Der Netzwerkausrüster Ericsson erwartet bis zum Jahr 2016 einen Anstieg des mobilen Datenvolumens um das Zehnfache. Haupttreiber des Wachstums sind die zunehmende Verbreitung von Smartphones und Tablets sowie die mobile Nutzung von Videodiensten, heißt es in einer jetzt veröffentlichten Studie.
Mobile-Broadband-Studie 2011 - 2016 | (c) Ericsson
Laut der "Traffic and Market Data Report" genannten Untersuchung von Ericsson, die auf Messungen des tatsächlichen Datenverkehrs in den Mobilfunknetzen über mehrere Jahre beruht, wird die Zahl der weltweiten mobilen Breitbandnutzer von derzeit rund 900 Millionen auf knapp fünf Milliarden im Jahr 2016 ansteigen.
Das weltweit übertragene Datenvolumen soll sich in diesem Jahr verdreifachen. Am Ende des zweiten Quartals 2011 näherte es sich der 400-Petabyte-Grenze an – ein Petabyte entspricht 1.000 Terabyte oder 1 Million Gigabyte. Im Jahr 2016 wird das per Smartphone übertragene Datenvolumen auf dem Niveau des von mobilen Rechnern übertragenen Datenvolumens sein, heißt es in der Studie. Momentan betrage das durchschnittliche Datenvolumen eines mobilen Rechners 1 bis 2 Gigabyte pro Monat, bei Smartphones sind es laut Ericsson zwischen 250 und 500 Megabyte pro Monat. Videodienste sind dabei mit einem Anteil von 30 bis 40 Prozent unabhängig vom Gerätetyp für das meiste Übertragungsvolumen in Mobilfunknetzen verantwortlich.
In fünf Jahren würden rund 60 Prozent des gesamten mobilen Datenverkehrs der Welt in dichtbesiedelten Metropolen abgewickelt, in denen der Prognose zufolge rund 30 Prozent der Weltbevölkerung leben werden. Die Abdeckung durch WCDMA- bzw. HSPA-Netze wird den Schätzungen zufolge von zurzeit 40 Prozent auf 80 Prozent der Weltbevölkerung im Jahr 2016 steigen. Die LTE-Abdeckung werde in fünf Jahren bei 35 Prozent der Weltbevölkerung liegen.
Die detaillierten Ergebnisse der Mobile-Broadband-Studie von Ericsson können im Internet nachgelesen werden.
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Du bist nicht dabei?Du magst da zwar Recht haben, aber auf der anderen Seite ist das Mobilfunknetzt nicht mit em Festnetz zu vergleichen, dessen Kapazität um vielfaches höher ist.
Schön mit anzusehen das dass Datenvolumen extrem ansteigt, die Provider aber ihr "Freivolumen" dazu unpropotional anpassen!
Wenn ich jetzt mal die Tarife angucke und sehe das 200MB Freivolumen satte 10€ kosten weiß ich nicht ob ich lachen oder weinen soll...
Das weiß ich auch, aber wo geht das ganze Geld hin? Die Zahl der Handybesitzer steigt stetig (mehr prepaid oder postpaid Kunden), die Verträge werden nicht unbedingt günstiger, die Provider bekommen für ihren Ausbau Geld von der Bundesregierung.
Ich kann mich noch an die ersten LTE Berichte erinnern. "Bis zu 100Mbit auf dem Land möglich" , "Der neue DSL Ersatz" usw. Was ist ein Jahr später letztendlich bei rausgekommen? Die Großstädte haben volle Geschwindigkeit und so gut wie alle Provider sind vertreten. Letztendlich haben sie aber auch nur kurze Zeit diese Geschwindigkeit, da schon ab lächerlichen maximalen (im größten und teuersten Vertrag mit 70€/Monat bei Vodafone) 30GB gedrosselt wird.
Ich finde das sich hier mal mehr Konkurrenz breit machen sollte, davon würden wir alle reichlich profitieren!