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Autor: Martin Hähnel | 30.08.2011 - 17:20 | (32)

SignalGuru: Fließender Verkehr dank iPhone-App und Schwarmintelligenz

Forscher der Universität Princeton und des MIT haben eine neue App entwickelt, mit der sich bis zu 20 Prozent Treibstoff sparen lassen sollen. Die App erfasst Ampelstellungen und gibt seine Informationen an umliegende Verkehrsteilnehmer weiter. Auf diese Weise kann das Programm eine optimale Durchschnittsgeschwindigkeit ermitteln und spritschluckende Anfahrten an Ampeln verhindern.

SignalGuru: Fließender Verkehr dank iPhone-App und Schwarmintelligenz

Durch Analyse der Ampelschaltungen berechnet SignalGuru das optimale Fahrtempo | Bildquelle: SignalGuru-Website

Die iPhone-App trägt den Namen SignalGuru und möchte mit Schwarmintelligenz für fließenden Verkehr in den Innenstädten sorgen. Das Programm funktioniert nach folgendem Prinzip: Ein iPhone wird in eine Halterung an der Windschutzscheibe gesteckt und so ausgerichtet, dass es die Ampeln über die eingebaute Kamera abfilmen kann. Die aktuellen Ampelstellungen und die Geschwindigkeit des Wagens werden dann zwischen mehreren Benutzern der App hin und her, gesendet um die optimale Geschwindigkeit für das Gefährt zu ermitteln.

Nach Tests in Singapur, dessen Ampeln dynamisch auf verkehrsreiche Zeiten reagieren und in Cambridge, Massachusetts, deren Ampeln in fest eingestellten Intervallen schalten, ließen sich bereits deutliche Erfolge vermelden. In beiden Fällen konnte die App die Ampelschaltungen gut voraussagen und damit realitätsnahe optimalen Geschwindigkeiten ermitteln. Gerade einmal 0.66 Sekunden Versatz hätte es demnach bei den einfachen Ampeln gegeben, bei den dynamischen Ampeln hätte die Vorhersage zur tatsächlichen Ampelschaltung 2,45 Sekunden Versatz gehabt, so die Forscher.

Ob sich eine solche App durchsetzen wird, steht allerdings noch in den Sternen. Damit die App verlässliche Vorhersagen treffen kann, müssen genug Autos auf der gleichen Straße in die gleiche Richtung unterwegs sein. Jedoch könnte die enorme Spritersparnis, die sich in den beiden Feldtests auf etwa 20 Prozent belief, der der App zu Popularität verhelfen. Forscher hoffen darüber hinaus, dass die Technik in bereits weitverbreitete GPS-Navigationssoftware integriert wird.

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Kommentare
  1. 31.08.11 20:10 pixelflicker (Professional Handy Master)

    Verstehe ich jetzt nicht. Muss da eine Recht haben?
    Es hat doch jeder nur eine App laufen, also kann er sich nur an diese eine halten. Ich kann mir nicht vorstellen, dass jemand zwei Smartphones nebeneinander legt und schaut ob Beide das Gleiche sagen. Beim Navi macht man das ja auch nicht, da hätte man ja den gleichen Effekt.

  2. 31.08.11 18:23 Macianer (Gast)

    >>…Würden die Autos mit den Ampeln kommunizieren könnte man das aber für jede Ampel nutzen und damit Staus vermeiden und Kraftstoff sparen. <<

    —> Und wessen Smartphone(-App) hat dann recht und darf Sprit sparen, wenn jeder damit herumfährt? ;-)

  3. 31.08.11 17:23 pixelflicker (Professional Handy Master)

    @N-Droid:
    Ja, das sehe ich genau wie du. Natürlich beeinflussen die Lobbys die Poltitik, das ist wohl jedem klar, aber in dem Maße ist es übertrieben.


    @Macianer:
    Der Punkt ist, dass man das eben nur für Hauptadern machen kann. Würden die Autos mit den Ampeln kommunizieren könnte man das aber für jede Ampel nutzen und damit Staus vermeiden und Kraftstoff sparen.

  4. 31.08.11 17:17 Macianer (Gast)

    @ NDroid & cookie:
    >>>IN Abständen werden Masten gebaut..zum bsp WLAN oder andere MAsten..(LTE!?) die angeben wieviel man fahren muss um eine grünne Welle zu erwischen.<

    Dafür reicht eigentlich auch ein einfaches GPS Signal im Auto wie auch am Verkehrssystem. Wo zu noch mehr Dachstandorte oder Masten bauen. Blöde Idee.<<

    —> Hm, hier in Hamburg hat man auf den Hauptverkehrsachsen in O-W und N-S Richtung bei einem Temposchnitt von 50 km/h weitgehend Grüne Welle, die lediglich dort unterbrochen ist, wo andere Hauptverkehrsachsen kreuzen.
    Für einen solchen Tempodurchschnitt muß man aber eben auch mal kurz 60 oder 70 fahren. Den Zusatznutzen solcher Technik kann ich also im Moment noch nicht recht erkennen.

  5. 31.08.11 12:57 N-droid (Member)

    @nohtz&pf

    Ich denke die Wahrheit liegt wiedermal, irgendwo da zwischen. LEIDER ist es so, das manchmal Gesetzesänderungen vorgenommen werden, die als Vorgabe von entsprechenden Lobbyisten, 1zu1 übernommen werden. Dafür gibt es in der Vergangenheit genügend Beweise. Zu behaupten, dies würde nur und ständig so passieren, ist natürlich auch verwegen bis absurd.
    Politiker haben in Industrieunternehmen einfach nix zu suchen. Sollen ruhig mehr Geld verdienen, der Bund kann sich das leisten, aber raus aus den Vorständen. Und die Lobbyarbeit, müsste stärker reglementiert werden

  6. 31.08.11 12:19 pixelflicker (Professional Handy Master)

    Das mag ja sein und die Entscheidung kann dadurch sicher beeinflusst werden, jedoch zu sagen, dass dies nur aufgrund dieses Einfluss aus der Industrie eingeführt wurde ist eine ganz andere Dimension. Das muss man sich mal überlegen, was man da sagt.

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