Das Killer-Feature des iPhone 5 soll keine neue Hardware oder iCloud sein, sondern eine ausgefeilte Sprachbedienung. Sie heißt nach Angaben des Technik-Blogs 9to5mac.com "Assistant" und umfasst mehrere Grundfunktionen des Betriebssystems wie Kalender, SMS oder die Karten-Anwendung.
iPhone 4 "Voice Memo" soll durch "Assistant" beim iPhone 5 abgelöst werden | Abbild: Apple
Im Unterschied zu anderen Lösungen soll Assistant sehr freie Eingaben ermöglichen. So kann ein Nutzer zum Beispiel einen Kalendereintrag festlegen, indem er sagt: "Termin mit Mark Gurman für 19.30 Uhr machen." Die Frage "Wie komme ich zur Tankstelle?" öffnet dagegen die Kartenanwendung und zeigt den Weg zur nächsten Tankstelle. Die Funktion ermöglicht auch Kurznachrichten, sei es per SMS oder mit iMessage, so das Blog.
Dort gibt es auch die Möglichkeit, sich vorher nochmal vorlesen zu lassen, wie die Anwendung den Sprachbefehl interpretiert hat. War es richtig, muss nur noch mit einem "Ja" bestätigt werden. Sagt der Nutzer dagegen "Nein", fordert Assistant ein weiteres Mal zur Eingabe auf. Außerdem soll das Assistenz-System mit dem Nutzer interagieren. So fragt es etwa nach, auf welchem Weg eine Nachricht verschickt werden soll, und sogar, ob beispielsweise an die persönliche E-Mail-Adresse des Empfängers oder dessen berufliche.
Nach Angaben von 9to5mac.com ist Assistant eine Funktion, die ausschließlich dem iPhone 5 vorbehalten ist. Das liegt an der verwendeten Hardware. Die Funktion benötigt anscheinend viel Arbeitsspeicher. So hat Apple dem iPhone 5 angeblich insgesamt 1 Gigabyte spendiert, das iPhone 4 hat dagegen nur 512 Megabyte.
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Du bist nicht dabei?@NewPhone
> Sie haben lediglich die Verwendung vereinfacht, da man ein Video-Telefonat jetzt
> ohne Zusatz-Apps und vor allem einfach mit der normalen Mobil-Telefonnummer
> oder eMail-Adresse des Gesprächspartners starten kann.
Also mein N95 konnte das auch schon ohne Zusatz-Apps und mit der normalen Telefonnummer. Wenn sogar du als recht gut informierter ITler, denkst Apple hätte diesen Feature "erfunden", was meinst du dann wie dem "Normalo" (copyright bei Bocadillo) geht? Die Aussage von AlfredENeumann ("Wird wahrscheinlich jeder Apple-Depp behaupten Apple hats erfunden")ist recht hart formuliert, aber trifft es nicht schlecht. Apple selber behauptet nicht "alles erfunden" zu haben, aber es gibt wirklich viele Leute, die denken, dass Apple z.B. den Touchscreen erfunden hätte. Wahrscheinlich die gleichen Leute, die denken, dass MS die "Fenster" erfunden hat. ;-)
Ich finde übrigens, dass spricht nicht unbedingt gegen Apple. Wenn es eine Firma schafft, vorherige "Nischentechnologie" auf Hochglanz zupolieren und zum Druchbruch zu verhelfen (Touchphones, Tablets,...), dann ist das doch eine riesige Leistung.
Nee, ich meinte die ganz stinknormale Videotelefonie über UMTS. Und ich weiß das das kein Burner war und die Qualität war auch nicht so besonders.
Sprachsteuerung oder das Diktieren von SMS oder Sprachsteuerung gibt es neben der Sprachwahl jetzt auch bei WP 7.5 oder Android. Mal schauen wie die Lösung von iOs funktioniert, bisher war sie nicht ganz so treffsicher ;).
> einfache Videotelefonie per Wahl über die Telefonnummer gibt es schon ein paar "Tage" als es das iPhone überhaupt gibt
Sorry, das hatte ich nicht mehr auf dem Schirm. Ich kenne persönlich nur die üblichen Videotelefonie-Funktionen von Skype, Chatdiensten u.a. und da musste man sich doch immer erst mit einem Benutzernamen anmelden, oder? Ich bin dahingehend aber nicht sehr bewandert und habe die Kamera in meinem MBP sogar wegen Nichtnutzung deaktiviert. Meinst du etwa die Funktionen, die im folgenden Artikel besprochen werden?:
http://de.wikipedia.org/wiki/Bildtelefon
@ NewPhone, einfache Videotelefonie per Wahl über die Telefonnummer gibt es schon ein paar "Tage" als es das iPhone überhaupt gibt ;).
> Wenn sogar du als recht gut informierter ITler, denkst Apple hätte diesen Feature "erfunden", was meinst du dann wie dem "Normalo" geht?
Obacht, ich sprach nicht von allgemeiner Bildtelefonie (da war mir klar, dass es sie schon länger gab), sondern ich ging davon aus, dass man dafür immer einen dedizierten Dienst bzw. Nummer/Benutzernamen benötigte. Ich habe es halt mit den Diensten verglichen, die ich kenne (Skype und Messenger), die (arg eingeschränkte) UMTS-Bildtelefonie war vor meiner Zeit – bei euch Smartphone-Junkies ist das wahrscheinlich total präsent. Man sollte auch bedenken, dass die Apple-Bildtelefonie gerade mit der von dir angesprochenen klassischen UMTS-Bildtelefonie am wenigsten zu tun hat, da gerader dieser Übertragungsweg ja bis jetzt nicht unterstützt wird. Und im Vergleich zu den aktuell genutzten Bildtelefonie-Diensten (Skype ...) schien MIR die Erreichbarkeit ohne weitere Anmeldung als besonderes Feature – als Killerfeature beworben wird das aber von Apple nicht. Ob jemand anderes also auch der Meinung ist, an FaceTime wäre etwas neu, kann ich nicht beurteilen. Neu gegenüber Skype (das ist wohl DER Konkurrenzdienst) ist auf jeden Fall der Punkt, den ich genannt hatte.
> aber es gibt wirklich viele Leute, die denken, dass Apple z.B. den Touchscreen erfunden hätte.
Ja? Gibt es zu dem Thema Studien oder ist das eher ein Vermutung? Die meisten Leute, die Apple kennen und mögen, wissen eigentlich, dass Apple in Sachen Hardware nur wenige eigenen Erfindungen eingebracht hat und die meisten ihrer Innovationen im Bereich Software liegen.
> Wahrscheinlich die gleichen Leute, die denken, dass MS die "Fenster" erfunden hat.
Wie viele das sind, kann ich genauso wenig abschätzen. Bei Sachen, die weit zurückliegen und deren wahre Erfinder eher unbekannt sind, kann ich nachvollziehen, dass die Innovationen den Firmen zugeschrieben wird, die man heute damit verbindet. So wird es bestimmt nicht wenige geben, die glauben, Apple oder Microsoft hätten (statt Telefunken oder Douglas Engelbart) die Computer-Maus erfunden. Und es gibt auch Jugendliche, die Apple nicht als Computerpionier (und Xerox schon mal gar nicht) kennen und deshalb davon ausgehen, Bill Gates hätte mit Windows irgend eine Innovation (außer dass es von Anfang an bunt war) eingeführt.
Ich lese hier im Forum auf jeden Fall häufiger von Leuten, die eindringlich davor warnen, zu glauben, Apple hätte dieses oder jenes erfunden als von Leuten, die tatsächlich der Meinung sind, diese Erfindungen wären von Apple. Hier kommt dein Strohmann-Argument voll zum tragen, da öfters behauptet wird, Apple oder irgendwer anderes hätte behauptet oder suggeriert, dass eine Innovation von eben dieser Firma käme (ohne das das jemand zuvor ausgesagt hätte). Gerne auch mal als kurzer Frotzelsatz in der Art: "Wer hat's erfunden?"
> Wenn es eine Firma schafft, vorherige "Nischentechnologie" auf Hochglanz zupolieren und zum Druchbruch zu verhelfen (Touchphones, Tablets,...), dann ist das doch eine riesige Leistung.
Ist sie, keine Frage! Allerdings wird bei dieser Art der Lobpreisung die wirkliche Innovation gerne heruntergespielt. Apple hat bei den beiden Technologien nicht einfach etwas Vorhandenes "aufpoliert" (und dann womöglich mit viel Brimborium/Marketing in den Markt gedrückt), sondern sie haben konsequent mit den bis dahin geläufigen Bedien-Philosophien für Smartphones und Tablets gebrochen: Sie haben den Stift (und auch die Maus und den Trackball) im iOS als Zeigemedium obsolet gemacht und konsequent auf pure, natürlich (Mehr-) Fingerbedienung gesetzt. Dafür haben sie seinerzeit quasi ein komplett neues Betriebssystem (um diese stiftfreie Multitouch-Technologie herum) entworfen (mit dem gleichen Kern, wie bei ihrem Desktop-OS). Dieser neue (und zu Anfang teilweise verlachte) Bedienungsansatz war meiner Meinung nach die Keimzelle des Erfolgs bei diesen Produkten.
Auch Multitouch selbst ist keine Apple-Erfindung, obwohl sie sehr früh daran geforscht haben (ihre ersten Patente zum Thema sind, glaube ich, von 2004) – hier war einfach ein Faktor der springende Punkt: Während Jeff Han und später auch Microsoft vor allem an riesige Screens als Anwendungsgebiet dachten, hatte Apple den genialen Einfall, diese Technologie auf möglichst kleine Geräte zu bringen (zuerst das iPad und später das noch kleinere (und früher herausgebrachte) iPhone). Auch hier war wieder Erfolgsgarant, nicht das gleiche zu tun, wie die anderen – sondern sich einen eigenen Weg zu suchen. Hier steckt der Mut zum Risiko, der meiner Meinung nach gar nicht genug in Form von steigenden Aktienkursen belohnt werden kann.