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Autor: Björn Brodersen | 19.08.2011 - 14:00 | (25)

E-Plus: Jetzt werden auch die Mobilfunkmasten grün

Der Netzbetreiber E-Plus rüstet 50 Mobilfunkstationen mit Hybridlüftern aus. Mit den kühlmittelfreien und windbetriebenen Hybridlüftern soll der CO2-Ausstoß für den Betrieb der Basisstationen um 80 Tonnen pro Jahr verringert werden. Doch das vom Bundesumweltministerium geförderte Projekt ist nur eine der Maßnahmen, mit denen der Düsseldorfer Mobilfunkbetreiber umweltfreundlicher agieren und Kosten sparen will.

E-Plus: Jetzt werden auch die Mobilfunkmasten grün

NABU Umwelttarif | (c) Anbieter

Bislang kühlt E-Plus seine Basis- und Controller-Stationen mit handelsüblichen Raumklimageräten. Die eingesetzte Technik arbeitet mit energieintensiven und fluorierten Treibhausgasen als Kältemittel. Die 50 neuen Anlagen vebrauchen deutlich weniger Energie als die herkömmlichen Basisstationen, da sie kühlmittelfrei und mit Windkraft betrieben werden. Nur bei geringer Windgeschwindigkeit am Standort werden sie elektromotorisch unterstützt.

Allein die 50 mit Hybridlüftern ausgerüsteten Basisstationen sollen den CO2-Ausstoß für den Betrieb des Mobilfunknetzes von E-Plus jährlich um 80 Tonnen verringern. Die 50 ausgewählten Basisstationen sollen beispielhaft die Praxistauglichkeit des neuen Systems unter verschiedenen regionalen und meteorologischen Bedingungen beweisen. Nach der Umrüstung aller 2.300 klimatisierungsbedürftiger Basisstationen soll der Ausstoß von Kohlendioxid im Netz von E-Plus um rund 3.600 Tonnen pro Jahr gesenkt werden.

Weitere Green-IT-Projekte von E-Plus

Das Hybridlüfter-Projekt von E-Plus ist nur eines von mehreren, durch die Unternehmen künftig umweltfreundlicher und kostensparender agieren will. Im April weihte der Mobilfunkbetreiber zusammen mit dem Netzwerkausrüster Nokia Siemens Networks in Versmold eine energieautarke Sendestation ein, die den benötigten Strom selbst durch Photovoltaik, Windkraft und Brennstoffzellen erzeugt. Die emissionsfreie Basisstation soll den Grundstein für eine klimaneutrale Netztechnik der Zukunft legen. Laut E-Plus entfallen derzeit noch 85 Prozent des Energiebedarfs eines Mobilfunkanbieters für den Netzbetrieb.

Emissionsfreie Basisstation von E-Plus in Versmold | (c)  Anbieter

Emissionsfreie Basisstation von E-Plus in Versmold | (c) Anbieter

Herzstück der emissionsfreien Basisstation ist der Green Energy Controller von Nokia Siemens Networks, der die drei Energiekomponenten steuert. Die Solarzellen folgen automatisch dem Sonnenverlauf, um eine möglichst hohe Ausbeute zu erzielen. Auf der Spitze des Antennenmastes sitzt eine Windturbine, und eine Wasserstoff-Brennzelle wird bei Unterversorgung durch Wind und Sonnenkraft aktiv.

Weitere Maßnahmen für mehr Energieeffizienz von E-Plus beinhalten auch den Einsatz von umweltverträglichen Reinigungsmitteln in den Shops sowie die Zusammenarbeit mit dem NABU bei einem speziellen Mobilfunktarif. Eckpunkte dieses SIM-only-Tarifkonzepts sind: der Bezug von Ökostrom für den technischen Betrieb des Mobilfunknetzes, klimaneutraler Versand, ein SIM-Karten-Halter aus recyclingfähigem Papier und eine digitale Handyrechnung. Mehr über den Umwelttarif von E-Plus und NABU erfahrt ihr in unserer damaligen Meldung.

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Quelle: E-Plus, Bundesumweltministerium
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Kommentare
  1. 20.11.11 12:48 Birk (Expert Handy Profi)

    @Mac
    > Naj, ohne eine Grundsatzdiskussion über die Vor- & Nachteile -vorgeblich- grüner
    > Produkte bzw. Politik führen zu wollen: ich begrüße, daß nun offenbar auch
    > Mobilfunkstationen ihren Strom aus regenerativer Erzeugung beziehen und ihn
    > teilweise sogar "Vor Ort" selbst erzeugen und in einem Nebeneffekt das
    > Mobilfunknetz ein Stück sicherer vor Störungen durch (gewollte und ungewollte)
    > Stromausfälle machen.

    Sehe ich in allen Punkten genauso. Natürlich gibt es pseudogrüne Produkte, aber das hier klingt doch erstmal ganz vernünftig.

  2. 20.11.11 12:23 Macianer (Gast)

    Teltarif berichtet:

    >>Energiewende: Energieautarke Basisstation gilt als Erfolg
    19.11.2011 / 10:27

    E-Plus-Station in Versmold spart knapp 8 Tonnen CO2 pro Jahr ein

    Im April hat E-Plus im ostwestfälischen Versmold eine energieautarke Mobilfunkstation in Betrieb genommen. Sie hat keinerlei Anbindung an das Stromnetz, sondern wird über Sonnenenergie, Windkraft und Brennstoffzellen betrieben. Nun hat Nokia Siemens Netzworks zusammen mit E-Plus eine erste Zwischenbilanz über den Betrieb gezogen. Sie fiel positiv aus. …… <<
    [Quelle + Weiterlesen unter: http://www.teltarif.de/e-plus-nokia-basisstation-energieautark-bilanz/news/44665.html ]

  3. 10.09.11 10:41 Mobilfunk.und.Gesundheit
    Studie findet höhere Sterblichkeit durch Krebs um Mobilfunkmasten

    Die Forscher ermittelten für Anwohner im Umkreis von 100 Meter um Mobilfunksender
    ein um 35 Prozent gesteigertes Risiko an Krebs zu sterben im Vergleich zum Umkreis von 1000 Meter.


    http://diagnose-funk.de/erkenntnisse/krebserkrankung/krebs-und-mobilfunk---vom-hinweis-zum-nachweis.php

    Dode AC, et al, Mortality by neoplasia and cellular telephone base
    stations in the Belo Horizonte municipality,
    Minas Gerais state, Brazil, Sci Total Environ (2011)

    http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/21741680

    Volltext:

    http://www.emrsa.co.za/documents/brazilresearch.pdf



    Mehr Informationen zum Thema Mobilfunk und Gesundheit:
    Gesundheitsrisiko von Handy, Handystrahlung, Mobilfunksendern, GSM, UMTS, LTE, TETRA, DECT, WLAN

    http://www.mobilfunkstudien.de

    http://www.facebook.com/Mobilfunk.und.Gesundheit

  4. 22.08.11 14:29 cookieman (Moderator)

    Mein Hinweis war darauf bezogen, das man keine Solarpanels am Mast befestigen kann.
    Das wäre aus statischen Gründen wie auch bei Wind und eislast ein erhebliches Problem.

    Ich habe gerade das Video dazu gesehen. Um so ein Vorhaben umzusetzen braucht man natürlich eine entsprechende Gründstücksgröße, schon alleine für den Aufbau der Photovoltaikanlage. Wenn man sich dann auch den Mast und deren Belegung anschaut, sieht man wenig Technik und Antennen. Was wirklich an Belegung möglich ist, ist wohl schwer abzuschätzen, da zwar die Energiegewinnung durch Wind- und Sonnenkraft möglich ist, aber wenn mal nicht genug Energie vorhanden ist, wie lange dann die Brennstoffzellen halten.

    http://www.youtube.com/watch?v=VsExLpQP5QI

  5. 22.08.11 13:07 Macianer (Gast)

    >>Am Mast selbst passiert ja nichts.…<<

    —> Dazu Zitat aus dem AM-Artikel: "…Im April weihte der Mobilfunkbetreiber zusammen mit dem Netzwerkausrüster Nokia Siemens Networks in Versmold eine energieautarke Sendestation ein, die den benötigten Strom selbst durch Photovoltaik, Windkraft und Brennstoffzellen erzeugt. Die emissionsfreie Basisstation soll den Grundstein für eine klimaneutrale Netztechnik der Zukunft legen.
    Herzstück der emissionsfreien Basisstation ist der Green Energy Controller von Nokia Siemens Networks, der die drei Energiekomponenten steuert. Die Solarzellen folgen automatisch dem Sonnenverlauf, um eine möglichst hohe Ausbeute zu erzielen. Auf der Spitze des Antennenmastes sitzt eine Windturbine, und eine Wasserstoff-Brennzelle wird bei Unterversorgung durch Wind und Sonnenkraft aktiv.…"

  6. 22.08.11 12:34 cookieman (Moderator)

    Am Mast selbst passiert ja nichts. Meistens werden die Technikcontainer entsprechend aus- oder umgerüstet. Zur Optimierung der Stromversorgung und Verbrauchs wird auch Smart Metering eingesetzt, in Zusammenarbeit mit den zuständigen Stromanbietern. so können Stromfresser geortet werden, und zu einem späterem Zeitpunkt entsprechend optimiert werden.
    Desweiteren werden zu per Zeitschaltung an den Standorten die den 1800 MHz Bereich haben, runtergeschaltet. Dann gibt es noch den Austausch von Technikelementen wie NodeB, RRH Sran.... usw. die ebenfalls schon optimiert sind.

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