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Autor: Robert Buch | 06.10.2011 - 02:30 | (79)

Ehemaliger Apple-CEO: Steve Jobs ist tot

Apple-Mitgründer und Industrie-Ikone Steve Jobs ist im Alter von 56 Jahren verstorben. Apple hat bereits einen Nachruf auf der offiziellen Homepage veröffentlicht. Erst vor zwei Monaten hatte Jobs seinen Posten als CEO der wertvollsten IT-Firma der Welt niedergelegt.

Ehemaliger Apple-CEO: Steve Jobs ist tot

Steve Jobs ist am 5. Oktober 2011 verstorben | (c) Apple

Steve Jobs ist am 5. Oktober 2011 (Ortszeit) im Alter von 56 Jahren verstorben. Apple veröffentlichte auf der amerikanischen Firmenseite bereits einen Nachruf, in dem sein visionäres und kreatives Genie hervorgehoben wird. Gleichzeitig habe die Welt ein "beeindruckendes menschliches Wesen" verloren. Sein Geist bilde für immer die Grundsteine einer Firma, die nur er hätte aufbauen können, so der Nachruf. Apple hat für Kondolierende die E-Mail-Adresse rememberingsteve@apple.com bereitgestellt, über die Gedanken, Erinnerungen und Beileidsbekundungen an das Unternehmen gesendet werden können.

"Diejenigen, die das Glück hatten, Steve zu kennen und mit ihm zusammenzuarbeiten, haben einen lieben Freund und einen inspirierenden Mentor verloren. Steve lässt ein Unternehmen zurück, das nur er hätte aufbauen können, und sein Geist wird für immer das Fundament von Apple bleiben", schrieb Tim Cook in einer E-Mail an die Apple-Mitarbeiter. Worte könnten nicht die Trauer über seinen Tod und die Dankbarkeit für die Gelegenheit, mit ihm zusammearbeiten zu können, ausdrücken. Apple werde ihm gedenken, indem das Unternehmen seine Arbeit weiterführten.

Sein Name ist eng mit dem Erfolg des Unternehmens verbunden

Es gibt nur wenige Unternehmen, in denen der Name des Chefs so eng mit dem Schicksal der Firma verflochten ist. Unter der Führung von Jobs, den die Mitarbeiter als charismatisch, diktatorisch oder auch detailversessen beschrieben, stieg Apple vom Hersteller von Nischenprodukten zu einem der erfolgreichsten und einflussreichsten Unternehmen der Welt auf. Seit 1996 wieder im Unternehmen, brachte er 1998 den angeschlagenen Konzern mit der Einführung des All-in-One-Computers iMac in die Gewinnzone zurück. Von 1997 bis zu diesem Jahr hatte der zwischenzeitlich rausgeworfene Gründer von Apple das Unternehmen wieder geleitet, ehe er sich im Januar 2011 aus dem Tagesgeschäft zurückzog und im August seinen Rücktritt als CEO aus gesundheitlichen Gründen erklärte und in den Aufsichtsrat von Apple wechselte. Sein Nachfolger wurde der damalige COO Tim Cook. Bei der Präsentation des neuen iPhone 4S am vergangenen Dienstag war Steve Jobs nicht auf die Bühne getreten.

Eine der erfolgreichen Ideen von Steve Jobs war der 2001 gelaunchte Musikplayer iPod, der die Ära der digitalen Musik einleitete, aber erst 2003 mit dem Start des iTunes Store ein Verkaufshit wurde. Mit iTunes und iPod schaffte der 1976 gegründete Konzern den Sprung in den Mainstream-Markt, 2004 dominierte der iPod mit einem Anteil von über 90 Prozent den US-Markt. Im April 2007 verkündete Apple den Verkauf des 100-millionsten iPods.

Das iPhone veränderte den Smartphone-Markt

Am 9. Januar 2007 stellte Apple-Chef Steve Jobs auf der Macworld Expo das erste iPhone vor und krempelte damit den Markt für Smartphones völlig um. Zwar startete der Verkauf des iPhone 2G, wie das Modell später zur Abgrenzung gegen die Nachfolger genannt wurde, weniger erfolgreich als von Apple und den Analysten erhofft. Die Verkaufsstarts des iPhone 3G und des iPhone 3GS in den Jahren 2008 und 2009 glichen dagegen wahren Popveranstaltungen. Fans der Marke campierten nächtelang vor den Apple Stores und zum Verkaufsbeginn bildeten sich riesige Schlangen, in denen die Käufer stundenlang geduldig darauf warteten, bis sie an die Reihe kamen. Die Erfahrungen, die Apple bei der Entwicklung des Smartphones sammelte, flossen auch in die Entwicklung des Tablets iPad ein, das Apple 2010 vorstellte.

Eine Veränderung in der Ausrichtung des Unternehmens und der Entwicklung der Produkte wurde nach der Ablösung von Steve Jobs an der Unternehmensspitze durch Tim Cook nicht erwartet. Schließlich sind die Produkte aus dem Hause Apple nicht von Jobs allein, sondern von einem großen Team entworfen worden. Steve Jobs hatte es jedoch geschafft, eine gegen Kritik schützende Aura um das Unternehmen herum zu bilden.

Aktienkurs von Apple seit Anfang 1990er Jahre | (c) Wallstreet-Online

Aktienkurs von Apple seit Anfang 1990er Jahre | (c) Wallstreet-Online

Reaktionen auf den Tod von Steve Jobs

Die Fachwelt trauert um Steve Jobs. Viele Unternehmen und Persönlichkeiten aus der Elektronik- und Internet-Branche haben bereits ihre Anteilnahme bekundet, darunter Samsung Electronics un Google, aber auch Facebook-Gründer Mark Zuckerberg, der ehemalige Microsoft-Chef Bill Gates und sogar US-Präsident Barack Obama haben sich zu Wort gemeldet.

Samsung Electronics

Zum Tode von Steve Jobs sagte der Geschäftsführer von Samsung, G.S. Choi, der ehemalige Apple-Chef habe "zahlreiche revolutionäre Änderungen der Informationstechnologie-Industrie eingeführt" und dessen "innovativer Geist und bemerkenswerte Errungenschaften werden den Menschen in aller Welt für immer im Gedächtnis bleiben". (sueddeutsche.de)

Google

Auch wenn Google und Apple in den letzten Jahren jurstisch oft aneinander geraten sind, herrschte zwischen den Google-Gründern Page und Brin sowie dem Apple-Mitgründer ein freundschaftliches Verhältnis. Zum Tode Jobs' hat Google unterhalb seiner Suchbox den Zusatz "Steve Jobs, 1955-2011" gesetzt. Der Name ist auf die Startseite von Apple verlinkt. In seinem Nutzerprofil auf Google+ schreibt Lage Page, dass Jobs ihn inspiriert habe und mit Ratschlägen und Wissen stets an seiner Seite war - selbst, als es Jobs nicht gut ging. (googlewatchblog.de)

Mark Zuckerberg, Facebook

Der Facebook-Gründer Mark Zuckerberg dankt Steve Jobs in seinem Profil auf Facebook, dass er sein Lehrer und Freund war. Er dankt Jobs dafür, ihm gezeigt zu haben, dass das, was man aufbaut, die Welt verändern kann. (news.blogs.cnn.com)

Bill Gates, Microsoft

Microsoft-Gründer Bill Gates schreibt auf Twitter, er sei "wirklich traurig". "Ich habe Steve vor etwa 30 Jahren zum ersten Mal getroffen, und wir waren Kollegen, Wettbewerber und Freunde über mehr als die Hälfte unserer Leben. Für die, die das Glück hatten, mit ihm zu arbeiten, war es eine unglaublich große Ehre. Ich werde Steve enorm vermissen." Nur wenigen hätten die heutige Welt so beeinflusst, wie Steve Jobs und die Nebenwirkungen würden auch die künftigen Generationen spüren. (stern.de)

Barack Obama, US-Präsident

Auch US-Präsident Barack Obama meldet sich angesichts des Todes von Steve Jobs zu Wort. Die Welt habe einen Visionär verloren, er sei gleichauf gewesen mit den bedeutendsten amerikanischen Erfindern. Indem er eines der erfolgreichsten Unternehmen der Welt aus seiner Garage heraus aufgebaut habe, sei er beispielhaft für den Geist der amerikanischen Erfindungsgabe. Obama und seine Frau seien über den Tod Jobs betrübt, heißt es auf der Webseite des Weißen Hauses. (whitehouse.gov)

Rene Schuster, CEO Telefonica Germany (o2)

Ebenfalls als Visionär wird Jobs von Rene Schuster beschrieben, CEO des Netzbetreibers Telefonica Germany (o2). "Steves Gedanken und Ideen veränderten unsere Welt. Für mich steht er in einer Reihe mit Erfindern wie Graham Bell, Guglielmo Marconi oder Heinrich Rudolf Hertz." Er sei dankbar, ihn mehrmals getroffen zu haben, seine Präsentationen waren beeindruckend und legendär." (Telefonica Germany)

Quelle: Apple
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Kommentare
  1. 12.10.11 18:19 nohtz (Professional Handy Master)

    falls es jemanden interessiert
    http://www.zdnet.de/news/41557120/totenschein-steve-jobs-starb-an-durch-tumor-ausgeloestem-atemstillstand.htm

  2. 08.10.11 14:01 Niklasnick (Advanced Member)

    "großgezogen" hat addiert sich für mich zum Bild des größten Innova- und Reformators unserer Zeit, um nur ein paar Beispiele der unbestreitbar stark vorhandenen Auswirkung Steve Jobs' auf das Leben jedes einzelnen Menschen zu nennen. Ich hätte gerne gesehen, was er noch alles verändert, und befürchte dass Apple ohne ihm zu einer guten, aber kalten und herzlosen, mathematisch berechneten Maschine ohne dem Zukunftsblick des ehemaligen CEO mutiert. Tim Cook ist sicherlich eine gute Person für den Posten, die zukünftigen Produkte werden großartig sein und Apple könnte für immer erfolgreich und grandios sein, aber ich glaube nicht dass sie sich immer wieder selbst erfinden werden und neue Gebiete revolutionieren. Rest In Peace, Steve.

  3. 08.10.11 13:54 Niklasnick (Advanced Member)

    Ich bin zum ersten Mal seit längerem wieder auf AM, nur weil ich die Kommentare zu der Nachricht lesen wollte. Ich hatte AM als Android Fanboy - Apple Hater community in Erinnerung und wusste dass es Diskussionen geben würde. Ich selber finde den Tod sehr traurig und hätte ihm gerne noch 20 Jahre gegönnt, von mir aus auch als privater Familienmensch ohne Apple. Wenn man sich die zahllosen Anekdoten aus dem täglichen Leben/persönlichen Erfarungen mit ihm durchliest, die nach seinem Tod im Internet erschienen ist er eine ganz andere, viel nettere und liebenswürdigere Person als der diktatorische, anstrengende Arbeitsmensch den man vielleicht von Mitarbeiteraussagen kennt.
    Aber viel schlimmer finde ich den Verlust von Steve Jobs als Visionär und Revolutionär der Technikbranche, einer Rolle die ich mit Edison, Ford und Einstein gleichsetzen würde. Natürlich hat nicht er, sondern das Team unter seiner Aufsicht und Inspiration entwickelt und erfunden, und er hat nicht viel Grundlegendes komplett erfunden, sondern sich lieber mal "inspirieren lassen". Aber Ghandi hat die Friedensidee nicht erfunden, sondern sie verbreitet. Steve Jobs ist mehr als der Mann, der die Bedienung, Art und Oberfläche von Handys fundamental geändert hat. Es gibt deutlich wichtigere Meilensteine. Ihm verdanken wir z.B. den PC. IBM hielt es für unnötig, den Schrankrechner zu schrumpfen und ins Wohnzimmer zu bringen, Apple baute den Apple I und ab Apple II wurde die Graphische Oberfläche, das Betriebssystem mit visuellem Erscheinungsbild unter seiner Regie eingeführt/den Massen erhältlich gemacht. Die Computermaus direkt dazu, der tragbare Computer und später das Notebook. SJ verdanken wir USB und FireWire, Technologien die er auf den Markt gebracht und verbreitet hat, und bei der Gelegenheit wurde direkt noch die Diskette abgeschafft. Ford hat das Auto nicht erfunden, er hat es so gemacht dass es weltweit in jeden Haushalt kam. Der PDA (Newton) kam von Apple (ja, vor 30 Jahren hat Apple schon Geräte mit Touchscreen gebaut!), iPod und iTunes haben den Musikmarkt revolutioniert, iPhone und iPad kennen wir. Das iPad war nicht das erste Tablet, es war das erste Tablett was tatsächlich jemand haben wollte, und der Markt der Unerhaltungselektronik wurde redefiniert. Dass Steve Jobs nebenbei noch das Kino mit der Entwicklung der Animation in seinem Studio Pixar komplett verändert hat, die Computer seiner anderen Firma, NeXT als Wissenschaftlercomputer viele Erfolge hatten (da wäre zum Beispiel das in der Schweiz auf NeXT entwickelte Internet zu nennen), er die Firmen Microsoft, Google, Facebook und viele andere mit Unterstützung (auch finanziell sowie mit Hardware, Geräten worauf entwickelt werden kann Entwicklungen, Tips, Rat) "großgezogen

  4. 07.10.11 19:00 stephan3572 (Advanced Member)

    der eindruck ist wie erwartet schon ruiniert.

    is leider so.

  5. 07.10.11 17:41 NewPhone (Expert Handy Profi)

    Mod Birk wollte den ganzen OT-Textschrott in folgenden Thread rüberschieben, wo dann (und auch jetzt) weiter diskutiert werden kann:

    http://www.areamobile.de/community/apple/166953-steve-jobs-ist-tot-diskussionsthread.html

    Dann bleibt dieser Thread sauber von unnötigen Diskussionen, was insgesamt einen besseren Eindruck hinterlässt.

  6. 07.10.11 11:05 Macianer (Gast)

    @ Moderator: Wäre es nicht angemessen, wenigstens diesen Thread von unpassenden Kommentaren frei zu halten?
    M.M.n. wären dies hier # 67/68 ff.

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