Smartphones mit Navi-Apps und integrierte Navigationslösungen lösen immer mehr die klassischen Navigationsgeräte (PND) im Auto ab. Nach Berechnungen des BITKOM werden in diesem Jahr trotz fallender Gerätepreise nur noch 3,1 Millionen PNDs verkauft. 2010 waren es 3,5 Millionen Navis und 2008 sogar noch über 5 Millionen.
Google Maps für Android | (c) Anbieter
Gründe für den Rückgang der PND-Verkaufszahlen um elf Prozent seien die immer bessere Ausstattung der Fahrzeuge mit Navigationslösungen sowie die zunehmende Verbreitung leistungsfähiger und kostengünstiger Navi-Apps. Derzeit nutzen laut BITKOM vier Prozent aller Handybesitzer eine Navigationsfunktion auf ihrem Mobiltelefon - und die Tendenz ist stark steigend. "Navi-Apps werden künftig immer mehr Zusatzdienste bieten, etwa Unterstützung beim Ruf eines Taxis oder die Einbindung in soziale Netze," sagt BITKOM-Präsident Heinz Paul Bonn. Auch auf Tablets mit ihren größeren Bildschirmen könne Navigationssoftware fürs Autofahren eingesetzt werden, wenn eine entsprechende Halterung im Fahrzeug vorhanden ist.
Nach Angaben des BITKOM liegen der Kaufpreis für ein neues Navi heute bei durchschnittlich 130 Euro, wobei schon Geräte der Einsteigerklasse Features wie Stauumfahrung, Fahrspurempfehlung, Tempolimit-Anzeige, Reiseinfos und Kartenmaterial für viele europäischen Länder mitbringen würden. Modelle der höheren Preisklassen würden dagegen zusätzlich kostenlose Kartenupdates, 3D-Anzeigen, Sprachbedienung, eine integrierte Freisprecheinrichtung oder die Unterstützung des Fußgängermodus bieten.
Die Angaben zum Markt für Auto-Navigationsgeräte und Preisen basieren auf Daten des Marktforschungsinstituts EITO (European Information Technology Observatory). Die Datenbasis zur Navigation per Handy ist eine repräsentative Umfrage des Instituts Aris im BITKOM-Auftrag, bei der 1.003 Deutsche ab 14 Jahren befragt wurden.
Die Stiftung Warentest hatte im Januar dieses Jahres PNDs und Navi-Apps getestet. Ihr Fazit: Manche Handylösungen navigierten nicht schlechter als richtige Navis und sind für Gelegenheitsnutzer eine Alternative. Vielfahrer profitieren aber vom besseren Komfort eines echten Navis. PNDs haben oft deutlich größere Bildschirme, bessere Anzeigen bei den Fahrempfehlungen sowie kräftigere Lautsprecher für die Sprachansagen.
Navigations-Software fürs Smartphone kann teilweise kostenlos heruntergeladen werden, beispielsweise Google Maps Navigation für Android und Ovi Maps für Nokia-Geräte. Diese beiden Navidienste lassen sich in bestimmten Ländern auch offline – also ohne bestehende Datenverbindung – nutzen, so dass keine hohen Datenroaming-Entgelte anfallen.
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Du bist nicht dabei?@ Chrisrohde, meine Smartphones haben alle spiegelnde Displays. Störte bisher nicht ein einziges Mal bei der Nutzung ;).
Und jedes Navi nimmt man aus der Halterung und verstaut es unsichtbar wenn man das Auto verlässt.
Ich kann mir vorstellen, dass so ein ipad spiegelt, dass es die Sicht behindert und dass es nicht so gut auf Temperaturschwankungen reagiert. Ausserdem steigt die Gefahr dass das auto geknackt wird weil jemand ein ipad haben will.
Dass der Markt für Navis nicht unbegrenzt steigt ist klar. Ich denke aber dass es durchaus einen Markt für Navis gibt die man sich an die Frontscheibe pinnen kann.
Ein Gerät mit schneller GPS-Ortung, nicht spiegelndem Display, verständlicher Stimme, TMS ... ist genau für diesen Zweck konzipiert. Da müssen nicht so viele Kompromisse eingegangen werden.
Es wird weiterhin Digitalkameras geben und es wird weiterhin Navis geben. Die Smartphones wildern aber in diesen Märkten.
Achso...du lässt es einbauen....na dann
@ Macianer, die Lösung würde mich aber interessieren.
Der einzige Vorteil, den Festnavi-Lösungen haben ist die integration ins Fahrzeug inkl. Nutzung der Fahrdaten (z.B. Tachosignal) um dann im Tunnel exakter ohne GPS-Signal zu funktionieren. Dafür hat man dann den Nachteil eines happigen Aufpreises und veraltetem Kartenmaterial.
Ich denke, dass die PNDs vollständig von Smartphones abgelöst werden können. So ein Galaxy S2 hat kein kleineres Display als ein PND, man kann sich die Navi Software aussuchen und außerdem lässt man es nicht im Auto liegen sondern hat es ja eh immer dabei. Das ist hier was anderes als mit Digitalkameras, da diese nunmal einfach wegen der Optik, die Platz braucht, immer besser sein werden. PNDs dagegen jedoch nicht. Mein Handy hat auch Stauumfahrung, OVIs usw. ich werde mir niemals ein PND kaufen. Wenn dann ein ins Auto integriertes Navi.