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Autor: Björn Brodersen | 08.12.2011 - 11:10 | (24)

Android 4.0 ICS: Motorola und Sony Ericsson rechtfertigen sich

Die beiden Handy-Hersteller Motorola und Sony Ericsson haben bereits erste Aussagen darüber getroffen, welche Smartphones und Tablets ein Update auf die aktuelle Android-Version 4.0 Ice Cream Sandwich erhalten sollen. Doch bis es so weit ist, kann es noch dauern. Welche Anstrengungen sie übernehmen müssen, um das Firmware-Update für ihre Android-Geräte bereitzustellen, beschreiben Motorola und Sony Ericsson jetzt in ihren Unternehmensblogs - das liest sich teilweise wie eine Rechtfertigung.

Android 4.0 ICS: Motorola und Sony Ericsson rechtfertigen sich

Ice Cream Sandwich: Das neue Android-Logo | (c) Google

Motorola beschreibt in seinem Blog die allgemeinen Schritte, die ein Hersteller von Android-Geräten absolvieren muss, um eine neue Version des Google-Betriebssystems für seine Smartphones und Tablets anbieten zu können. Während der Gerätepartner von Google - bei Android 4.0 Ice Cream Sandwich war dies Samsung - schon vor dem Launch der neuen Betriebssystemversion und des sogenannten Google Experience Device (GED) - in diesem Fall das Samsung Galaxy Nexus - schon im Vorfeld Zugriff auf den Quellcode von Android hat, erhalten die anderen Hersteller erst nach Auslieferung des Referenzmodells Zugriff darauf. Für Android geschah dies am 14. November 2011. Erst dann können die anderen Hardware-Produzenten die Integration des neuen Releases in die Software für ihre Geräte in Angriff nehmen.

Weitere Schritte, bis es zu einer Veröffentlichung eines Firmware-Updates für die neue Android-Version kommt, sind: 1. Anpassen des neuen Releases an die verschiedenen Hardware-Gegebenheiten und an Carrier-spezifische Anforderungen; 2. eigene Qualitätskontrolle des Updates; 3. Überprüfung des Updates durch die Mobilfunkbetreiber und ggf. Tests eines Pre-Releases durch Friendly Users; 4. Offizieller Release des Firmware-Updates. Die Smartphone- und Tablet-Hersteller seien dabei auch von Chip-Produzenten wie Qualcomm, Texas Instruments und Nvidia abhängig, die ihre Produkte an die neuen Voraussetzungen anpassen müssen. Zudem müssen die Hersteller eigene Dienste auf das neue Release abstimmen. Bei Motorola sind dies beispielsweise Services wie MotoCast oder Smart Actions.

Motorola RAZR Unboxing | (c) Areamobile

Motorola RAZR | (c) Areamobile

Sony Ericsson Xperia Arc Test | (c) Areamobile

Sony Ericsson Xperia Arc | (c) Areamobile

 

Aussagen zu Update-fähigen Geräten

Motorola wertet zurzeit den Quellcode aus und wird nach eigenen Angaben innerhalb des kommenden Monats bekannt geben, welche Geräte wann ein Update auf Android 4.0 Ice Cream Sandwich erhalten werden. Das Unternehmen hat bereits angekündigt, dass das Smartphone RAZR und das Tablet Xoom ein Update auf die aktuelle Android-Version erhalten werden.

Sony Ericsson beschreibt in seinem Blog ausführlicher, wie die Arbeit der Geräte-Hersteller an einem Update auf eine neue Android-Version aussieht und warum es bis zu einer Veröffentlichung eines Firmware-Updates auf Android 4.0 Ice Cream Sandwich noch dauern kann. Das japanisch-schwedische Joint Venture hatte zuvor erklärt, alle 2011-Xperia-Smartphones auf Android 4.0 upgraden zu wollen. Genauere Angaben zum Zeitpunkt der Bereitstellung von Ice Cream Sandwich wird Sony Ericsson später nennen -  neben den Modellbezeichnungen sind aber die Update-Termine genau die Angabe, auf die die Nutzer von Android-Geräten warten. Welche anderen Android-Hersteller welche Geräte wann updaten wollen, erfahrt ihr in unserem Android-Update-Überblick.

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Kommentare
  1. 09.12.11 07:37 nohtz (Professional Handy Master)

    http://www.mobiflip.de/2011/11/android-4-0-ice-cream-sandwich-source-code-wurde-veroeffentlicht/

    google allein gibt den code frei.
    und google wurde immer wieder kritisiert, android allein zuende zu entwickeln und erst dann den SC freizugeben...so richtig open source ist das dann auch nicht mehr

  2. 09.12.11 07:10 Gorki (Handy Master)

    Da war dann wohl die Aussage von LG zu ICS für das Optimus Speed, das man erst nach Veröffentlichung sich genauer äußern kann doch nicht "Inhaltsleer", sondern beschrieb ganz einfach den Istzustand.

  3. 09.12.11 00:46 pixelflicker (Professional Handy Master)

    Sh ok, das ist schade.
    Dann ist es noch extremer als ich dachte und ganz anders als uns Macianer damals suggerieren wollte als Dr so provokant fragte, warum die Anbieter nicht schon viel früher die neuen Versionen hätten als sie Google vorstellt.

  4. 09.12.11 00:24 Birk (Expert Handy Profi)

    @PF

    Ich meinte auch nicht, dass keine Änderungen und Anregungen zurückfließen, aber ich meine mich an Meldungen erinnern, wo OHA Mitglieder sich über zu viel Geheimniskrämerei bei Google aufgeregt haben. Die Features und Ideen einer neuen Android-Version geheim zu halten, wäre ja bei einer offenen Entwicklung mit 83 Partnern schlecht möglich.

    z.B. hier:
    http://digital-zeitschrift.de/nachrichten.php?id=297
    http://www.computerworld.ch/news/software/artikel/android-ist-die-verschlossenste-open-source-plattform-57340

    "Die Entwicklung der privaten Android-Branche sowie die der Roadmap wird von Googe kontrolliert, mit nur geringfügiger Unterstützung von Open-Handset-Alliance-Mitgliedern".

    "Bei ihrem Start war die Open Handset Alliance (OHA) ein Nachweis industrieller Befürwortung für Android. Heute ist die OHA nur noch eine Kommission, die über die Aufnahme neuer Mitglieder abstimmt. Es gibt keinen offiziellen Rechtsträger, keine Kommunikationsprozesse und keine regelmässigen Mitgliedertreffen."

  5. 09.12.11 00:15 pixelflicker (Professional Handy Master)

    @Birk:
    Ja, so finde ich die Überschrift passender Formuliert. So sollte ein ordentlicher Journalist arbeiten.


    Was die Sache mit der OHA angeht: Ich weiß nicht wie es wirlich läuft, aber ich glaube nicht, dass Google Android wirklich alleine entwickelt. Klar, sie werden einen größten Teil der Entwickler stellen, aber so viel ich weiß fließen Änderungen der Mitglieder auch mit ein. Was aber Google ganz sicher macht, ist, zu bestimmen wann eine Version veröffentlicht werden kann und wird und was in diese Version rein kommt. Das ist auch etwa der Part, denn Linus Torvalds bei Linux übernimmt. Irgendjemand muss ja das alles Koordinieren. Google geht natürlich weiter als Linus, weil Google einfach viel mehr Manpower stellt als alle anderen, aber das Prinzip dürfte ähnlich sein.

    Und genau deswegen müssen die anderen Firmen warten, bis Google die Version frei gibt. Das heißt nicht, dass sie es vorher nicht zu Gesicht bekommen, aber konkrete Aussagen, die man garantieren kann, kann man nur treffen, wenn man die endgültige Version hat und kennt. Ist doch logisch.

    Ich glaube nicht, dass Google alleine Entwickelt, das wäre ja gegen das Prinzip der OHA und dann hätten sie sich die ja auch sparen können.



    > "Du hältst Deinen Wissensstand gleichbedeutend mit der Realiät?" [Macianer]
    Ja, manche tun das... ;-)

  6. 09.12.11 00:08 Macianer (Gast)

    >>…Nach meinem Wissenstand sieht die Realität anders aus, als in dem von dir zitierten Absatz…<<

    —> Wie sagtest Du selbst so schön in #17?: "Aber Realität ist ja nicht jedermanns Sache."

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