Der Trend geht vom einfachen Featurephone zum Smartphone – einem tragbaren Computer. Doch das steckt meist in der Hosentasche und muss für jeden Gebrauch erst mühsam hervorgekramt werden. Google und Apple arbeiten aber längst an Möglichkeiten, die Gräte viel ergonomischer zu nutzen.
Sony Ericsson LiveView: Bluetooth-Display zum Steuern seines Handys | Foto: Hersteller
Handys werden immer mehr von Smartphones ersetzt. Die kleinen Alleskönner haben bei vielen Menschen längst den Platz von Armbanduhr, Wecker und MP3-Player eingenommen. Doch sie bergen einen Nachteil: Sie müssen für den Gebrauch aus der Hosentasche geangelt werden. Nach einem Bericht der New York Times arbeiten aber Unternehmen wie Google und Apple schon längst an diesem Problem. Ihre Lösung: Armbanduhren, die mit dem Smartphone in Verbindung stehen.
Zugegeben: Diese Idee ist nicht neu. Sony Ericsson bietet etwa mit Live View eine Bluetooth-"Uhr" an, die Informationen des Handys anzeigt, Apple den iPod Nano mit Armband. Andere Hersteller wie Samsung oder LG haben gleich ganze Handys im Angebot, die wie zu groß geratene Armbanduhren am Handgelenk getragen werden können und die meisten (grundlegenden) Funktion eines Mobiltelefon beherrschen. Alle Varianten haben aber entscheidende Nachteile: Entweder dienen sie nur als Informationsquelle oder sind unpraktisch, weil sie zu klobig sind und Telefonate kaum ohne zusätzliche Hilfsmittel geführt werden können.
Doch die neuen Geräte sollen viel mehr können. Mit ihnen werden auch Steuerfunktionen möglich sein, die über das einfache Bedienen des Musikspielers hinausgehen. Denkbar ist etwa eine Sprachsteuerung wie Siri von Apple oder Googles Majel. Außerdem sollen solche Kleinstcomputer als Verbindung zum Smartphone nicht nur auf Armbanduhren beschränkt sein. Michael Liebhold, führender Forscher am Institut für Zukunftsforschung in Palo Alto in Kalifornien, sieht eine kommende Verschmelzung von Realität und Technik.
So hält er es für denkbar, dass schon in den nächsten 10 Jahren Brillen oder Kontaktlinsen mit eingebauten Displays Standard werden. "Kinder werden virtuelle Spiele mit ihren Freunden spielen, bei denen sie im Park umher rennen und virtuelle Kreaturen für Punkte jagen," so Liebhold. Außerdem wäre es möglich, für unterschiedliche Gruppen wie Freunde oder Arbeitskollegen unterschiedliche virtuelle Kleidung zu tragen.
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Du bist nicht dabei?Birk, Tooooop xD.
Topic:
Wär das schön, wenn das nächste Pokemon dann via GPS und Display-Brille wäre... hihi
Also das LiveView ist ja bisher eher ein Nischenprodukt, tut seinen Job an meinem Handgelenk bisher aber sehr gut. Wenn allerdings solche Geräte mit vollwertigem Android System entwickelt werden sehe ich doch einen großen Markt für diese Geräte. Schließlich gibt es ja mittlerweile für alles eine App. Wenn ich dann mal mit meiner "Uhr" am Fernseher den Sender umschalten kann oder noch schnell den Fahrplan abrufen und checken kann hätte das doch sehr viel Positives. Allerdings werden sich dann wieder einige über die Fragmentierung bei Android-Geräten beschweren. Zurecht. Schließlich müssen dann die Apps für kleine Displays mit einer Auflösung von sagen wir mal 240 x 240 Pixeln entwickelt werden, die dann aber auch in abgewandelter Form auf einem 5,3" großen Galaxy Note mit HD Auflösung reibungslos funktionieren müssen. Den ersten Schritt in die richtige Richtung hat Google ja schon mit dem Open Accessory Standard im Mai dieses Jahr gemacht. Jetzt müssen die Hersteller nur noch größeren Nutzen davon machen...
OffTopic:
> Die waren aber sehr optimistisch :D
Die berühmten Vorhersagen für das Jahr 2000 sind doch alle interessant. Manche totla danben, andere erschreckend real.
Aus dem Jahr 1910:
http://www.sadanduseless.com/2011/03/world-in-2000/
Aus dem Jahr 1950:
http://blog.modernmechanix.com/2006/10/05/miracles-youll-see-in-the-next-fifty-years/
Einfach mal googlen, macht einen HeidenSpaß:
http://www.google.de/search?q=year+2000+predictions
> Wiederum andere dachten das wir 2010 mit Autos durch die Luft fliegen...
Die waren aber sehr optimistisch :D
Ich danke mal, dass es kommen wird.
Aber bis 2030 wird es wohl eher unwahrscheinlich sein.
Vor 30jahren haben hoch angesehene Leute gedacht, das nur die 10 reichsten Menschen der Welt einen PC Zuhause haben werden.
Wiederum andere dachten das wir 2010 mit Autos durch die Luft fliegen...
Schnell noch eine Armband Uhr kaufen, bevor Apple die mit ihrem Geschmacksmuster weltweit verbietet.:)