieter Telefónica Germany mit einem Durchschnitt von 2.100 Kilobit pro Sekunde in der Großstadt und 1.500 Kilobit pro Sekunde im ländlichen Raum deutlich besser ab als E-Plus.
Die Stiftung Warentest hob in ihrem Testbericht den vergleichsweise günstigen Preis für eine Daten-Flatrate der E-Plus-Marke Base hervor. "Doch ist das E-Plus-Netz so lahm, dass es für DSL-verwöhnte Notebookbesitzer wohl nur eingeschränkt taugt", lautete das Fazit der Tester. "Allenfalls weniger anspruchsvolle Smartphone-Nutzer mögen zumindest in den Städten mit der Datenübertragung im E-Plus-Netz zufrieden sein."
In Sachen Sprachqualität verteilte die Stiftung Warentest gute Noten in Ballungsgebieten sowie die Note "befriedigend" im ländlichen Raum an alle vier Netzbetreiber. E-Plus sei jedoch der einzige der vier Netzbetreiber, der in Kleinstädten nur eine befriedigende statt einer guten Sprachqualität ermöglicht. Die Mobilfunkversorgung in Deutschland sei alles andere als schlecht, gescheiterte Verbindungsversuche seien meist auf ein überlastetes Netz zurückzuführen, so Stiftung Warentest. Auf dem Land schlagen im Netz von E-Plus rund drei Prozent der Anrufversuche per Handy fehl, in Ballungsgebieten habe O2 mit 2 Prozent Fehlversuchen die meisten Abbrüche, so das Testergebnis.
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Du bist nicht dabei?JA eh sorry, aber wie erbärmlich ist es denn sich darüber aufzuregen dass der schlechte Ruf von EPlus nicht gerechtfertigt wäre, da man es endlich im Juli/August 2011 geschafft hat sein UMTS zu verbessern...
Stiftung Warentest hin oder her...aber es ist nunmal Fakt dass dieses Netz unterdurchschnittlich ist, da hilft auf nicht mal kurzfristig aufzustocken und Test von einem Monat zuvor anzuprangern...
Ja, die UMTS-Versorgung ist wirklich sehr schlecht bei E+.
Mich würde jetzt eine Stellungnahme der Stiftung Warentest interessieren, wobei deren Tests ja schon immer - sagen wir mal - seltsam waren.
E-Plus ist halt ein Betreiber für Leute die nur telefonieren wollen und davon gibts ja noch genügend. Zumindest so viele, dass sich E+ immernoch zeit lassen kann mit dem UMTS ausbau.
Man lese gekonnt zwischen den Zeilen: '80% des UMTS-Netzes mit HSDPA ausgerüstet'. Dass nur ein geringer Bruchteil Deutschlands überhaupt von E-Plus mit UMTS versorgt wird, steht auf einem anderen Blatt.
Statt des kläglichen Versuches, Testergebnisse zu beschönigen, sollte E-Plus lieber endlich mal an diesem Umstand etwas ändern. Sonst geht der Smartphonemarkt komplett an ihnen vorbei.
Der E-Plus Chef hat auch behauptet das dass iPhone nur ne Modeerscheinung ist und es vom Erfolg abflauen wird, mittlerweile bietet E-Plus das iPhone selbst an.
Ja, E+ hat doch die beste Netzqualität, immer schon.;)
e- sucks, weiss ich aus ca. 10 jähriger Erfahrung.
Naja nichts desto trotz ist EPlus aber genau dafür bekannt. Nämlich oft kein oder kaum Netz zu haben :)
@pixelflicker
Ja aber dann sollte man keine Geräte anbieten die vom Internet profitieren. ansonsten gebe ich dir Recht. Zudem finde ich es stets lustig zum güsntigsten Anbieter zu gehen udn sich zu wundern warum das Netz so viel schlechter ist als bei T-Mobile...