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Autor: Rene Melzer | 13.12.2011 - 11:52 | (9)

Kartellbedenken: EU setzt Entscheidung über Motorola-Kauf von Google aus

Die Übernahme von Motorola durch Google zieht sich hin. Eigentlich sollte der im August vereinbarte Kauf noch vor Ende dieses Jahres abgeschlossen werden. Doch es fehlt noch die Zustimmung der europäischen Wettbewerbshüter. Und die liegt erstmal auf Eis.

Kartellbedenken: EU setzt Entscheidung über Motorola-Kauf von Google aus

Motorola RAZR | (c) Hersteller

Die Europäische Kommission hat ihre Entscheidung über die Übernahme von Motorola durch Google vorübergehend ausgesetzt. Die Wettbewerbshüter benötigen weitere Unterlagen über den Kauf, erklärte eine Sprecherin dem Wirtschaftsportal Bloomberg. Bis zu dessen Bewertung sei die kartellrechtliche Prüfung der Übernahme ausgesetzt.

Ursprünglich sollte die EU-Entscheidung über eine Zulassung der Übernahme spätestens am 10. Januar 2012 fallen. Google ist sich dennoch sicher, dass der Kauf von Motorola noch im Frühjahr 2012 abgeschlossen werden kann. Ein Google-Sprecher nannte die Anforderung der Dokumente eine Routinemaßnahme. Doch sie zeigt auch, dass es kartellrechtliche Bedenken bei den Wettbewerbshütern gibt.

Dabei hatte Google Motorola vor allem wegen des Patentpools gekauft, den der Handyhersteller besitzt. Motorola hat Schutzrechte auf rund 17.000 Technologien. Weitere 7500 Anträge auf Patente werden derzeit geprüft. Interesse an der Herstellung von Mobiltelefonen besteht nicht, wie Google mehrfach erklärte. Andere Hersteller von Android-Smartphones hatten befürchtet, dass die Übernahme von Motorola zu einer Sonderbehandlung des Unternehmens und Wettbewerbsverzerrungen führt.

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Quelle: Bloomberg, Hardware
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Kommentare
  1. 13.12.11 22:27 quovadis (Gast)

    Also ich meine mich zu erinnern, dass sich das in Amerika auch verzögert hätte...

  2. 13.12.11 21:39 pixelflicker (Handy Master)

    Was siehst du denn jetzt als Mobilfunkmart?
    Google ist jedenfalls kein Hersteller von Mobilfunkgeräten, oder?

    Deiner Logik nach wäre die Geschichte mit Nokia ja noch interessanter, denn Nokia ist nicht nur Hersteller von Mobilfunkgeräten und Betriebssystem-Entwickler sondern sogar noch Hersteller von Mobilfunktechnik (NSN), und das auch in Nordamerika.

  3. 13.12.11 20:47 Macianer (Gast)

    Ach, als Entwickler und Herausgeber von Android und ausgestattet mit insgesamt 25.000 Patenten und Patentanträgen hat Google also keine Vormachtstellung bereits im Mobilfunkmarkt?

  4. 13.12.11 20:08 pixelflicker (Handy Master)

    Sollte nicht eine Kartellbehörde darüber entscheiden, ob eine Firma eine Vormachtstellung im entsprechenden Markt hat?

    Bei den Handyherstellern hat Google jedenfalls keine herausragende Stellung dadurch, dass ihnen Motorola gehört.

    Das was du ansprichst sind doch eher subjektive Punkte, die durch den Kauf von Motorla kaum beeinflusst werden dürften.

  5. 13.12.11 19:01 Macianer (Gast)

    Nokia is' doch 'n kleines Licht im Vergleich zu Google. Man denke nur mal an die Bandbreite an Diensten und Informationen, die Google abdeckt. Von individuellen Surfgewohnheiten über -Interessen, persönliche Kontakte, Aufenthaltsorte, Konsumverhalten ………

  6. 13.12.11 17:24 pixelflicker (Handy Master)

    Stimmt, das könnte ein Grund dafür sein, dass es in den USA so leicht durchging.
    Aber gerade das Beispiel Nokia hat doch gezeigt, dass diese Kombination kein so großer Wettbewerbsvorteil sein muss.

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